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Frau mit Kopftuch © kanchitdon

Gesundheit und Migration

Die Gesundheit eines Menschen wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Unter anderem  von sozio-ökonomischen Verhältnissen, diversen Umweltfaktoren, individuellem Einfluss und der Möglichkeit Informationen zu erhalten und Gesundheitsversorgung in Anspruch zu nehmen. Der Lebensstil inklusive kultureller und ethnischer Hintergründe spielt ebenso eine Rolle. Diverse Faktoren wie persönliche Voraussetzungen können auch bei Migrantinnen/Migranten sehr unterschiedlich sein. Sprachkenntnisse, Aufenthaltsdauer, Motive der Migration und Aufenthaltsstatus können stark variieren. Ebenso unterschiedlich sind Informationsstand und Inanspruchnahme von gesundheitsfördernden Maßnahmen und Gesundheitsleistungen . . .

Voraussetzungen für Gesundheit

Gesundheit steht unter anderem in Zusammenhang mit der optimalen Entfaltung von Mitteln, Möglichkeiten und Fähigkeiten, um so den inneren und äußeren Anforderungen zu begegnen. Gesundheit ist ein dynamischer Prozess, der sich ständig verändert und in konkreten Lebenssituationen immer wieder neu gestaltet und ausbalanciert werden muss.

Zu den grundlegenden Voraussetzungen von Gesundheit zählt Friede, Unterkunft, Bildung, Nahrung, Einkommen, ein stabiles Wirtschaftssystem, soziale Sicherheit und Gerechtigkeit, nachhaltige Nutzung von Ressourcen, die Achtung der Menschenrechte und Chancengleichheit. Weiters sind es individuelle Einflussfaktoren, die angeboren und nicht veränderbar sein können und sich auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken. Zudem spielt der persönliche Lebensstil eine Rolle. Daneben sind die Gesundheitsversorgung, die Arbeitsbedingungen oder das Gemeinschaftsleben und soziale Kontakte wesentlich. 

Sind beispielsweise die Arbeits- und Einkommensbedingungen schlecht, kann das zu gesundheitlichen Belastungen und Problemen führen. Fehlendes Wissen über die Strukturen des Gesundheitssystems, aber auch kulturelle Unterschiede und Sprachbarrieren können Hindernisse im Zugang zum Gesundheitssystem sein. Wenn beispielsweise Patientin/Patient und Ärztin/Arzt einander – aufgrund der Sprache – nicht richtig verstehen, können Missverständnisse den Therapieerfolg beeinträchtigen. Zudem können Sprachebarrieren den Zugang zu gesundheitsfördernden Maßnahmen und Gesundheitsversorgung negativ beeinflussen. Die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Dolmetscherin/eines Dolmetschers oder die Unterstützung mehrsprachiger Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter kann hilfreich sein. 

Das Gesundheitssystem

Migrantinnen/Migranten nutzen die Angebote des Gesundheitssystems zum Teil anders als Personen ohne Migrationshintergrund. So ist beispielsweise die medizinische Erstanlaufstelle öfter eine Spitalsambulanz als eine niedergelassene Hausärztin/ein niedergelassener Hausarzt. Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund ergeben sich auch bei notwendigen Facharztbesuchen und dem Thema Impfschutz.

Informationen zum österreichischen Gesundheitssystem finden Sie unter 

Migration in Österreich

Die Vereinten Nationen definieren Migration als eine ständige Verlagerung des Wohnsitzes in ein anderes Land. Als Migrantinnen/Migranten bzw. Personen mit Migrationshintergrund werden jene Zuwanderer bezeichnet, die entweder selbst oder deren Eltern zugezogen sind. Fast ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung hat Migrationshintergrund.

Informationsangebote und -material zum Thema Gesundheit in verschiedenen Sprachen finden Sie unter 

Informationen zu Umgang mit Lebensphasen, Traumata & Flucht etc. finden Sie beispielsweise unter:

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