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Babyhand hält Finger eines Erwachsenen © MAK

Frühe Hilfen

Die ersten Lebensjahre sind eine besonders sensible Lebensphase, in der – wie heute bekannt ist – bereits eine wichtige Basis für lebenslange Gesundheit gelegt wird. Lebenskompetenzen, Stressbewältigung und Gesundheitsverhalten, wie z.B. Ernährungsgewohnheiten, werden bereits beim sehr kleinen Kind angelegt. Ziel von Interventionen in der frühen Kindheit ist, Kinder und Eltern so früh wie möglich bei der Aufgabe zu unterstützen, ihre Kinder gut zu versorgen und eine sichere Bindung zu ihnen aufzubauen. „Frühe Hilfen“ zielen nach der im Rahmen des österreichischen Grundlagenprojekts akkordierten Definiton darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern . . .

In der praktischen Umsetzung sind „Frühe Hilfen“ auf lokaler und regionaler Ebene etablierte multiprofessionelle Unterstützungssysteme mit – von einer zentralen Stelle – koordinierten Angeboten für Eltern und Kinder in der frühen Kindheit, wobei der niederschwellige Zugang von großer Relevanz ist.

Beziehungs- und Erziehungskompetenz

Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen „Frühe Hilfen“ insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern leisten. Eine positive frühe Eltern-Kind-Beziehung ist ein bedeutender Schutzfaktor für Gesundheit. Diese Maßnahmen kommen sozial benachteiligten Familien stärker zugute als anderen Familien und dienen daher auch dem sozialen Ausgleich, der ein wichtiger Faktor für die Gesamtgesundheit einer hoch entwickelten Gesellschaft ist.

Familienbegleitung

Im Mittelpunkt von „Frühe Hilfen“ in Österreich stehen Familienbegleiterinnen/-begleiter, die als konkrete Ansprechpersonen für Familien in belastenden Lebenssituationen verfügbar sind. Bis Mitte 2016 sollen in etwa 45 Prozent aller österreichischen Bezirke Netzwerke zur Verfügung stehen. Durch das Maßnahmenpaket zum Thema „Frühe Hilfen“ sollen nachhaltige Strukturen zur Unterstützung der beteiligten Akteure geschaffen werden, es sollen die intersektorale und interprofessionelle Arbeit und die strukturellen Voraussetzungen für die Umsetzung von „Frühen Hilfen“ verbessert werden.

Insbesondere die Vernetzung des Gesundheitsbereiches mit der Kinder- und Jugendhilfe bzw. dem Familien- und Sozialressort soll vorangetrieben werden. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines Informations- und Wissensmanagements in Fragen der „Frühen Hilfen“.

Mit Anfang 2015 wurde das Nationale Zentrum Frühe Hilfen vom Gesundheitsministerium an der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) eingerichtet. Es wird aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur im Rahmen der Vorsorgestrategie finanziert. Die Aufgaben des Nationalen Zentrums zielen insbesondere darauf ab, die bundesweite Abstimmung und Vernetzung, die Qualitätssicherung der Umsetzung sowie Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit zu fördern und zu unterstützen.

Das Projekt „Frühe Hilfen“ ist Teil der Kindergesundheitsstrategie und wird von der Gesundheit Österreich GmbH in Kooperation mit einer Gruppe von Projektpartnerinnen/Projektpartnern umgesetzt.

Wo bekomme ich mehr Infos?

Wer steht dahinter?

Projektträger Gesundheit Österreich GmbH, aufbauend auf den Erfahrungen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH)/Deutschland, in enger Abstimmung mit dem BMGF.

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