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Frau und Mann bei Geburtsvorbereitung © Kzenon

Baby-friendly Hospital Initiative (BFHI)

Das Maßnahmen-Roll-Out der Baby-friendly Hospitals Initiative (BFHI) in Österreich wurde im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Ernährung (NAP.e) des Gesundheitsministeriums umgesetzt. Der Bund hat sich zur Förderung dieser Maßnahme entschlossen, weil das Stillen bekanntermaßen viele Gesundheitsvorteile für Mutter und Kind hat. Studien zeigen zudem, dass Aufnahme und Dauer des Stillens wesentlich von der Unterstützung rund um die Geburt abhängen . . .

Um die Rahmenbedingungen für das Stillen in geburtshilflichen Einrichtungen zu verbessern, haben UNICEF und WHO im Jahr 1991 die Initiative „Baby-friendly Hospitals“ ins Leben gerufen. Danach werden Einrichtungen, die nachweislich die von Expertinnen und Experten auf Grundlage wissenschaftlicher Evidenz entwickelten „Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen“ sowie den Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten und – abhängig von nationalen Entscheidungen – Kriterien der Mütterfreundlichkeit erfüllen, als „Baby-friendly Hospital“ (BFH) zertifiziert.

Stillrichtlinien

Die zehn Schritte umfassen die Entwicklung von Stillrichtlinien, die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Information von Schwangeren und Müttern, die Förderung des ununterbrochenen Haut-zu-Haut-Kontakts zwischen Mutter und Kind direkt nach der Geburt, die Schulung und Unterstützung beim Stillbeginn, die Vermeidung von nicht medizinisch-indizierter Zufütterung, das Angebot von 24-h-Rooming-In, die Förderung des Stillens nach Bedarf, die Vermeidung künstlicher Sauger sowie die Förderung von Stillgruppen.

Ziel des Maßnahmen-Roll-Outs war es, die Initiative in Österreich bekannter zu machen und den Anteil zertifizierter Baby-friendly Hospitals zu erhöhen, um möglichst vielen Müttern und Babys die bestmögliche Unterstützung rund um die Geburt zukommen zu lassen.

Zu den wesentlichen Maßnahmen des Roll-Out in Österreich gehören die Bereitstellung von Informationsmaterialen für geburtshilfliche Einrichtungen, die Durchführung von Informations- und Trainingsworkshops, die Entwicklung und Bereitstellung von Materialien zur Mütterberatung in Baby-friendly Hospitals, ein Preisausschreiben für zertifizierte Einrichtungen, die Vernetzung mit wichtigen Partnern und eine begleitende Evaluation.

Die Ergebnisse der begleitenden Evaluation zeigten, dass die Ziele des Roll-out insgesamt erreicht wurden. Das Interesse an BF-Zertifizierungen hat sich während des Roll-out verdoppelt, die Anzahl zertifizierter Einrichtungen konnte um 25 Prozent gesteigert werden. Zusätzlich konnte der Stellenwert von BFHI bei Fachkolleginnen und -kollegen verbessert werden.

Wo bekomme ich mehr Infos?

Wer steht dahinter?

Projektträger: Österreichisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG).

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