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Symbolfoto gesundheitliche Beratung © Syda Productions

Gendergesundheit im Fokus

Zahlreiche Aktivitäten setzen Zeichen in Sachen Gendermedizin. Internationale Tage der Frauen- und der Männergesundheit sowie Initiativen spiegeln die Bedeutung des Themas wider.

So findet der internationale Frauengesundheitstag jeweils am 28. Mai statt; am 19. November der Internationale Männertag. Anlaufstellen bieten für beide Geschlechter Information und Hilfe. 

Lebenserwartung der Geschlechter

Laut Sterbetafel 2010/2012 (Statistik Austria) beträgt die erstmals für beide Geschlechter zusammen berechnete Lebenserwartung 80,7 Jahre. Für Männer liegt die Lebenserwartung bei 78 Jahren, für Frauen bei 83,3 Jahren. Die männliche Lebenserwartung nahm gegenüber dem Zeitraum 2000/02 um 2,4 Jahre zu, die der Frauen um 1,8 Jahre. Der „Vorsprung“ der Frauen in der Lebenserwartung hat sich von 6,0 auf 5,3 Jahre reduziert.

Männerpolitik und Gesundheit

Die niedrigere Lebenserwartung von Männern wird zurückgeführt auf:

  • Biologische Ursachen (z.B. schwächeres Immunsystem, hormonelle Gegebenheiten)
  • Lebensstil (z.B. Rauchen, Alkoholkonsum, geringere Gesundheitskompetenz)

Allerdings haben Männer in den letzten Jahrzehnten viel „aufgeholt“. So ernähren sie sich etwa gesünder, rauchen weniger und gehen öfter zur Vorsorgeuntersuchung. Doch nicht alle Männer profitieren von dieser positiven Entwicklung, wobei hier die Bildung eine zentrale Rolle spielt. So soll vor allem weiter an der Bildung angesetzt werden, um die Gesundheit damit längerfristig positiv zu beeinflussen. Zudem hat auch das männliche Rollenbild eine Bedeutung für die Gesundheit. So leben Männer, die „typisch männliche Charakter- und Verhaltensweisen“ reflektieren und diesbezüglich flexibler sind, gesünder. Sie übernehmen beispielsweise mehr Verantwortung für ihre Gesundheit und die anderer, engagieren sich auch in Kinderbetreuung etc.  Ausführliche Informationen zu männerpolitischen Maßnahmen finden Sie im „3. Männerbericht“ des BMASGK sowie in der „Strategie der Männerpolitischen Grundsatzabteilung“.

40 Maßnahmen für die Frauengesundheit

Der Aktionsplan Frauengesundheit fasst 17 Wirkungsziele und 40 Maßnahmen zusammen. Er umfasst sowohl Maßnahmen der Gesundheitsforschung, -förderung sowie -versorgung. Die Wirkungsziele reichen von der Förderung gendergerechter Gesundheitsversorgung und Gesundheitskompetenz über Gewaltprävention, Verringerung der Frauenarmut bis hin zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Frauen. Alle Wirkungsziele und Maßnahmen finden sie im „Aktionsplan Frauengesundheit. 40 Maßnahmen für die Gesundheit von Frauen in Österreich“ des BMASGK .

Nähere Informationen zu Frauengesundheit finden Sie unter Frauengesundheit im Fokus.

Gender-Gesundheitsbericht: Depression und Suizid

Der „Gender-Gesundheitsbericht. Schwerpunkt Psychische Gesundheit am Beispiel Depression und Suizid“ des BMASGK widmet sich Erklärungsansätzen, warum es zu deutlichen Geschlechterunterschieden bei Depressionen (Frauen erhalten deutlich häufiger eine Depressionsdiagnose) und Suiziden (Männer begehen deutlich häufiger Suizid) kommt. Weitere Informationen sowie Anlaufstellen (auch in Krisen) finden Sie zudem auf dem österreichischen Suizidpräventionsportal www.suizid-praevention.gv.at sowie unter Depression: Typisch weiblich, typisch männlich?


Nähere Informationen zu Genderaspekten und gesundheitlicher Chancengleichheit finden Sie unter Chancengerechtigkeit: Frauen & Männer.

Frauen- & Männerberatungsstellen

Das Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen ist eine Dachorganisation  von derzeit 60 Frauen- und Mädchenberatungsstellen aus allen neun Bundesländern und listet Frauen- und Mädchenberatungsstellen auf seiner Website auf.

Eine Liste mit österreichweiten Männerberatungsstellen finden Sie auf der Website der Männerberatung Wien.

Allgemeine Anlaufstellen im Bereich Gesundheit finden Sie unter unserer Gesundheitssuche.

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