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Glykämischer Index

Was sagt der Glykämische Index eines Lebensmittels aus?

Antwort:

Der Glykämische Index (GI) gibt die Wirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel an. Hat ein Lebensmittel einen hohen GI, werden die enthaltenen Kohlenhydrate schnell verdaut, gelangen schnell ins Blut und führen zu einem raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels.


Lebensmittel, die einen niedrigen GI aufweisen, führen zu einem langsameren und auch niedrigeren Anstieg der Blutzuckerkurve. In diesem Fall muss der Körper weniger Insulin produzieren. Dieses Hormon wird vom Körper selbst in der Bauchspeicheldrüse gebildet und sorgt dafür, dass die aufgenommenen Kohlenhydrate in der Zelle auch verwertet werden können. Insulin ermöglicht die Speicherung von aufgenommenen Nährstoffen im Körper. Sogenannte „Low-Carb-Diäten“ basieren auf dem Glykämischen Index.

Einflussfaktoren auf den Glykämischen Index

Der GI hängt jedoch nicht nur von der Menge und Art (einfache/komplexe) der Kohlenhydrate ab, sondern auch von der Konsistenz der Speise, begleitenden Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen in der Speise, der Anwesenheit von Alkohol, dem Geschlecht sowie von vielen weiteren Faktoren. Daher kann allein durch die Klassifikation der Kohlenhydrate keine Vorhersage auf den Blutzuckerspiegel gemacht werden. Generell ist der GI von Vollkornprodukten geringer als von entsprechenden Weißmehlprodukten. Auch nicht erhitzte Getreidespeisen und Hülsenfrüchte haben einen sehr niedrigen GI.

GI-Werte, die in diversen Tabellen zu finden sind, wurden unter Laborbedingungen ermittelt. Auf der deutschen Verbraucherschutzseite AID finden Sie eine Auflistung diverser Lebensmittel mit ihrem Glykämischen Index.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Glykämischer Index und glykämische Last.

zuletzt aktualisiert 05.05.2014
Erstellt durch die Ernährungshotline
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