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Übergewichtige mit Wasser, Obst und Maßband im Vordergrund © Arto

Ernährung bei Übergewicht

Um die gesundheitliche Risikolast durch Übergewicht bzw. Adipositas zu vermindern, muss das Körpergewicht langfristig normalisiert werden. Dazu muss man sehr motiviert sein, denn nach dem Abnehmen ist es wichtig, das neue Gewicht auch halten zu können. Verankerte Gewohnheiten und Verhaltensmuster zu ändern ist oft sehr schwierig. Doch nur so „isst“ man erfolgreich . . .

Strategien gegen Übergewicht

Zum Abnehmen wird Folgendes empfohlen:

  • langfristiges, langsames Senken des Körpergewichts,
  • langfristige Verbesserung des Gesundheitsverhaltens (Ernährung und Bewegung),
  • Stärkung der Selbstmanagementfähigkeit und Stressverarbeitung sowie
  • Steigerung der Lebensqualität,
  • Verbesserung der mit dem Übergewicht in Verbindung stehenden Risikofaktoren und Krankheiten.

Hinweis Das Bekämpfen von Übergewicht und Adipositas muss Veränderungen im Ernährungs- und Bewegungsverhalten beinhalten.

Um unnötigen Frust zu vermeiden, sollte von einseitigen Diäten bzw. Abnehmprogrammen Abstand genommen werden. Die sinnvollste diätetische Methode, um Gewicht zu verlieren, ist eine energiereduzierte Mischkost. Die Formel für das Abnehmen ist einfach: Es muss weniger gegessen werden, als der Körper verbraucht. Um diese sogenannte negative Energiebilanz zu erreichen, kann Bewegung unterstützend wirken. Zur Gewährleistung der Energieversorgung des Körpers greift dieser bei Mangel an „frischer“ Energie auf die Fettdepots zurück und baut diese ab. Realistische Ziele erleichtern den Erfolg beim Abnehmen und halten so auch die Motivation aufrecht. 

Als Faustregel gilt: Maximal ein halbes bis ein Kilogramm pro Woche abnehmen. Das bedeutet eine maximale Reduktion des Körpergewichts pro Jahr zwischen 25 und 50 Kilogramm.

Programme zum Abnehmen

Seriöse Programme zum Abnehmen orientieren sich im Wesentlichen an den Empfehlungen für eine ausgewogene Mischkost. Das Essen muss abwechslungsreich sein, schmecken und auch satt machen. Programme mit strengen Tabus und Verboten sind zum Scheitern verurteilt und können teils auch gesundheitsgefährdend sein. Das Programm, das Ihnen beim Abnehmen helfen kann, vermittelt einen neuen Ess- und Lebensstil, den Sie auch langfristig beibehalten können. Persönliche Vorlieben sowie Abneigungen müssen ebenso berücksichtigt werden wie Genuss und Freude am essen.

So nehmen Sie nicht langfristig ab

Trifft einer der folgenden Punkte auf ein Programm zur Gewichtsreduktion zu, sollten Sie Abstand davon nehmen, da es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein unseriöses Angebot handelt:

  • Die tägliche Energiezufuhr liegt unter 1.200 bis 1.500 kcal.
  • Die Ernährung ist einseitig bzw. bestimmte Kombinationen sind nicht erlaubt.
  • Es werden „negative“ Kalorien oder Fatburner erwähnt.
  • Es wird eine Gewichtsreduktion von mehr als einem Kilogramm pro Woche versprochen.
  • Das Programm wirbt mit Erfahrungsberichten, Vorher-Nachher-Bildern, Versprechungen wie „Nie wieder dick“ oder Ähnlichem.
  • Das Programm basiert ausschließlich auf dem Verkauf von Produkten (Kapseln, Trinkmahlzeiten etc.).
  • Nehmen Sie Abstand von Programmen mit Bezeichnungen wie „Hollywood-Diät“, „Blutgruppen-Diät“, „New-York-Diät“, einseitigen Kostformen wie „Reis-Diät“, „Eier-Diät“ oder „Ananas-Diät“ sowie nach diversen Berühmtheiten benannten Diäten.
  • Das Programm erfordert eine vertragliche Verpflichtung, die nur schwer wieder gelöst werden kann.

Der Einsatz von Medikamenten kann ab einem BMI von über 30 bzw. bei Vorliegen zusätzlicher Begleiterkrankungen und einem BMI von über 27 in Erwägung gezogen werden. Chirurgische Methoden wie etwa der Einsatz eines Magenbandes können bei Adipositas Grad III bzw. Adipositas Grad II und gleichzeitigem Vorliegen weiterer Krankheiten eine Möglichkeit darstellen. Beide Optionen kommen jedoch erst nach dem Scheitern der bereits erwähnten grundlegenden Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltensänderungen zum Einsatz und erfordern eine ärztliche Abklärung.

Hinweis Die hier angeführten Empfehlungen zur Prävention bestimmter Krankheiten bzw. für die Ernährung bei bestimmten Krankheiten sind als Basis für individuell abgestimmte Maßnahmen zu verstehen. Sie können eine persönliche Beratung oder Diagnose durch eine Ärztin/einen Arzt oder eine Diaetologin/einen Diaetologen nicht ersetzen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

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