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Ultraschalluntersuchung beim Gynäkologen © Sergey Nivens

Eileiterschwangerschaft: Diagnose

Eine Eileiterschwangerschaft ist nicht immer leicht zu erkennen. Meist wird sie in der sechsten bis neunten Schwangerschaftswoche (SSW) – wenn die charakteristischen Symptome auftreten – von einer Gynäkologin/einem Gynäkologen diagnostiziert. Zu diesem Zeitpunkt hat die Tubargravidität eine Größe erreicht, die im Eileiter zu Wandspannungen führt und sich durch ziehende Unterbauchschmerzen (einseitig) äußert.

Für eine sichere Diagnose müssen meist verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden. Dazu zählen:

  • gynäkologische Untersuchung
  • Laboruntersuchung
  • Ultraschall

Anamnese & gynäkologische Untersuchung

Mithilfe der Anamnese wird die Vorgeschichte der Patientin in Hinblick auf ihre aktuellen Beschwerden erhoben. Die Gynäkologin/der Gynäkologe informiert sich über gynäkologische Vorerkrankungen und mögliche Risikofaktoren (z.B. Infektionen, vorhergehende Fehleinnistungen, Infektionen, Endometriose etc.).

Beim äußeren und inneren Abtasten während der gynäkologischen Untersuchung achtet die Ärztin/der Arzt auf folgende Anzeichen:

  • Einseitige Schmerzempfindlichkeit: Der betroffene Eileiter, in dem sich das Ei eingenistet hat, reagiert sehr schmerzempfindlich.
  • Wirkt die Gebärmutter aufgelockert und erscheint der betroffene Eileiter hingegen als länglicher Widerstand.
  • Schmerzempfindlichkeit des Gebärmutterhalses: Beim Anheben oder Verschieben des Gebärmutterhalses treten Schmerzen auf, die typisch für eine Eileiterschwangerschaft sind.

Eine Sichtuntersuchung gibt Aufschluss über Veränderungen des Muttermundes und Blutungen aus dem Gebärmutterhals.

Laboruntersuchung

Da die Plazenta auch bei der Eileiterschwangerschaft das Schwangerschaftshormon Beta-HCG produziert, fällt der Schwangerschaftstest zunächst positiv aus. Daher lässt sich anhand dieses Tests eine normale Schwangerschaft nicht von der Eileiterschwangerschaft unterscheiden. Ob eine intakte oder fehleingenistete Schwangerschaft vorliegt, zeigt eine längerfristige Beobachtung der HCG-Konzentration im Blutserum. Bei einer intakten Schwangerschaft nimmt die HCG-Konzentration sehr schnell zu. Bei einer Fehleinnistung hingegen steigt der HCG-Spiegel nur langsam, bleibt unverändert oder sinkt wieder.

Hinweis Anhand der HCG-Konzentrations-Verlaufskontrolle kann zwar eine intakte Schwangerschaft erkannt bzw. ausgeschlossen werden, sie gibt jedoch nicht Aufschluss darüber, an welchem Ort die Einnistung erfolgt ist. Hierzu ist eine Tast- und Ultraschalluntersuchung notwendig.

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung dient der genauen Lokalisation einer Schwangerschaft – innerhalb oder außerhalb der Gebärmutter. Mithilfe eines Vaginalultraschalls (Vaginalsonographie) überprüft die Gynäkologin/der Gynäkologe, ob eine Einnistung in der Gebärmutterhöhle vorliegt. Danach werden die Eileiter kontrolliert.

Hinweis In der Frühschwangerschaft ist das Auffinden in einem der Eilleiter sehr schwierig. Mithilfe eines Farbdopplerultraschalls können auch sehr kleine Strukturen aufgespürt werden.

Wohin kann ich mich wenden?

Für die Diagnose ist ein Besuch bei einer Gynäkologin/einem Gynäkologen notwendig. In akuten Fällen (z.B. starke Unterbauchschmerzen) können Sie sich auch an eine Spitalsambulanz für Gynäkologie oder in medizinischen Notfällen an die Rettung unter der Nummer 144 wenden.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Therapien werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB). Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen.

Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte. Informationen zu Kosten bei einem Spitalsaufenthalt finden Sie unter Was kostet der Spitalsaufenthalt?

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