Behandlung von Burnout

Wer in die Burnout-Spirale gelangt ist, hat gute Chancen, ihr wieder zu entkommen, da es für Burnout zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten gibt. Ärztinnen/Ärzte (z.B. aus den Bereichen Arbeitsmedizin oder Psychiatrie) sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Psychotherapie und Psychologie begleiten den Therapieprozess. Besondere Bedeutung kommt nach einem Burnout außerdem der Integration in die Arbeitswelt zu.

So wird Burnout behandelt

Die Therapie des Burnout-Syndroms ist individuell verschieden und setzt vor allem bei folgenden Punkten an:

  • Anpassung des sozialen Umfelds bzw. der Arbeitssituation: Probleme am Arbeitsplatz und im sozialen Umfeld (z.B. familiär) werden etwa im Rahmen einer Psychotherapie thematisiert. Gemeinsam mit der Therapeutin/dem Therapeuten wird nach Auswegen oder Veränderungsmöglichkeiten gesucht.
  • Psychotherapie: Psychotherapeutische Methoden sind ein wichtiger Baustein der Burnout-Behandlung. In der Psychotherapie werden die Probleme der/des Hilfesuchenden nicht einfach von der Therapeutin/dem Therapeuten „gelöst“. Eher geht es darum, die Patientinnen/Patienten in ihrer Entwicklung und bei der Suche nach einer Problemlösung oder Veränderung zu begleiten. So können sich Menschen mit seelischen Leiden selbst verstehen und helfen lernen.
  • Gesundheitspsychologische Beratung: Ziel ist die Vermittlung von Wissen über Verhalten und Gesundheit bis hin zu Gesundheitsförderung. Ebenso können Bewältigungsstrategien und Lösungswege für Probleme individuell erarbeitet werden.
     
  • Klinisch-psychologische Behandlung
     
  • Eventuelle Behandlung von Begleiterkrankungen (auch psychiatrisch): Bestehen Begleiterkrankungen, werden diese je nach Art und Schweregrad von der entsprechenden Fachärztin/dem entsprechenden Facharzt behandelt.
  • Stress- und Zeitmanagement: Stressfrei zu leben ist kaum möglich. Zeitmanagement erleichtert in vielen Fällen den Umgang mit stresshaften Situationen. So kann z.B. ein Kalender, aber auch ein Tagebuch helfen, Prioritäten zu setzen. Ist man erschöpft, stellt sich die Frage, wo sich durch eine Veränderung rasch eine positive Wirkung bzw. Entlastung erzielen lässt. Auch wie man mit Stress umgeht, ist wesentlich dafür, wie er sich auswirkt. In einem Coaching, einer gesundheitspsychologischen Beratung oder einer Psychotherapie kann man beispielsweise Hilfestellungen zum Umgang mit den persönlichen Stressfaktoren erarbeiten. Weitere Informationen finden Sie zum Thema Stress unter Stress & Erholung
  • Entspannung und körperliche Aktivität: Das Erlernen einer Entspannungstechnik, die in weiterer Folge auch in den Alltag eingebaut werden kann, ist ein wertvoller Bestandteil der Burnout-Behandlung. Aber auch körperliche Aktivität wirkt unterstützend, um die Anforderungen des Alltags besser meistern zu können.
  • Coaching: Coaching ist als partnerschaftlich ablaufende Begleitung und Unterstützung zu verstehen, die auf einen gewissen Zeitraum begrenzt ist. Der Spezialfokus liegt hier auf Berufsrolle und Person. In kurzen Trainingssequenzen werden sogenannte „Skills“ (Fertigkeiten) erarbeitet. Ein Coaching wird vor allem bei leichteren Ausprägungen eingesetzt.

Besondere Bedeutung kommt nach einem Burnout außerdem der Integration in die Arbeitswelt zu, bei der es oftmals notwendig ist, andere Arbeitszeitmodelle zu finden (berufliches Wiedereingliederungsmanagement). Allgemeine Informationen zu Gesundheit & Arbeit finden Sie unter Lebenswelt Beruf.

Weitere Informationen zur professionellen Behandlung, Unterstützung und Begleitung im Bereich der Psyche finden Sie unter unter Wenn die Psyche Hilfe braucht.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 24. April 2018

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Dr. Theresia Gabriel-Kosicek

Mein Wegweiser

Ich fühle mich psychisch nicht wohl

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Zur Lebenslage "Ich fühle mich psychisch nicht wohl"
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