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Skitouren © Netzer Johannes

Skitouren

Skitouren haben sich in den letzten Jahren zum Trendsport entwickelt. Der Reiz liegt für viele im ganzheitlichen Erlebnis, aus eigener Kraft im Winter einen Berg zu ersteigen und im Tiefschnee abzufahren. Skitouren, das bedeutet gleichmäßiges Aufsteigen durch stille Landschaften, aber auch rauschende Abfahrten im unverspurten Pulverschnee oder Carven auf gleißendem Firn. Skitouren sind Naturerlebnis pur und Abenteuer zugleich . . .

Das Skibergsteigen im alpinen Gelände erfordert viele Entscheidungen – über Tourenplanung, Einschätzung der Lawinengefahr, Wetterlage bis zur Wahl der Aufstiegsspur und der Abfahrtsroute. Wichtig bei selbstständigen Skitouren sind daher alpine Erfahrung und spezielle Lawinenkenntnisse. Dazu bieten die alpinen Vereine eine Reihe von Kursen an. Bei geführten Touren nehmen speziell ausgebildete und erfahrene Profis (z.B. Berg- und Skiführerinnen/Skiführer) den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die alpinen Entscheidungen ab.

Körperliche Auswirkungen & Anforderungen

Bei Skitouren wird der gesamte Körper beansprucht: die Beinmuskulatur beim Aufstieg und bei der Abfahrt, die Oberkörper- und Armmuskulatur besonders beim Aufstieg und beim Rucksacktragen. Als Ausdauersport stärken Skitouren das Herz-Kreislauf-System und tragen zu einem erhöhten Energieverbrauch bei. Körperliche Voraussetzungen für Skitouren sind vor allem eine sehr gute Ausdauer und Kraftausdauer. So sollen nach dem Aufstieg noch genügend Kraftreserven für eine sichere Abfahrt im Tiefschnee vorhanden sein. Eine gute Skitechnik hilft, bei unterschiedlichen Schneeverhältnissen zurechtzukommen, z.B. bei Firn, Pulverschnee oder schwierigem Bruchharsch. Spezielle Skitourenstöcke sind höhenverstellbar.

Die richtige Ausrüstung

Ski, Bindung, Schuhe: Zur Grundausrüstung gehören leichte Tourenski mit einer Tourenbindung, die beim Aufstieg eine Gehbewegung ermöglicht und bei der Abfahrt fixiert werden kann. Abnehmbare Felle verhindern das Zurückrutschen beim Anstieg. Skitourenschuhe sind im Sprunggelenksbereich flexibel konstruiert und können für die Abfahrt fixiert werden.

Bekleidung: Die Kleidung sollte aus mehreren Schichten bestehen, um sich besser auf wechselnde Temperaturen einstellen zu können. Eine Windjacke bzw. ein Anorak schützen vor dem Auskühlen. Um die Hände warm zu halten, können dünne Handschuhe unter Skihandschuhen bzw. Fäustlingen getragen werden. Besonders gut wärmen Seidenhandschuhe.

Brillen, Helm: Bei jeder Tour sollten auch Sonnen- und Skibrillen mit dabei sein. Helme werden von sicherheitsbewussten Tourengeherinnen/Tourengehern auch bei Geländeabfahrten abseits der Pisten getragen.

Rucksack: Zum Verstauen von Proviant, Reservekleidung und Ausrüstung wird ein Rucksack benötig.

LVS: Ein LVS (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) zählt bei jeder Skitour zur Standardausrüstung. Auch Lawinenschaufel und Sonde sind wichtig für eine rasche Bergung.

Achtung! Bei einem Lawinenunfall ist eine rasche Bergung innerhalb von 15 Minuten entscheidend, denn bei einer längeren Verschüttungsdauer sinken die Überlebenschancen deutlich.

Eine Notfallausrüstung besteht aus einem Erste-Hilfe-Set, einer Rettungsdecke und einem Biwaksack. Mit einem Mobiltelefon kann im Notfall rasch Hilfe verständigt werden (Empfang vorausgesetzt). Alpiner Notruf 140.

 

Wohin kann ich mich wenden?

Die alpinen Vereine bieten geführte Skitouren, Skitouren- und Lawinenkurse an. 

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