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Blutdruckmessung bei Frau © goodluz

Bewegungstherapie

Ein akutes medizinisches Ereignis oder eine chronische Erkrankung erfordern eine gezielte ärztliche Behandlung. Nach der Therapie hat die Rehabilitation das Ziel, die weitere Heilung zu unterstützen, die Patientin/den Patienten für den Alltag fit zu machen und den Einstieg in das normale Leben zu erleichtern. Nachhaltige Erfolge können aber besonders durch regelmäßige Bewegung und durch eine Lebensstilumstellung erzielt werden. Unter Bewegungstherapie wird ärztlich indizierte und verordnete Bewegung verstanden, die von Fachtherapeutinnen und -therapeuten unter ärztlicher Kontrolle geplant und dosiert, und mit den Patientinnen und Patienten alleine oder in der Gruppe durchgeführt wird.

Einsatzbereiche

Bewegungs- bzw. Trainingstherapie wird vor allem bei internistischen und neurologischen Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Zustand nach Herzinfarkt oder Schlaganfall, Herzinsuffizienz etc.) und bei Erkrankungen bzw. Störungen des Bewegungsapparats eingesetzt. Auch in der Psychiatrie ist Bewegung eine begleitende Therapiemaßnahme. Im Therapieprogramm können die Patientinnen und Patienten auch zu selbstständiger Bewegung, wie sie in den Bewegungsempfehlungen beschrieben werden, hingeführt werden.

Hinweis Ein wichtiges Ziel ist, dass die Betroffenen auch nach dem Ende einer Rehabilitation selbstständig mehr Bewegung betreiben. Dies hilft, langfristig die Gesundheit zu erhalten, Rückfällen oder Folgeerkrankungen vorzubeugen und das Wohlbefinden zu verbessern.

Der Weg zum individuellen Bewegungsprogramm

Voraussetzung für ein gezieltes Bewegungsprogramm zur Therapieunterstützung bzw. Rehabilitation ist eine ärztliche Diagnostik. Mithilfe der Krankengeschichte, eines Anamnesegesprächs und eventuell weiterer Untersuchungen klärt die Ärztin/der Arzt, ob die Teilnahme der Patientin/des Patienten an einem Bewegungsprogramm angezeigt (indiziert) bzw. ob eine Teilnahme überhaupt möglich ist. Zu den Untersuchungen im Rahmen einer sporttherapeutischen Basisdiagnostik zählen die Leistungsdiagnostik (z.B. Fahrradergometrie) und Tests der Beweglichkeit, Kraft und Koordination.

Auf Basis der Diagnose legt die Ärztin/der Arzt das Trainingsprogramm genau fest und verordnet bestimmte Trainingsmaßnahmen (z.B. Ergometertraining), die Dauer, die Intensität und die Häufigkeit. Die Bewegungstherapie wird von speziell ausgebildeten Therapeutinnen und Therapeuten (z.B. Physiotherapeutinnen/-therapeuten, Sportwissenschafterinnen/-wissenschafter) geplant und angeleitet sowie gemeinsam mit der Ärztin/dem Arzt kontrolliert. Darüber hinaus können bewegungstherapeutische Maßnahmen bei den Betroffenen gesundheitsorientiertes Verhalten fördern und nachhaltige Gesundheitskompetenz erzielen.

Ein wichtiges Ziel ist, dass die Betroffenen auch nach dem Ende einer Rehabilitation selbstständig mehr Bewegung betreiben. Dies hilft, langfristig die Gesundheit zu erhalten und Rückfällen oder Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Hinweis Bei allen Krankheiten ist vor der Durchführung von gezielten Bewegungsmaßnahmen eine ärztliche Abklärung notwendig, bei der u.a. mögliche Gegenanzeigen geprüft und das individuelle Trainingsprogramm festgelegt werden.

Wohin kann ich mich wenden?

Bewegungstherapie wird bei bestimmten Erkrankungen therapiebegleitend bei einem stationären Aufenthalt oder in der Rehabilitation stationär oder ambulant angeboten. Je nach Krankheitsbild stehen dafür verschiedene Reha-Einrichtungen zur Verfügung.

Physikalische Therapien können auch von niedergelassenen Physiotherapeutinnen/-therapeuten nach ärztlicher Verordnung durchgeführt werden.

Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bieten die Planung und Durchführung einer Bewegungs- oder Trainingstherapie bei bestimmten Erkrankungen an.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Sozialversicherungsträger übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen und bei bestimmten Indikationen die Kosten für die Rehabilitation in einer Rehabilitationseinrichtung.
Physikalische Therapien bei niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten für physikalische Medizin sowie bei Physiotherapeutinnen/-therapeuten werden unter bestimmten Voraussetzungen von den Sozialversicherungsträgern bezahlt.

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