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Pflegeheim © Peter Atkins

Senioren- und Pflegeheime

Die Zielgruppe von Pensionisten- bzw. Seniorenheimen sind über 60-Jährige, die in Gesellschaft leben, aber von beschwerlichen Alltagsarbeiten befreit sein wollen – ohne dass Pflegebedürftigkeit besteht. Tatsächlich liegt das durchschnittliche Einzugsalter bei Seniorenheimen aber bei über 80 Jahren. Sie werden immer häufiger erst bezogen, wenn ein Wohnen zu Hause nicht mehr möglich ist. Eine Trennung in Wohnheime einerseits und Pflegeheime andererseits wird deshalb von den Betreibern immer weniger als sinnvoll erachtet: Die Entwicklung geht weg vom betreuten Wohnen im Heim hin zum Wohnen mit Pflege.

Wohnen mit Betreuung

Verschiedene Formen der stationären Altenbetreuung stehen zur Verfügung:

  • Altenwohnheim oder Seniorenwohnhaus: Menschen, die zur selbständigen Haushalts- und Lebensführung fähig sind, können hier ein Ein- oder Zwei-Zimmer-Appartement mit Bad und Kochmöglichkeit beziehen.
  • Altenheim (in Wien und Niederösterreich auch Pensionistenheim): Dieses bietet für Personen, die sich nicht mehr selbst versorgen können, Verpflegung, Zimmerreinigung, pflegerische Hilfe bei geringer oder kurzzeitiger Pflegebedürftigkeit.
  • Altenpflegeheim (auch Seniorenpflegeheim oder Pflegezentrum genannt): Diese Wohnform ist für Menschen ausgerichtet, die auf dauernde hauswirtschaftliche und pflegerische Leistungen angewiesen sind.

Immer häufiger bieten Heime für ältere Menschen Wohnen, betreutes Wohnen und Pflege unter einem Dach an, so dass die Bewohnerinnen/Bewohner das Haus nicht wechseln müssen, wenn sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Der Aufenthalt in diesen Einrichtungen wird durch einen Heimvertrag (bzw. Betreuungsvertrag) zwischen Bewohnerinnen/Bewohnern und Träger – dies sind Städte und Gemeinden, Wohlfahrtsverbände und private Gesellschaften oder Einzelpersonen – geregelt.

Detaillierte Informationen und Links zur Unterbringung in Wohn- und Pflegeheimen, zur Finanzierung und auch einen Musterheimvertrag finden Sie unter www.help.gv.at.

Leben in Gemeinschaft

Das Alten- und Pflegeheim als „Verwahranstalt“ gibt es heute nicht mehr. Aktivität in angenehmer Gesellschaft ist zu einer Art Leitbild geworden. Neben regelmäßigen Mahlzeiten, Zimmerreinigung und Pflegeleistungen bieten viele Einrichtungen ihren Bewohnerinnen/Bewohnern und Gästen zahlreiche Aktivitäten von Gymnastik über Nordic Walking, Kegeln, Basteln, Saunieren, Gartengestaltung, Musizieren, Tanzen oder Theaterspielen bis hin zum Sprachkurs, der Literaturrunde oder der Seniorenreise an. In Gesellschaft können sich ältere Menschen wohl fühlen und wieder ein „sozialeres“ Leben führen.

An neue Umgebung gewöhnen

Ständig von vormals unbekannten Menschen in einem Haus umgeben zu sein, die alle alt und gebrechlich und zum überwiegenden Teil weiblich sind, ist allerdings nicht jedermanns Sache. Betagte ändern ihre Gewohnheiten nur sehr schwer, Konflikte mit Mitbewohnerinnen/Mitbewohnern oder dem Heimpersonal können rasch entstehen und die Lebensqualität beeinträchtigen.

Auch die finanzielle Belastung durch eine Heimunterbringung, besonders bei Pflegebedarf, ist nicht zu unterschätzen. Zwar ist ein Platz in einem öffentlichen Wohn- und Pflegeheim günstiger als in einem privaten, aber auch hier überschreiten die Kosten das „Einkommen“, das durch eine monatliche Durchschnittspension erzielt wird. Wenn Pflegegeld und Vermögen nicht ausreichen, um den Differenzbetrag auszugleichen, springt der Sozialhilfeträger ein. Zur Wiederhereinbringung ihrer Aufwendungen haben die Bundesländer in ihren Sozialhilfe- bzw. Mindestsicherungsgesetzen verschiedene Kostenersatzansprüche gegenüber Dritten vorgesehen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Kostenersatzpflicht von unterhaltspflichtigen Angehörigen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.help.gv.at.

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