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Kleines Mädchen lächelt © Jessmine

Vom Milchzahn bis zum Weisheitszahn

Bereits bei der Geburt eines Babys sind alle Zähne im Kiefer angelegt. Ungefähr ab dem sechsten Lebensmonat brechen die ersten Milchzähne beim Säugling durch. Den Anfang machen meist die beiden unteren Schneidezähne. Mit etwa zweieinhalb Jahren ist das Milchzahngebiss mit insgesamt 20 Zähnchen vollständig. Bei Erwachsenen besteht das menschliche Gebiss aus insgesamt 32 Zähnen: 16 Zähne im Oberkiefer und 16 Zähne im Unterkiefer. Es gibt jedoch Menschen ohne Weisheitszähne, ihr Gebiss besteht daher nur aus 28 Zähnen. In seltenen Fällen können auch einmal mehr als 32 Zähne (33, 34 …) vorkommen. Manche davon erreichen die Oberfläche und sind im Mund zu sehen, andere bleiben im Knochen „stecken“ . . .

Zahntypen

Anhand ihrer Funktion und Position im Gebiss werden vier verschiedene Zahntypen unterschieden:

  • Schneidezähne (Incisivi): liegen im vorderen Bereich des Kiefers und sind für das Zerteilen der Nahrung zuständig. In jeder Kieferhälfte gibt es zwei Schneidezähne;
  • Eckzähne (Canini): schließen seitlich an die Schneidezähne an;
  • Backenzähne (Mahlzähne): liegen hinter den Eckzähnen. Bei den Backenzähnen wird in der Medizin zwischen zweihöckrigen Vorbackenzähnen (Prämolaren) und Backenzähnen mit jeweils vier Höckern (Molaren) unterschieden. Sie dienen dem Zermahlen der Nahrung.
  • Weisheitszähne: sofern vorhanden, sind die hintersten Backenzähne an jeder Seite des Kiefers.

Aufbau des Zahnes

Ob Schneide-, Eck- oder Backenzahn, der Aufbau eines Zahnes ist immer gleich. Jeder Zahn besteht aus der Zahnkrone (Corona dentis), dem Zahnhals (Collum dentis) und der Zahnwurzel (Radix dentis).

Die Zahnwurzel liegt im Kieferknochen versteckt und endet mit der Wurzelspitze. Die Anzahl der Wurzeln ist von Zahn zu Zahn unterschiedlich. Backenzähne haben beispielsweise mehr Wurzeln (bis zu drei) während Schneide- oder Eckzähne nur eine Wurzel besitzen.

Die Zahnkrone ist der sichtbare Teil des Zahnes. Sie wird vom härtesten Material des menschlichen Körpers, dem Zahnschmelz, geschützt. Den Übergang zwischen der Zahnkrone und der Zahnwurzel bezeichnet man als Zahnhals. Er ist vom Zahnfleisch bedeckt. Unterhalb des Zahnschmelzes befindet sich das Zahnbein (Dentin). Das Zahnbein ist weicher als der Zahnschmelz. Es setzt sich bis in die Zahnwurzel fort und umschließt das Zahnmark (Pulpa). Das Zahnmark enthält den Zahnnerv, aber auch alle Blutgefäße. Damit können äußere Einflüsse wie warm und kalt wahrgenommen werden.

Als Zahnhalteapparat (Parodontium) bezeichnet man das Verankerungssystem der Zähne. Er besteht aus verschiedenen Stützgeweben, die die Funktion haben, den Zahn im Knochen zu verankern. Zu diesem System gehören das Zahnfach (Alveole), die Wurzelhaut (Desmodont oder Periodontium), das Zahnzement (Cementum) und das Zahnfleisch (Gingiva).

Die Anatomie eines Zahnes:

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