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Skifahrer stürzt auf der Piste © stefcervos

Häufigkeit und Ursachen von Sportverletzungen

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit verletzten sich im Jahr 2014 insgesamt knapp 200.000 Menschen in Österreich beim Sport so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten – dies entspricht knapp einem Drittel aller spitalsbehandelten Freizeitunfälle . . .

Unfallrisiko bei sportlichen Aktivitäten

Knapp 90.000 Sportverletzungen betrafen die Beine, über 80.000 die Arme und knapp 13.000 Verletzungen den Kopf. Die übrigen Verletzungen betrafen andere Körperteile. Bei Menschen bis zum 30. Lebensjahr ist Sport die Freizeitunfallursache Nummer eins, mit zunehmendem Alter werden Sportverletzungen relativ gesehen seltener

Die Hälfte aller Sportunfälle ist bedingt durch die drei Sportarten:

  • Skifahren,
  • Fußball und
  • Radfahren.

Bei vielen Sportarten verletzen sich Männer häufiger als Frauen. Speziell beim Fußball ist der Unfallanteil von Männern deutlich höher als bei Frauen, was wohl vor allem auf die Zahl der Ausübenden zurückzuführen ist. Ähnlich verhält es sich beim Mountainbiken. Hingegen sind beim Reiten meistens aller spitalsbehandelten Verletzten Frauen.

Ursachen für Sportverletzungen

Der menschliche Körper kann beim oder durch Sport auf verschiedene Weise in Mitleidenschaft gezogen werden. Unterschieden werden Sportverletzungen und Überlastungsschäden. Eine Verletzung ist auf ein akutes Ereignis zurückzuführen – auf einen Unfall, auf ein (sogenanntes Makro-)Trauma. Dagegen entsteht ein Schaden infolge chronischer Überbeanspruchung bzw. Überlastung über einen längeren Zeitraum – also durch wiederholte Mikrotraumen. Die Begriffe „Verletzung“ und „Schaden“ bzw. „Schädigung“ werden aber oft synonym verwendet, die Übergänge sind außerdem teilweise fließend. Als Oberbegriff findet sich häufig die Bezeichnung „Läsion“.

Wesentliche Ursachen für viele Verletzungen sind bei der Sportlerin/dem Sportler selbst zu suchen: z.B. mangelnde Voraussetzungen, falsche Trainingsgestaltung, unzureichende Ausbildung der sportlichen Fähigkeiten, ungeeignete Ausrüstung, falscher Ehrgeiz, Unachtsamkeit und Ermüdung etc. Weitere Ursachen sind erhebliche Gewichtsabnahme zwecks Einhaltung der Gewichtsklasse (z.B. im Kampfsport), massiver Leistungsdruck, hohe Wettkampfbelastung und mangelhafte Erholung (Regeneration).

Viele Sportlerinnen und Sportler missachten die Warnsignale des Körpers und verkennen, dass zu einem gezielten Training die gezielte Entlastung gehört, weil auch Pausen „Training“ bedeuten. Auch die Einnahme von Medikamenten bis hin zum Doping kann die Belastbarkeit, die Koordination und die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen und die Gesundheit schädigen.

Hinweis Durch entsprechende vorbeugende Maßnahmen lassen sich viele Sportverletzungen verhindern.

 
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