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Junge Frau raucht auf der Strasse © Fotolia/Sergey Petermann

Nikotinsucht vermeiden, Nichtraucher bleiben 

Viele Untersuchungen zeigen: Wer sich angewöhnt hat, regelmäßig zu rauchen, tut sich oft sehr schwer, wieder davon loszukommen. Häufig findet die erste Raucherfahrung schon im Kinder- und Jugendalter statt. Rund ein Viertel der Raucherinnen und Raucher hat vor dem 15. Lebensjahr mit dem Zigarettenkonsum begonnen, und mehr als die Hälfte raucht bis zum Alter von 17 Jahren bereits aus Gewohnheit. Der Weg in die Nikotinsucht ist somit vorprogrammiert und oft sehr kurz. Denn Tabak ist jene legale Droge, die am schnellsten süchtig macht.

Rauchen beeinträchtigt in kurzer Zeit die Gesundheit und kann nachgewiesenermaßen zu schweren Erkrankungen führen. Trotz dieser bekannten Risiken ist Rauchen nach wie vor in weiten Kreisen gesellschaftlich akzeptiert und stark verbreitet. Zur Rauchprävention ist frühes Gegensteuern besonders bei Jugendlichen entscheidend. Wichtig ist, Risikofaktoren für eine Nikotinsucht zu erkennen und zu vermeiden. Dabei spielen erwachsene und gleichaltrige Nichtraucherinnen und Nichtraucher als Vorbilder eine bedeutende Rolle.

Wie kann man selbst vermeiden, mit dem Rauchen anzufangen und nikotinabhängig zu werden? Wenn man sich bewusst macht, in welchen Situationen man zur Zigarette greifen möchte, lassen sich leichter Lösungen finden, auch ohne Nikotin auszukommen.

Wer eigentlich Nichtraucherin oder Nichtraucher bleiben möchte, aber doch manchmal Lust auf eine Zigarette verspürt, sollte sich über die Gründe klar werden. Was bringt mir das Rauchen? Was erwarte ich mir davon? Wenn man die Situationen kennt, in denen man zum „Glimmstängel“ greifen möchte, ist es möglich, ihnen auszuweichen. So kann man das Verlangen überwinden, anstatt zu rauchen.

Folgende Tipps können dabei helfen, nicht zur Zigarette zu greifen:

  • Stress bewältigen: Menschen, die gelernt haben, Probleme zu lösen und Belastungen zu bewältigen, haben ein geringeres Risiko, zur Raucherin/zum Raucher zu werden. Dazu gehört auch die Fähigkeit, sich nicht zu viel vorzunehmen und auch Nein sagen zu können.
  • Probleme anpacken: Probleme können dann gelöst werden, wenn man ihnen auf den Grund geht und die Dinge beim Namen nennt. Dabei helfen Gespräche mit vertrauten Personen. Unter Umständen ist auch professionelle Hilfe (z.B. durch eine Psychotherapie) sinnvoll, um eine schwierige Lebenssituation besser meistern zu können. Manchmal hilft es, einfach etwas Abstand zu gewinnen, um den Kopf frei zu haben. 
  • Positives erleben, Ziele setzen: Egal ob Laufen, Musik machen oder eine neue Sprache lernen – sportliche, kulturelle oder geistige Aktivitäten können das Selbstwertgefühl stärken, wirken positiv auf die Stimmung und lenken vom Rauchen ab.
  • Richtig entspannen: Es ist wichtig zu wissen, wie man sich entspannt, ohne zu einer Droge wie Nikotin zu greifen. In Pausen kann man Rauchrituale durch andere Gewohnheiten ersetzen, z.B. Tee trinken, Obst essen oder Entspannungsübungen machen. Zum sich richtig Entspannen gehört auch, sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen und z.B. ein Buch zu lesen, Musik zu hören oder Bummeln zu gehen. 
  • Sich informieren: Wenn man die Gefahren des Rauchens kennt, kann man sich leichter dagegen entscheiden.
  • Vorbild sein: Nichtraucherin/Nichtraucher zu sein und bewusst aufs Rauchen zu verzichten bedeutet, Verantwortung für andere zu übernehmen, z.B. für seine Kinder, für Kolleginnen/Kollegen oder für Freunde.

Hinweis Eltern können einen wirksamen Beitrag zur Rauchprävention leisten, indem sie ihre Kinder aufklären und unterstützen, nicht mit dem Rauchen zu beginnen, und vor allem selbst als Vorbild nicht rauchen. Dies stellt das deutsche IQWIG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) auf www.gesundheitsinformation.de fest.

Weitere Informationen:

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