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Laborhand mit Teströhrchen © StudioLaMagica

Histaminintoleranz: Diagnose & Therapie

Die Histaminverträglichkeit kann individuell sehr unterschiedlich sein. Manches wird gut, anderes wiederum bereits in kleinen Mengen schlecht vertragen. Einen eindeutigen Nachweis einer Histaminintoleranz gibt es nicht, Hinweise für eine Intoleranz liefern allerdings eine Blutuntersuchung auf ein bestimmtes Enzym, auf Vitamin B6 und den Histaminspiegel. Ebenso können Quaddel auf der Haut einen Hinweis liefern . . .

Diagnose

Kein Test kann eine Histaminintoleranz eindeutig nachweisen. Ein ausführliches Anamnesegespräch mit einer Ärztin/einem Arzt sowie die Blutuntersuchung auf DAO-Enzym-, Vitamin-B6- bzw. des Histaminspiegels helfen bei der Diagnosestellung einer Histaminintoleranz.

Ernährungs- und Symptomprotokoll

Weiters kann auch eine auf die Haut gesetzte Histaminquaddel, die auch noch nach 50 Minuten über 3 mm groß ist, ein Hinweis auf eine Histaminintoleranz sein, wobei in der Haut ein anderes Enzym als DAO (Diaminooxidase) eine Rolle spielt. Begleitend dazu ist ein Ernährungs- und Symptomprotokoll hilfreich, da dadurch bestimmte Zusammenhänge zwischen Beschwerden und verzehrten Nahrungsmitteln hergestellt werden können.

Therapie

Liegt eine Histaminintoleranz vor, muss einerseits die Aufnahme des biogenen Amins Histamin über die Ernährung reduziert werden. Ebenso sollen Lebensmittel, die den Abbau hemmen bzw. die Ausschüttung des Histamins im Körper fördern (Histaminliberatoren), gemäßigt aufgenommen werden.

Individuelle Verträglichkeit unterschiedlich

Die individuelle Histaminverträglichkeit ist sehr unterschiedlich. Manches wird gut, anderes wiederum bereits in kleinen Mengen schlecht vertragen. Neben besonders histaminreichen Lebensmitteln wie z.B. lange gereifter Käse oder diversen alkoholischen Getränken kann auch der Konsum von Ananas, Himbeeren, Bananen, Kakao, Kiwi, Tees wie Mate-, Grün- und Schwarztee sowie Energy Drinks Beschwerden auslösen. Gleichzeitig liegt häufig eine Glutaminunverträglichkeit vor (China-Restaurant-Syndrom).

Enzym-Präparate, die Diaminooxidase enthalten, können die Verträglichkeit histaminhaltiger Lebensmittel verbessern.

Auch bei histaminarmer Ernährungsweise sollte die Ernährungspyramide als Grundlage dienen. Informationen hierzu finden Sie unter Die Österreichische Ernährungspyramide.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Ernährungsberatung und -therapie.

Achtung! Manche Medikamente blockieren das für den Abbau zuständige Enzym. Darunter fallen u.a. die Wirkstoffe Acteylcystein, Ambroxol, Aminophyllin, Amitriptylin, Chloroquin, Calvulansäure, Isoniazid, Metamizol, Metoclopramid, Propafenon und Verapamil.



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