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Blutprobe Kortisol-Test © jarun011

Cushing-Syndrom: Diagnose & Therapie

Von Morbus Cushing spricht man bei einer Überproduktion von Adrenocorticotropin (ACTH), einem Hormon der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), welches die Kortisolproduktion in der Niere steuert. Bei der Diagnose des Cushing-Syndroms wird in einem ersten Schritt abgeklärt, ob ein exogenes oder endogenes Cushing-Syndrom vorliegt. Daran orientiert sich auch die Behandlungsstrategie . . .

Diagnose

In einem ersten Schritt wird abgeklärt, ob die Symptomatik auf eine kortikosteroidhaltige Dauertherapie und somit auf ein exogenes Cushing-Syndrom zurückgeführt werden kann. In weiterer Folge wird der Kortisol-Spiegel in Harn, Blut und/oder Speichel gemessen. Mittels weiterführender Untersuchungen wie v.a. Labortests, Röntgen, Ultraschall, Computertomographie oder Magnetresonanztomographie wird geprüft, welche Form bzw. Ursache eines endogenen Cushing-Syndroms vorliegt.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Kortisol-Überschusses im Blutplasma:

  • Exogenes Cushing-Syndrom: Die Kortisonpräparate werden langsam – d.h. mit allmählich sinkender Dosis – reduziert oder abgesetzt. Dadurch sollen etwaige Nebenwirkungen eines abrupten Kortisonentzuges vermieden werden.
  • Endogenes Cushing-Syndrom: Verursachende Tumore werden möglichst vollständig operativ entfernt. Ist dies nicht oder nicht komplett möglich, kann eventuell eine Strahlen- und/oder Chemotherapie zum Einsatz kommen. Eine weitere Möglichkeit sind Medikamente, welche die Kortisol-Produktion in der Nebennierenrinde hemmen (Adrenostatika).

Nach einer operativen Entfernung des Tumors aus Hypophyse oder Nebenniere sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig, um rechtzeitig einen möglichen Krankheitsrückfall zu erkennen und außerdem – soferne eine medikamentöse Ersatztherapie erforderlich ist – die optimale Kortison-Dosis festzustellen.

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Beschwerden, die auf ein Cushing-Syndrom hindeuten, können Sie sich an folgende Stellen wenden:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin,
  • Fachärztin/Facharzt für Interne Medizin.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle medizinisch notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB).

Nur bei Inanspruchnahme einer Wahlärztin/eines Wahlarztes (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder eines Privatambulatoriums werden die Kosten nicht direkt verrechnet. In diesem Fall bezahlen Sie den anfallenden Betrag direkt an die Ärztin/den Arzt und reichen die Rechnung bei Ihrem zuständigen Krankenversicherungsträger ein. Es werden Ihnen maximal 80 Prozent des Tarifs, den eine Vertragsärztin/ein Vertragsarzt bzw. ein Vertragsambulatorium mit dem Krankenversicherungsträger verrechnet, rückvergütet

Wenn ein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist

Zur Diagnose und Therapie eines Cushing-Syndroms kann ein Krankenhausaufenthalt erforderlich sein. Dabei wird über die Krankenhauskosten abgerechnet. Von der Patientin/dem Patienten ist pro Tag ein Kostenbeitrag zu bezahlen. Die weitere medikamentöse Behandlung zu Hause erfolgt per Rezept durch die Allgemeinmedizinerin/den Allgemeinmediziner bzw. durch die Fachärztin/den Facharzt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Was kostet der Spitalsaufenthalt?

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