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Menstruationsstörungen (Zyklusstörungen)

Den Zeitraum vom ersten Tag der Regelblutung bis zum letzten Tag vor der nächsten Regelblutung bezeichnet man als Zyklus. Die Menstruation setzt bei den meisten Mädchen zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr ein. Eine Regelblutung dauert etwa fünf bis sieben Tage und ist meistens am zweiten Tag am stärksten. Der Menstruationszyklus wiederholt sich normalerweise bei einer erwachsenen Frau alle 25 bis 35 Tage. Die genaue Zykluslänge unterscheidet sich von Frau zu Frau. Auch die Zyklusdauer ist bei ein und derselben Frau nicht immer konstant . . .

Was versteht man unter Menstruationsstörungen?

Die normale Menstruation wird als Eumenorrhoe bezeichnet. Menstruationsstörungen (auch Zyklusstörungen oder Blutungsanomalien) gelten als Abweichungen von der normalen, regelmäßigen Regelblutung. Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein:

Regeltempostörungen

  • Amenorrhoe: Ausbleiben der Regelblutung
  • Oligomenorrhoe: zu seltene Regelblutung
  • Polymenorrhoe: zu häufige Regelblutung

Regeltypusstörungen

  • Hypomenorrhoe: zu schwache Regelblutung
  • Hypermenorrhoe: zu starke Regelblutung
  • Menorrhagie: zu starke und zu lange Regelblutung
  • Metrorhargie: Blutungen außerhalb der Regelblutung


Übersicht gängiger Blutungsstörungen

ZyklusstörungenCharakteristikaNormabweichung
AmenorrhoeAusbleiben der Regelblutung
OligomenorrhoeVerlängerung des Regelintervalls
> 35 Tage Abstände
PolymenorrhoeVerkürzung des Regelintervalls< 25 Tage Abstände
Hypomenorrhoeabgeschwächte Regelblutung< 10 ml Blutverlust
Hypermenorrhoeverstärkte Regelblutung> 80 ml Blutverlust
Menorrhagieanhaltende Regelblutung> 6 Tage
Metrorhargie zusätzliche Regelblutung

Mögliche Ursachen für Menstruationsstörungen

Die Ursachen für Menstruationsstörungen sind vielfältig. Es können organische oder hormonelle Faktoren dahinter stehen, wie z.B.:

Hinweis Auch Über- oder Untergewicht kann sich auf die Menstruation auswirken.


Manchmal sind die Ursachen für Menstruationsstörungen im Bereich der Psyche zu finden. Im Zyklusgeschehen spiegelt sich oft das seelische  Befinden wider. Stress, Konflikte in der  Partnerschaft oder im Sexualleben, aber auch ein unerfüllter Kinderwunsch können sich auf den Zyklus auswirken.

Aufgrund der vielfältigen Ursachen von Zyklusstörungen gibt es kein festgelegtes therapeutisches Vorgehen. Die Therapie muss daher immer individuell und angepasst an die Lebensphase und die Dringlichkeit der jeweiligen Situation erfolgen. Zudem spielt ein bestehender Kinderwunsch eine wichtige Rolle.

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