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Ältere Männer © diego cervo

Prostatavergrößerung: Ursachen & Symptome

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist eine normalerweise etwa kastaniengroße Geschlechtsdrüse des Mannes. Sie liegt im Becken unterhalb der Harnblase und umschließt den Anfangsteil der Harnröhre. Die Prostata produziert einen Teil der Samenflüssigkeit, die beim Erguss in die Harnröhre entleert wird und für die Beweglichkeit der Spermien sorgt. Die Funktion und das Wachstum der Vorsteherdrüse werden vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron gesteuert . . .

Ursachen

Die Gründe für eine gutartige Prostatavergrößerung sind weitgehend ungeklärt. Faktoren wie Alter und männliche Geschlechtshormone (Androgene, vor allem Testosteron)dürften unter anderem eine Rolle spielen.


Hinweis Eine gutartige Prostatavergrößerung ist per se kein Risikofaktor für die Entstehung von Prostatakrebs.

Vorbeugung

Das Risiko für eine gutartige Prostatavergrößerung kann unter anderm durch folgende Maßnahmen gesenkt werden:

Für die erfolgreiche Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der Prostata ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr bei einer Fachärztin/einem Facharzt für Urologie und Andrologie anzuraten.

Symptome

Durch die Vergrößerung der Prostata kommt es vor allem zu zunehmenden Problemen beim Urinieren. Typische Symptome sind unter anderem:

  • verzögerter Beginn beim Wasserlassen,
  • schwacher und unterbrochener Harnstrahl,
  • ständiges Harnträufeln und damit verbundene Geruchsentwicklung;
  • Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung,
  • Harndrang mit häufigem Wasserlassen tagsüber und vor allem nachts,
  • Harnverhalt.

Die Beschwerden können die Lebensqualität stark beeinträchtigen und zu einer Veränderung der Lebensgewohnheiten führen. Viele Patienten vermeiden z.B. vor dem Schlafengehen zu trinken, richten ihren Tagesablauf nach der Verfügbarkeit von Toiletten aus, meiden öffentliche Veranstaltungen und ziehen sich sozial zurück.

Mögliche Folgeerscheinungen:

  • Nierenschäden bis hin zum Nierenversagen bei ausgeprägtem Harnverhalt;
  • Plötzliche komplette Harnverhaltung mit starken Schmerzen: Bei diesem medizinischen Notfall muss die Blase unverzüglich von einer Ärztin/einem Arzt mittels einen Katheter entleert werden;
  • Keimbesiedelung der Harnblase, begünstigt durch Restharnbildung: Die Keime können sowohl in die Niere als auch ins Blut gelangen und schwere Infekte bis hin zu einer Sepsis auslösen.
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