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Synapse ©adimas

Neurotransmitter: Botenstoffe im Gehirn

Milliarden von Nervenzellen (Neuronen) stehen in unserem Gehirn untereinander in Verbindung – sie kommunizieren miteinander. Sie tun dies über elektrische Impulse, die mithilfe von Neurotransmittern „übersetzt“ werden.

Signalübertragung am synaptischen Spalt

Der Ort, an dem Nervenzellen miteinander in Kommunikation treten, ist der synaptische Spalt. Dieser befindet sich zwischen zwei Enden von Nervenzellen, den sogenannten Synapsen. Eine Synapse ist folgendermaßen aufgebaut:

  • Am Ende der Nervenzelle, die ein Signal an eine andere übermittelt, befindet sich die präsynaptische Membran.
  • Die Nervenzelle, die ein Signal empfängt, weist eine sogenannte postsynaptische Membran auf.
  • Zwischen diesen Membranen liegt der synaptische Spalt.



Signalübertragung in Nervenzellen © Axel Kock

Ein elektrischer Nervenimpuls kann diesen Spalt nicht einfach überspringen, sondern braucht einen „Boten“ für seine Nachricht. Diese Aufgabe erfüllen die Neurotransmitter. In den präsynaptischen Nervenendigungen sind diese biochemischen Überträgerstoffe in kleinen Bläschen (Vesikeln) gespeichert. Ein elektrisches Signal setzt sie frei. Dadurch gelangen sie über den synaptischen Spalt in die anschließende Nervenzelle. Dort wird das chemische wieder in ein elektrisches Signal übersetzt. Dies alles geschieht in wenigen Millisekunden. Danach wird der Neurotransmitter wieder abgebaut oder zur ursprünglichen Nervenzelle zurücktransportiert und dort aufgenommen (Wiederaufnahme, Reuptake). Typische Neurotransmitter sind z.B. Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Es gibt allerdings auch Neurotransmitter, die die Signalübertragung hemmen, beispielsweise GABA.

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