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Patientin zeigt Arzt Schmerzpunkt © Monkey Business

Nierenbeckenentzündung: Symptome

Die Beschwerden einer Nierenbeckenentzündung treten meist sehr plötzlich auf, und die Betroffenen verspüren insgesamt ein deutliches Krankheitsgefühl. Typisch sind Fieber und Schmerzen im Bereich seitlich der Rippen und Hüfte. Vermuten Sie eine Nierenbeckenentzündung, sollten Sie unverzüglich eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen, da sich der Verlauf rasch verschlechtern und es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen kann . . .

Symptome einer akuten Entzündung

  • Flankenschmerz,
  • Fieber über 38 Grad Celsius,
  • Schüttelfrost,
  • erschwertes Urinieren (Dysurie),
  • Erbrechen und Übelkeit.

Häufig kommen die Beschwerden einer gleichzeitig bestehenden Blasenentzündung hinzu:

  • Schmerzen beim Harnlassen,
  • häufiger Harndrang,
  • das Gefühl, den Harn nicht mehr halten zu können,
  • Schmerzen im Unterbauch.

Mögliche Komplikation

Bei wiederholten Schüttelfrostanfällen ist Vorsicht geboten! Gehen die Krankheitserreger und ihre Gifte (Toxine) in die Blutbahn über, kann es zu einer schwerwiegenden Komplikation kommen, der Urosepsis. Dies ist eine Form der Blutvergiftung (Sepsis), bei der es zur Abszessbildung (Eiteransammlung) an der Niere, zunehmendem Nierenversagen und schließlich infektbedingtem Schockzustand kommen kann. Bei älteren Menschen, Diabetikerinnen/Diabetikern und Personen mit Harnabflussbehinderung besteht ein erhöhtes Risiko für diese Komplikation. 

Hinweis Die Urosepsis ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der einen sofortigen Krankenhausaufenthalt erforderlich macht!

Weitere mögliche Schäden durch eine Nierenbeckenentzündung sind die Entwicklung einer Schrumpfniere durch Vernarbung des Nierengewebes mit eventuellem Leistungsverlust (Niereninsuffizienz). Es kann zu chronischem Nierenversagen (Urämie) kommen, bei der harnpflichtige Substanzen nicht mehr entsprechend ausgeschieden werden können. Auch Bluthochdruck (Hypertonie) oder Nierensteine können mögliche Folgen einer Nierenbeckenentzündung sein.

Symptome einer chronischen Pyelonephritis

Eine unzureichend behandelte Nierenbeckenentzündung kann einen chronischen Verlauf annehmen. Dabei sind die Symptome schwächer und verlaufen zumeist schleichend. Die Infektion flackert mehrmals rückkehrend mit Beschwerden auf. Insbesondere bei Kindern tritt immer wiederkehrendes Fieber unklarer Herkunft auf, teils mehrmals pro Jahr.

Die Leistung der Niere(n) nimmt nach und nach ab. Es kann zu einer Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) bis hin zum Nierenversagen mit erforderlicher Nierenersatztherapie (Dialyse) kommen. Die eher untypische Symptomatik wie Kopfschmerz und leichtes Fieber erschwert die Diagnose. Mitunter wird eine chronische Nierenbeckenentzündung nicht oder nur sehr spät erkannt bzw. kann es zu Fehldiagnosen wie z.B. „Grippe“ kommen.

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