Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Frau auf der Toilette © Igor Mojzes

Blasenentzündung: Symptome

Die Betroffenen verspüren Schmerzen und Brennen beim Urinieren. Der Harndrang ist überdurchschnittlich häufig und oft auch sehr intensiv. Man hat mitunter das Gefühl, den Harn nicht mehr halten zu können, trotz geringer Mengen in der Blase. Der Schmerz eines Harnwegsinfektes (HWI) kann in den gesamten Unterleib sowie in den Rücken ausstrahlen. Insgesamt fühlt man sich müde, abgeschlagen und krank. Der Harn kann trübe sein und einen eigenartigen Geruch aufweisen . . .

Typische Beschwerden unkomplizierte Blasenentzündung

Erste, frühe Anzeichen auf einen Harnwegsinfekt sind nicht immer eindeutig. Nach und nach werden die Beschwerden deutlicher. Einen unkomplizierten Harnwegsinfekt erkennt man vorrangig an folgenden vier typischen Symptomen:

  • Schmerzen beim Harnlassen (Dysurie),
  • häufiger Harndrang (Pollakisurie),
  • das Gefühl, den Harn nicht mehr halten zu können (imperativer Harndrang),
  • Schmerzen im Unterbauch.

Hinweise auf eine komplizierte Blasenentzündung

Kommen zu den genannten Beschwerden weitere hinzu, kann sich der Infekt bereits bis zu den Nieren ausgebreitet haben – die Folge ist unter Umständen eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis).

Vorsicht ist geboten bei Symptomen wie:

  • Fieber über 38 Grad Celsius,
  • Schüttelfrost und/oder
  • Flankenschmerz (Schmerz zwischen unteren, seitlichen Rippen und Hüfte).

Hinweis Achtung bei Fieber oder Schmerzen im Rippen-Hüft-Bereich, es kann sich um eine Entzündung der Nieren handeln.

Risikofaktoren

Beim Geschlechtsverkehr kann es leicht dazu kommen, dass Bakterien in den Harntrakt gelangen und zu Infektionen führen. Auch bestimmte Verhütungsmethoden, vor allem jene, die die Vaginalflora beeinflussen, tragen zu einem leichteren Entstehen eines Infekts bei (z.B. intravaginale Spermizide Ovula). Weitere Faktoren sind z.B. veränderte Hormonspiegel in der Post-Menopause. Auch in der Schwangerschaft ist die Entstehung von Harnwegsinfekten begünstigt. Bei Männern kommt es eher in Verbindung mit altersbedingten Veränderungen an der Prostata zu Harnwegsinfekten.

Begünstigende Faktoren für Harnwegsinfekte:

  • weibliches Geschlecht,
  • häufiger Geschlechtsverkehr,
  • gestörte Vaginalflora durch die Verwendung von Diaphragma bzw. spermienabtötender Verhütungsmittel (Spermizid), Intimsprays oder Scheidenspülungen,
  • kürzlich erfolgte Antibiotikatherapie,
  • bereits durchgemachte Harnwegsinfekte,
  • früher, erster durchgemachter Harnwegsinfekt (bereits in der Jugend),
  • Fälle von Harnwegsinfekten in der Familie (positive Familie-Anamnese),
  • gesunkener Östrogenspiegel (z.B. in der Post-Menopause),
  • Störungen bei der Urinausscheidung (z.B. durch Verengungen der Harnwege),
  • Tragen eines Blasenkatheters über mehr als drei Tage. Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, dass eine Therapie nur bei symptomatischen Infekten eingeleitet wird.

Schwangerschaft, Menopause und Diabetes

In besonderen Lebenslagen wie z.B. der Schwangerschaft gilt es bei Harnwegsinfekten Zusätzliches zu beachten. Zudem kann es z.B. in der Menopause und bei Bestehen von Krankheiten wie Diabetes hilfreich sein, bestimmte Zusammenhänge zu kennen.

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft tritt die ansonsten ungefährliche asymptomatische Bakteriurie häufig auf und kann sich bis zu einer Nierenbeckenentzündung ausbreiten. In der Schwangerschaft wird daher ein derartiger Infekt immer behandelt.

Frauen in der Menopause

Frauen in der Post-Menopause haben ein erhöhtes Risiko, einen Harnwegsinfekt zu entwickeln. Der verminderte Östrogenspiegel kann zu Veränderungen der vaginalen Schleimhaut führen. Veränderungen des pH-Werts und Verschiebungen der mikrobiellen Besiedelung der Vagina (weniger Laktobazillen, vermehrt Enterobakterien) schaffen gute Bedingungen für das Entstehen eines Harnwegsinfektes.

Diabetes

Bei Personen mit Diabetes mellitus und schlecht eingestellter Stoffwechsellage können bei einem Harnwegsinfekt Komplikationen entstehen. Es kann zu einer Verstärkung der Insulinresistenz kommen. Die bereits schlechte Stoffwechsellage kann sich weiter verschlechtern. Bei Diabetikerinnen/Diabetikern mit guter Stoffwechseleinstellung verläuft ein Harnwegsinfekt in der Regel unkompliziert.

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse