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Frau auf der Toilette © luckybusiness

Blasenentzündung: Symptome

Die Betroffenen verspüren Schmerzen und Brennen beim Urinieren. Der Harndrang ist überdurchschnittlich häufig und oft auch sehr intensiv. Er ist häufig mit dem Gefühl verbunden, den Harn nicht mehr halten zu können, selbst bei nur geringen Mengen in der Blase. Der Harn kann trübe sein und einen eigenartigen Geruch aufweisen. Der Schmerz eines Harnwegsinfektes kann in den gesamten Unterleib sowie in den Rücken ausstrahlen. Dazu kommt meistens ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit und Erschöpfung . . .

Typische Beschwerden bei unkomplizierter Blasenentzündung

Erste, frühe Anzeichen auf einen Harnwegsinfekt (HWI) sind nicht immer eindeutig. Nach und nach werden die Beschwerden stärker. Ein unkomplizierter HWI ist v.a. an folgenden Symptomen zu erkennen:

  • Schmerzen beim Harnlassen (Dysurie),
  • häufiger Harndrang (Pollakisurie),
  • das Gefühl, den Harn nicht mehr halten zu können (imperativer Harndrang),
  • Schmerzen im Unterbauch.

Hinweise auf eine komplizierte Blasenentzündung

Kommen zu den genannten Beschwerden weitere hinzu, kann sich der Infekt bereits bis zu den Nieren ausgebreitet haben – die Folge ist unter Umständen eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis).

Vorsicht ist geboten bei Symptomen wie:

  • Fieber über 38 Grad Celsius,
  • Schüttelfrost und/oder
  • Flankenschmerz (Schmerz zwischen unteren, seitlichen Rippen und Hüfte).

Risikofaktoren

Beim Geschlechtsverkehr können eventuell Bakterien in den Harntrakt gelangen und zu Infektionen führen. Bei Frauen tragen auch bestimmte Verhütungsmethoden, v.a. solche, welche die Vaginalflora beeinflussen, zu einem leichteren Entstehen eines Infekts bei (z.B. spermizide Scheiden-Tabletten oder -Zäpfchen). Weitere Faktoren sind z.B. veränderte Hormonspiegel in der Post-Menopause. Auch in der Schwangerschaft ist die Entstehung von Harnwegsinfekten begünstigt. Bei Männern kommt es eher in Verbindung mit altersbedingten Veränderungen an der Prostata zu Harnwegsinfekten.

Begünstigende Faktoren für Harnwegsinfekte:

  • weibliches Geschlecht;
  • häufiger Geschlechtsverkehr;
  • gestörte Vaginalflora durch die Verwendung von Diaphragma bzw. spermienabtötenden Verhütungsmitteln (Spermizid), Intimsprays oder Scheidenspülungen;
  • kürzlich erfolgte Antibiotikatherapie;
  • bereits durchgemachte Harnwegsinfekte, insbesondere, wenn diese bereits seit der Jugend auftraten;
  • Fälle von Harnwegsinfekten in der Familie (positive Familien-Anamnese);
  • niedriger Östrogenspiegel (z.B. in der Post-Menopause): führt zu Veränderungen des pH-Werts und Verschiebung der mikrobiellen Besiedlung in der Scheide (weniger Laktobazillen, vermehrt Enterobakterien);
  • Schwangerschaft: Die ansonsten ungefährliche asymptomatische Bakteriurie ist häufig und kann sich bis zu einer Nierenbeckenentzündung ausbreiten. In der Schwangerschaft wird daher ein derartiger Infekt immer behandelt;
  • Störungen bei der Urinausscheidung (z.B. durch Verengungen der Harnwege);
  • Tragen eines Blasenkatheters über mehr als drei Tage;
  • bei Männern altersbedingte Veränderungen an der Prostata;
  • Diabetes mellitus mit schlecht eingestellter Stoffwechsellage. 
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