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Mann und Frau beim Fahrradfahren © Monkey Business

Krebs: Vorbeugung & Früherkennung

Krebs kann nicht immer verhindert werden. Aber eine bewusste Lebensführung und gezielte Maßnahmen wie die jährliche Vorsorgeuntersuchung sowie das Österreichische Brustkrebsfrüherkennungsprogramm leisten einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen Krebs. Früherkennung erhöht die Chancen einer Behandlung und kann die Prognose verbessern.

Gesunder Lebensstil

Rauchen gilt als starker Risikofaktor für Krebs. Nähere Informationen über Tabakrauchen und seine Gefahren sowie Tipps, um mit dem Rauchen aufzuhören, finden Sie unter Rauchstopp. Nicht nur Lungenkrebs, sondern auch folgende Krebsarten werden mit Rauchen in Verbindung gebracht:

Informationen zu Ernährung und Krebs finden Sie unter Ernährung und Krebserkrankungen.

Alkohol ist ebenfalls an der Krebsentstehung mitbeteiligt – vor allem bei Karzinomen der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse, des Magen- und Darmtraktes sowie der weiblichen Brust und der Leber.

Gesunde Bewegung gilt als krebsvorbeugender Faktor – vor allem bei Darm- und Lungen- sowie Brust- und Prostatakrebs.

Ein weiterer wesentlicher Präventionsfaktor ist der verantwortungsvolle Umgang mit Sonnenlicht. Dieses beschleunigt – im Übermaß genossen – nicht nur die Hautalterung, sondern gilt als Risikofaktor bei Hautkrebs. Näheres darüber und wie Sie sich am besten schützen können, erfahren Sie unter Gesunde Haut.

Vorsorgeuntersuchung und Screening

Die Vorsorgeuntersuchung, die von allen Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr mit Wohnsitz in Österreich einmal im Jahr kostenlos in Anspruch genommen werden kann, dient unter anderem der Früherkennung von Krebs z.B. Haut-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs. Informationen zur Brustkrebsfrüherkennung finden Sie unter Brustkrebs: Früherkennungsprogramm.

Arbeits- und Umweltmedizin

Da bestimmte Chemikalien neben anderen krankheitsverursachenden Eigenschaften auch krebserregend wirken können, sind Kontrollen durch das Arbeitsinspektorat sowie Untersuchungen durch eine Arbeitsmedizinerin/einen Arbeitsmediziner bei potenziell gefährdetem Personal (z.B. bei der Arbeit mit Asbest) eine wichtige Maßnahme. Somit kann die Exposition so gering wie möglich gehalten bzw. eine Erkrankung rechtzeitig erkannt werden. Umweltmedizinerinnen/Umweltmediziner sorgen für die Verhütung und Früherkennung von umweltbedingten Gesundheitsrisiken.

Spezielle präventive Maßnahmen

Da einige Viren in Zusammenhang mit einer möglichen Krebsentstehung in Verbindung gebracht werden, beugen die dagegen gerichteten Impfstoffe nicht nur der jeweiligen Viruserkrankung, sondern im besten Fall auch bösartigen Tumoren vor. Viren allein lösen allerdings keine Krebserkrankung aus. Sie können aber im komplexen Entstehungsprozess entscheidende Veränderungen bewirken. Beispielsweise werden Hepatitis B und C in Zusammenhang mit Leberkrebs gebracht sowie bestimmte humane Papillomaviren mit Gebärmutterhalskrebs und Kopf-Hals-Tumoren sowie Tumoren des Penis. Gegen diese Viren gibt es Impfstoffe. Das Bakterium Helicobacter pylori, das zu den Verursachern einer Gastritis gehört, begünstigt das Auftreten von Lymphomen und Adenokarzinomen des Magens. Umso wichtiger ist eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung bei einer Gastritis.

Unter Chemoprävention versteht man die Anwendung von Wirkstoffen, die einen bösartigen Tumor verhindern können. Es laufen derzeit weltweit klinische Studien auf diesem Gebiet. Genetische Tests sowie maßgeschneiderte Früherkennungsuntersuchungen können in ausgewählten Fällen bei Patientinnen/Patienten mit einem familiär massiv erhöhten Risiko an Krebs zu erkranken durchgeführt werden.

In seltenen Fällen werden auch chirurgische Maßnahmen zur Krebsprävention durchgeführt. Etwa bei Dysplasien (Krebsvorstufen), familiärer Polyposis des Dickdarms (Entfernung des Kolons) oder erblicher Veranlagung zu hereditärem Mammakarzinom (Entfernung beider Brüste und beider Eierstöcke).

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