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Symboldarstellung Gebärmutterhalskrebs © fotoliaxrender

Gebärmutterhalskrebs: Häufigkeit & Risikofaktoren

Bei dieser Krebserkrankung kommt es zur bösartigen Neubildung von Zellen im Bereich des Gebärmutterhalses, der Zervix. 2011 litten 392 Frauen in Österreich an einem Zervixkarzinom. Das entspricht 6,5 von 100.000 Personen der weiblichen Bevölkerung. 153 Frauen starben an dieser Erkrankung. Es zeigen sich im deutschsprachigen Raum Häufigkeitsgipfel zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr sowie dem 60. und 70. Lebensjahr . . .

Risikofaktor HPV-Infektion

HP-Viren (humane Papillomaviren) sind DNA-Viren. Sie werden meist über Geschlechtsverkehr übertragen. Eine Übertragung ist nur durch direkten Körperkontakt möglich (z.B. auch durch Küssen oder Händeschütteln). Die Viren gelangen über kleinste Haut- bzw. Schleimhautverletzungen in den Organismus. Die Entwicklung eines Zervixkarzinoms setzt eine chronische Infektion mit Hochrisiko-HP-Viren (vor allem 16, 18, 31, 33, 45, 51, 52 und 56) voraus. Die Typen 6 und 11 sind die hauptsächlichen Auslöser für Feigwarzen (Condylomata acuminata) und verursachen keine Krebserkrankung.

Am häufigsten tritt eine HPV-Infektion zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr auf. Bei ungefähr 80 Prozent der Frauen findet sich im Lauf ihres Lebens eine HPV-Infektion, die meist unbemerkt verläuft. In den meisten Fällen ist diese nach einem Jahr nicht mehr nachweisbar. Wird die Infektion jedoch chronisch und bleibt über eine längere Zeitspanne bestehen, bedeutet das für betroffene Frauen ein deutlich erhöhtes Risiko für ein Gebärmutterhalskarzinom. Die gefährlichsten Virentypen sind HPV 16 und 18. Diese beiden Virustypen weisen ein deutlich höheres Risikopotenzial als die anderen auf. Es entwickelt jedoch nur ein kleiner Prozentsatz an Frauen Auffälligkeiten der Zellen des Gebärmutterhalses aufgrund einer chronischen Infektion. Es dauert ungefähr acht bis zehn Jahre, bis sich ein invasives Karzinom bildet. In der Folge kommt es bei ca. einer von 600 Frauen mit einer HPV-Infektion zu einem Zervixkarzinom. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist die HPV-Impfung.

Weitere Risikofaktoren

Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:

  • Immunsuppression

  • Immunschwäche durch HIV-Infektion

  • viele Geburten

  • orale Kontrazeptiva (Pille)

  • Nikotinmissbrauch

  • andere sexuell übertragbare Krankheiten (z.B.Chlamydieninfektion)

  • viele unterschiedliche Sexualpartner

  • früher erster Geschlechtsverkehr

  • unzureichende Hygiene im Genitalbereich

Da die Entwicklung dieser Krebsart sehr langsam fortschreitet und dieser eine Dysplasie (Krebsvorstufe) vorausgeht, ist eine Früherkennung sehr gut möglich und wichtig. Zudem können bekannte Risikofaktoren im Vorhinein – falls möglich – vermieden werden.

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