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Schweinsbraten mit Knödel und Bier © babsi_w

Darmkrebs: Risikofaktoren & Symptome

Dickdarmkrebs kann entstehen, wenn Zellen in der Darmschleimhaut unkontrolliert wachsen. Zunächst bilden sich zumeist gutartige Wucherungen, sogenannte Darmpolypen. Diese wachsen langsam, können mit der Zeit bösartig werden und sind die Vorstufe von etwa 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen. Die Veränderung vom Darmpolypen zum Karzinom kann rund zehn bis 15 Jahre dauern. Verschiedene Faktoren können das Risiko für Darmkrebs erhöhen. Diese lassen sich durch einen gesundheitsfördernden Lebensstil deutlich reduzieren. Aufgrund des langsamen Tumorwachstums werden Warnsignale häufig erst spät wahrgenommen . . .

Riskofaktoren

Bestimmte Faktoren erhöhen nachweislich das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Dazu gehören v.a.:

  • Darmpolypen (Adenome): Diese gutartigen, halbkugelig flachen oder pilzförmig gestielten Wucherungen in der Darmschleimhaut wachsen langsam und können mit der Zeit bösartig werden. Sie sind in den meisten Fällen die Vorstufe von Dickdarmkrebs. Da im Vorhinein nicht feststellbar ist, welcher Polyp später tumorös entarten wird, ist grundsätzlich die Entfernung jedes Polypen angezeigt.
  • familiäre Veranlagung (in etwa fünf Prozent): Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt, wenn nahe Verwandte (Vater, Mutter, Geschwister) entweder bereits an Dickdarmkrebs erkrankt sind oder Darmpolypen haben bzw. hatten. Knapp einem Drittel aller Darmkrebsfälle liegt ein familiäres Risiko zugrunde.
  • Die Häufung bestimmter anderer Tumore (Gebärmutter, Dünndarm, Nierenbecken, oder Harnleiter) bei engen Verwandten könnte auf ein erbliches Risiko für ein Dickdarmkarzinom („Lynch-Syndrom“) hindeuten.
  • Übergewicht.
  • Rauchen.
  • Bewegungsmangel.
  • Ernährung & Alkohol: Dickdarmkrebs ist in Ländern mit hohem Lebensstandard deutlich häufiger als in Entwicklungsländern. Ernährungsgewohnheiten dürften daher bei der Krebsentstehung eine wichtige Rolle spielen. Kalorien-, fett- und eiweißreiche Kost – insbesondere der Verzehr von Fleischwaren – sowie regelmäßiger Alkoholkonsum steigern die Bildung krebserzeugender Substanzen (Kanzerogene). Diese können aufgrund von ballaststoffarmer Ernährung und der damit verbundenen Darmträgheit länger verweilen und die Darmschleimhaut schädigen. Weitere Informationen erhalten Sie unter Ernährung zur Vorbeugung von Krebs.
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, v.a. Colitis ulcerosa und Morbus Crohn mit Kolonbeteiligung.
  • Alter: Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt ab einem Alter von 40 Jahren stetig an. 90 Prozent der Betroffenen sind 55 Jahre oder älter.

Vorbeugung

Jeder Mensch kann selbst dazu beitragen, sein Risiko für Darmkrebs zu senken. Empfohlen werden vor allem folgende Maßnahmen:

  • regelmäßige Bewegung,
  • gesundheitsfördernde Ernährung, v.a. ausreichende Ballaststoffaufnahme, geringer Konsum von rotem bzw. verarbeitetem Fleisch,
  • Übergewicht vermeiden bzw. Normalgewicht anstreben,
  • nicht rauchen,
  • Alkoholkonsum nur in geringen Mengen,
  • Darmkrebsvorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr, bei familiärer Veranlagung oder bei langjährigem Bestehen bestimmter chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen bereits früher.

Symptome

Häufig entwickelt sich Dickdarmkrebs über viele Jahre hinweg, ohne Beschwerden zu verursachen. Typische Anzeichen fehlen insbesondere in Frühstadien.

Folgende Symptome können u.a. auf Darmkrebs hinweisen:

  • Schleim- und/oder Blutbeimengungen auf oder im Stuhl,
  • dunkler bzw. schwarzer Stuhlgang,
  • wiederholte Darmkrämpfe und Bauchschmerzen,
  • übelriechender Stuhlgang,
  • Stuhlunregelmäßigkeiten (z.B. Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung),
  • bleistiftdünner Stuhlgang,
  • häufiger Stuhlgang,
  • Stuhldrang ohne Entleerung,
  • starke Blähungen, evt. mit ungewolltem Abgang von Stuhl oder Schleim,
  • Völlegefühl,
  • Appetitlosigkeit,
  • unerklärlicher Gewichtsverlust,
  • Blässe und Blutarmut,
  • Antriebslosigkeit und Müdigkeit.
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