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Arzt-Patienten-Gespräch © JPC-PROD

Darmkrebs: Nachsorge

Der Sinn von Nachsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs liegt darin, ein mögliches Wiederauftreten des Tumors  rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Dazu zählen regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Manche Patientinnen/Patienten haben während der Therapie kaum Probleme und können ihre gewohnte Ernährungsweise fortsetzen. Kommt es jedoch zu starkem Gewichtsverlust, kann zumindest vorübergehend eine spezielle Ernährung nötig sein . . .

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Kontrolluntersuchungen dienen folgenden Zielen: 

  • Nach erfolgter Operation: rechtzeitiges Erkennen des Wiederauftretens der Erkrankung (Rezidiv). Im Lauf der Jahre kann es nach der Ersterkrankung zu einem Rückfall (Rezidiv) kommen. Unterschieden werden dabei:
    • Lokalrezidive (erneutes Tumorwachstum am ursprünglichen Ort),
    • Fernmetastasen (Tumorgeschwulste an anderer Stelle oder in anderen Organen),
    • Lokalrezidive sowie einzeln auftretende Metastasen in anderen Organen sollen nach Möglichkeit operiert werden. Gelingt eine vollständige Entfernung des Tumorgewebes, kann dies zur Heilung führen.
    Fernmetastasen entwickeln sich am häufigsten in der Leber. Bei limitiertem Befall der Leber ist die operative Entfernung das Mittel der Wahl. Sollte trotz limitiertem Leberbefall eine Operation der Patientin/des Patienten nicht möglich sein (z.B. wegen eines zu hohen OP-Risikos), können lokale Verfahren der Interventionellen Radiologie, z.B. das Verkochen der Metastasen mittels Radiofrequenzablation (RFA), angewandt werden. Bei Auftreten zahlreicher und nicht operabler Lebermetastasen wird eine Chemotherapie verabreicht (siehe Abschnitt Chemotherapie). In manchen Fällen können zunächst inoperable Metastasen durch Chemotherapie operabel werden. Andernfalls verfolgt die Chemotherapie palliative Ziele (Verzögerung des Krankheitsverlaufes, Erhaltung der Lebensqualität).
  • Bei von vornherein inoperablem Dickdarmkrebs: Begleit- und Folgeerkrankungen (z.B. starke Tumorblutungen, Beeinträchtigung der Stuhlpassage oder Darmdurchbruch und Bauchfellentzündung durch schnelles Tumorwachstum) feststellen und behandeln.
  • Zu jedem Zeitpunkt: Hilfestellung für die Patientin/den Patienten im Umgang mit psychischen, physischen und sozialen Problemen.

Entsprechend der European Society of Medical Oncology (ESMO) sollten daher in den ersten drei Jahren folgende Kontrollintervalle eingehalten werden:

  • Koloskopie: erstes Jahr nach OP und drittes Jahr nach OP,
  • Computertomographie des Bauches und der Lunge alle sechs bis zwölf Monate,
  • Blutuntersuchung inkl. Tumormarker CEA: alle drei bis sechs Monate,
  • Arztbesuch alle drei bis Monate.

Ernährung bei Darmkrebs

Manche Patientinnen/Patienten haben während der Therapie kaum Probleme und können ihre gewohnte Ernährungsweise fortsetzen. Kommt es jedoch zu starkem Gewichtsverlust, kann zumindest vorübergehend eine spezielle Ernährung nötig sein. Sie soll möglichst wenig belastend, aber kalorienreich sein. Nach der Therapie kann langsam eine Umstellung auf normale, ausgewogene Kost erfolgen. Diese sollte zunächst ballaststoffarm, nicht stopfend oder blähend sein.

Zieht sich die Therapie über eine längere Zeit hin oder haben sich Metastasen gebildet, ist häufig eine längerfristige Ernährungsunterstützung nötig. Dazu werden von Ernährungsexpertinnen/Ernährungsexperten individuell zugeschnittene Ernährungspläne ausgearbeitet.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Ernährung bei Krebserkrankungen.

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