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Mann isst Burger und Pommes © ArtFamiliy

Nierenkrebs: Ursachen & Symptome

In Österreich erkranken etwa acht bis neun von 100.000 Personen an Nierenkrebs, wobei die Zahl der Erkrankungen und der Todesfälle in den letzten Jahren sinkt. Die Erkrankung entsteht oft als Folge eines erworbenen Gendefektes. Ein bekannter Risikofaktor ist Rauchen. Die Erkrankung verursacht erst in fortgeschrittenen Stadien Beschwerden und wird daher oft spät erkannt . . .

Ursachen

Das Nierenzellkarzinom (Hypernephrom) macht etwa 85 Prozent der bösartigen Nierentumoren aus. Es bildet sich aus den Zellen der Harnkanälchen, meist in der Nierenrinde. Häufig wird eine bösartige Veränderung der Nierenzellen durch das Zusammenwirken mehrerer Risikofaktoren begünstigt, wie beispielsweise:

  • erbliche Vorbelastung: Personen mit von Nierenzellkarzinom betroffenen Verwandten ersten Grades (Eltern, Geschwister) haben ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko;
  • häufiger Kontakt mit Petroleumprodukten, Asbest, Lösungsmitteln, Schwermetallen wie Blei und Kadmium etc.;
  • Zigarettenrauchen;
  • fettreiche Ernährung und Übergewicht (Adipositas);
  • langjährige Einnahme bestimmter Schmerzmittel oder Blutdrucksenker;
  • Bluthochdruck;
  • langjährige Dialyse;
  • Vorerkrankungen der Nieren wie z.B. Nierenschwäche, chronische Nierenentzündungen, Nierenzysten, angeborene Nierenerkrankungen.

Das Erkrankungsrisiko nimmt mit dem Alter zu. Einerseits summieren sich schädigende Einflüsse auf den Körper im Lauf der Zeit, andererseits wird das Immunsystem im Alter schwächer und kann bösartige Zellen nicht mehr so effizient bekämpfen wie in jungen Jahren.

Symptome

Im Frühstadium verursacht Nierenkrebs nur selten Beschwerden. Mehr als zwei Drittel aller Fälle werden bei einer Ultraschall-Routineuntersuchung zufällig entdeckt. Die Krankheit macht sich meist erst im fortgeschrittenen Stadium durch Blut im Harn oder Schmerzen im Lendenbereich bemerkbar. Selten ist der Tumor bereits im Bauchraum zu tasten. Weiters können allgemeine Beschwerden einer Krebserkrankung auftreten, z.B. Fieberschübe, Blutarmut, Müdigkeit, Appetitmangel, Brechreiz oder Gewichtsverlust.

Vorbeugung & Früherkennung

Zur Verringerung des Risikos von Nierenkrebs sollten insbesondere Zigarettenrauchen, fettreiche Nahrung und Übergewicht vermieden werden. In Berufen, in denen es zu länger andauerndem Kontakt mit krebserregenden Schadstoffen kommen kann, ist auf bestmögliche Schutzmaßnahmen zu achten.

Personen mit bereits von Nierenkarzinom betroffenen Verwandten ersten Grades (Eltern, Geschwister) sollten aufgrund ihres erhöhten Erkrankungsrisikos regelmäßig eine Ultraschalluntersuchung der Nieren zur Krebsfrüherkennung durchführen lassen.

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