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Patientin mit Röntgenbild © corbis_infinite

Fersenschmerzen: Diagnose & Therapie

Bei starken oder länger anhaltenden Fersenschmerzen ist eine ärztliche Diagnose wichtig. Dabei beurteilt die Ärztin/der Arzt, ob die Schmerzen durch eine Überlastung des Fußes ausgelöst werden oder eine andere Ursache vorliegt.

Diagnose 

Zunächst erfragt die Ärztin/der Arzt die Krankengeschichte (Anamnese) und führt eine Untersuchung durch. Dadurch kann in vielen Fällen die Ursache der Fersenschmerzen geklärt werden. Bei der Untersuchung stellt die Ärztin/der Arzt fest, ob ein Druckschmerz besteht und Schwellungen erkennbar sind.

Die Ärztin/der Arzt kann folgende Fragen stellen: 

  • Wie lange bestehen die Fersenschmerzen, wo treten sie genau auf? 
  • Sind die Beschwerden schon einmal aufgetreten? 
  • Ist der Schmerz dumpf oder stechend?
  • Schmerzt die Ferse am Morgen oder nach Ruhe?
  • Wird der Schmerz nach Belastung oder Bewegung stärker?
  • Betreiben Sie Sport, wenn ja, welchen?
  • Haben Sie andere Beschwerden?

Bei Anzeichen, die nicht auf eine Entzündung hindeuten, kann die Ärztin/der Arzt weitere Untersuchungen (z.B. Röntgen, MRT, Bluttest, Ultraschall) verordnen. Zu den Anzeichen zählen:

  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln im Fuß (Anzeichen für Nervenreizung),
  • Fieber (Anzeichen für Knocheninfektion) oder
  • ein steifes, geschwollenes Fußgelenk (Anzeichen für Arthritis).

Behandlung

Die Wahl der Therapie von Fersenschmerzen richtet sich nach der diagnostizierten Ursache bzw. Grunderkrankung. Mögliche Therapiemaßnahmen sind:

  • Schonung
  • Schmerzstillende Medikamente 
  • Verordnung von Schuheinlagen oder eines Fersenkeils 
  • Tapen mit Zinkoxid-Tape nach Anleitung der Ärztin/des Arztes 
  • Nachtschiene zum Strecken des Fußes
  • Physiotherapie, um die Stabilität und Beweglichkeit des Fußes zu erhöhen bzw. zu erhalten. Dabei kann die Patientin/der Patient Übungen lernen, die auch zu Hause durchgeführt werden können. 
  • Physikalische Therapien
  • Stoßwellentherapie 
  • Operation, nur in seltenen Fällen angezeigt, wenn andere Therapiemaßnahmen keinen Erfolg bringen.
  • Injektionen zur Linderung der Entzündung, nur falls andere Therapien keinen Erfolg in der Schmerzbehandlung bringen.

Zur Linderung von Fersenschmerzen können Sie einfache Übungen durchführen.

Wohin kann ich mich wenden?

Patientinnen/Patienten können sich zur Abklärung von Fersenschmerzen an ihre Hausärztin/ihren Hausarzt wenden. Manchmal sind weitere Untersuchungen, z.B. bei einer Fachärztin/einem Facharzt für Orthopädie, notwendig. Schuheinlagen erhalten Sie bei Bandagistinnen/Bandagisten, Orthopädietechnikerinnen/Orthopädietechnikern sowie Orthopädieschuhmacherinnen/Orthopädieschuhmachern.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB). Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

Bei bestimmten Untersuchungen (z.B. MRT) kann eine chefärztliche Bewilligung erforderlich sein. Bei bestimmten nicht medikamentösen Behandlungen (z.B. physikalische Therapie) kann eine Bewilligung der Krankenversicherungsträger erforderlich sein. Bei bestimmten Leistungen (z.B. stationäre Aufenthalte, Hilfsmittel und Heilbehelfe) sind – je nach Krankenversicherungsträger – Kostenbeteiligungen der Patientinnen/Patienten vorgesehen. Ärztlich verordnete Schuheinlagen zählen zu den Heilbehelfen. Für Medikamente auf „Kassenrezept“ ist die Rezeptgebühr zu entrichten. Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bitte bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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