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Illustration Virus © Dr_Kateryna

Schnupfen (Rhinitis)

Medizinisch gesehen, handelt es sich bei einer Rhinitis um eine Entzündung der sogenannten Nasenhaupthöhle. Allgemein bekannter ist sie oft unter der Bezeichnung „Schnupfen“. Eine Rhinitis steht oftmals in Zusammenhang mit einer Erkältung oder Grippe (virusbedingte Rhinitis). Der Schnupfen ist unangenehm, vergeht jedoch oftmals von selbst. Bestimmte Verhaltensweisen werden empfohlen – beispielsweise ausreichendes Trinken. Je nach Ursache können verschiedene weitere Therapien zur Anwendung kommen.

Virale Rhinitis – was ist das?

Eine Rhinitis steht oftmals in Zusammenhang mit einer Erkältung oder Grippe (virusbedingte Rhinitis, Schnupfen). Eine virale Rhinitis macht sich u.a. bemerkbar durch:

  • Kitzeln in der Nase/im Nasen-Rachen-Raum,
  • Niesreiz, Reizhusten,
  • geschwollene, entzündete Nasenschleimhaut – erschwerte Atmung durch die Nase,
  • rinnende Nase (wässrige Sekretion aus der Nase, später schleimig-eitrig, und letztendlich dickeres Sekret und Trockenheitsgefühl),
  • Beeinträchtigung des Riech- und Schmeckvermögens,
  • tränende Augen.

Im Normalfall verläuft der Schnupfen ohne Fieber. Es kann jedoch manchmal auftreten – z.B. bei Kindern oder im Zuge einer Grippe (Influenza). Zusätzlich zur viralen Rhinitis kann es zu einer bakteriellen Infektion kommen. Die Nasennebenhöhlen können zudem betroffen sein (siehe Nasennebenhöhlenentzündung).

Hinweis Neben der viralen Rhinitis treten verschiedene andere Formen auf, z.B. bakteriell bedingte Rhinitis oder allergische Rhinitis. Tropenerkrankungen, Umweltfaktoren (Innenraum- sowie Außenraumschadstoffe) u.v.m. können zu Symptomen führen. Auch eine rezidivierende bakterielle Rhinitis kommt vor.

Diagnose einer viralen Rhinitis

Die Ärztin/der Arzt macht sich ein Bild von den Symptomen. Gerötete Nase, entzündete sowie geschwollene Nasenschleimhaut, seröse oder schleimig-eitrige Absonderung geben Hinweise. Außerdem führt sie/er eine Anamnese durch, um eventuelle weitere Gründe für die Symptome abzuklären bzw. auszuschließen (z.B. eine allergische Rhinitis).

Weiters wird eine HNO-Untersuchung (Hals/Rachen, Ohren) sowie eine körperliche Untersuchung vorgenommen (z.B. Oberkörper, Abhören der Lunge), da die Rhinitis in Zusammenhang mit einer Erkältung oder Grippe stehen kann. Abhängig von der Ursache der Rhinitis werden weitere Untersuchungen und Überweisungen vorgenommen (z.B. zu Fachärztinnen/-ärzten für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Allergietests sowie für die Laboruntersuchung des Nasensekrets etc.).

Therapie einer viralen Rhinitis

Der Schnupfen ist unangenehm, vergeht jedoch oftmals von selbst. Empfohlen wird beispielsweise ausreichendes Trinken (Wasser, Tee) sowie körperliche Schonung.

Vermieden werden sollte der Aufenthalt in trockenen und verrauchten Räumen. Viele Menschen nehmen Dampfinhalationen vor bzw. setzen Hausmittel ein.

Gegen bestimmte Symptome (verlegte Nase) können abschwellende Nasentropfen bzw. -sprays (orale Schnupfenmittel) verwendet werden. Diese erleichtern kurzfristig die Atmung. Sie sollten jedoch nur in einem kurzen Zeitraum (maximal eine Woche) eingesetzt werden. Bei längerer oder chronischer Anwendung können sie das Gegenteil bewirken und als sogenannter Reboundeffekt zu einem Anschwellen der Nasenschleimhäute führen. Bei langer Anwendung dieser Mittel kommt es zu einer Gewöhnung („Suchtverhalten“). Erkundigen Sie sich bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt bezüglich abschwellender Präparate. Sie/er gibt auch in puncto Anwendung von Hausmitteln Auskunft.

Bei trockener Schleimhaut können visköse Nasentropfen oder Kochsalz- sowie Meersalzsprays eingesetzt werden, die allerdings weniger abschwellend wirken.

Je nach Ursache kommen verschiedene Therapien zur Anwendung (z.B. Allergenvermeidung bei allergischer Rhinitis, eventuell Antibiotika nach Abstrich bei bakterieller Infektion).

Prophylaktisch können Sport, Saunagänge sowie ausgewogene Ernährung unterstützen. Schutzimpfungen gegen bestimmte Stämme der Influenza (Grippe) können vorgenommen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Grippe: Vorbeugung und Grippe: FAQ.

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechpersonen sind meist die Hausärztin/der Hausarzt. Je nach Ursache und eventuellen Komplikationen sind Ärztinnen/Ärzte verschiedener Fachrichtungen involviert.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten des Besuches bei einer Ärztin/einem Arzt zur Abklärung sowie Therapiemaßnahmen werden normalerweise von den Sozialversicherungsträgern übernommen.

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