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Atmung während des Schnarchen © bilderzwerg

Schnarchen: Ursachen & Symptome

Definitionsgemäß handelt es sich bei Schnarchen um ein Atemgeräusch, das während des Schlafes in den oberen Luftwegen – diese reichen von der Nasenspitze bis zu den Stimmbändern – entsteht. Das bedeutet, dass ein oder mehrere Weichteile vibrieren. Meistens hat Schnarchen (Rhonchopathie) mehrere Ursachen gleichzeitig, die sich oft gegenseitig verstärken. Schnarchen per se ist keine Krankheit, kann jedoch sowohl die Betroffenen als auch ihre Umgebung massiv belasten. Außerdem stellt das einfache, regelmäßige Schnarchen eine Vorstufe zur obstruktiven Schlafapnoe dar, welche mit vielen Erkrankungen assoziiert ist . . .

Ursachen

Durch eine Einengung des oberen Atemweges wird der Atemstrom abgebremst und der notwendige „Luftpolster“ hinter den Weichteilen (Gaumensegel, Zäpfchen und Zungengrund) wird kleiner. Diese Weichteile beginnen zu vibrieren, dadurch können Schnarchgeräusche entstehen.

Bei Kindern sind vergrößerte Rachen- und Gaumenmandeln die häufigste Ursache. Bei Erwachsenen ist das Problem komplexer. 

Häufige Ursachen sind:

  • behinderte Nasenatmung:entweder bedingt durch Schleimhautschwellungen (z.B. Schnupfen, chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen, Allergien) oder durch anatomische Verändeurngen (z.B. Polypen, vergrößerte Nasenmuscheln, Verbiegungen der Nasenscheidewand);
  • Vergrößerung von Gaumen-, Zungengrund-, Rachenmandeln oder Gaumenzäpfchen;
  • Kieferfehlstellungen ("Überbiss")
  • Schwäche der Muskulatur  im oberen Atemweg (Gaumensegel, Schlund): Diese tritt vermehrt mit zunehmenden Alter sowie nach Einnahme von Schlafmitteln oder Alkoholkonsum auf.

Übergewicht  und Rauchen führen zu einem Zwerchfellhochstand. Dadurch kann sich die Lunge nicht optimal ausdehnen, pro Atemzug wird auch weniger Luft eingeatmet. Damit ist der Luftstrom ebenfalls schwächer und der „Luftpolster“, der die Weichteile schienen soll, kleiner. Unter diesen Bedingungen tritt Schnarchen häufiger auf. Die Häufigkeit des Schnarchens ist bei Männern höher als bei Frauen und steigt mit zunehmendem Alter (bis 65 Jahre). Zudem wird eine erbliche Komponente diskutiert.

Beschwerden

Schnarchen kann eine mehr oder weniger massive akustische Belastung für die/den Betroffenen selbst und ihre Umgebung darstellen. Einer Untersuchung zufolge fühlen sich 55 Prozent der Bettpartnerinnen/Bettpartner von Personen mit schlafbezogenen Atmungsstörungen fast jede Nacht durch das Schnarchen gestört. 40 Prozent schlafen deswegen zumindest einmal pro Woche in einem anderen Zimmer, 26 Prozent verwenden Ohrenstöpsel und/oder Schlafmittel und 35 Prozent berichten über zeitweise Beziehungsprobleme wegen des Schnarchens.

Bei den Betroffenen selbst kann Schnarchen mit Ein- und Durchschlafstörungen, morgendlichen Kopfschmerzen/Mundtrockenheit, Konzentrations- oder Leistungsminderung sowie Tagesschläfrigkeit/Einschlafneigung verbunden sein. Dies sind die ersten Zeichen, dass nicht ein einfaches Schnarchen, sondern eine obstruktiven Schlafapnoe vorliegt. Dies kann ernsthafte Beschwerden bzw. Erkrankungen verursachen kann.

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