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Krampfadern: Kompaktinfo

Krampfadern (Varizen, Varikose) sind erweiterte, geschlängelte und knotig veränderte oberflächliche Venen. In erster Linie sind die Beinvenen betroffen. Das Krampfaderleiden (Varikose) betrifft mehr als die Hälfte aller Erwachsenen, Frauen häufiger als Männer.

Vorbeugung

Mit einer gesundheitsfördernden Lebensweise lässt sich die – meist anlagebedingte – Entstehung von Krampfadern verzögern. Dazu gehören u.a.:

  • Regelmäßige Bewegung,
  • gesundheitsfördernde Ernährung und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sowie
  • vermeiden von Übergewicht, längerem Sitzen und Stehen sowie Heben von schweren Lasten.

Weitere Informationen finden Sie unter Krampfadern: Vorbeugung.

Symptome

Die Varikose kann von rein kosmetischen Beeinträchtigungen (z.B. Besenreiser) bis zu schweren Erkrankungen reichen. Stärker ausgeprägte Krampfadern sind vor allem an folgenden Krankheitszeichen erkennbar:

  • Die Beine fühlen sich schwer, müde und gespannt an, v.a. abends und in der warmen Jahreszeit.
  • Unterschenkel und Knöchel schwellen an, besonders am Abend.
  • Die Beschwerden nehmen bei längerem Sitzen oder Stehen und bei Wärme zu.
  • Insbesondere in der Nacht kommt es zu Wadenkrämpfen, Kribbeln und Unruhegefühl der Beine.
  • An Unter- und/oder Oberschenkeln treten geschlängelte Venen hervor, die gelegentlich auch schmerzhaft sind.
  • An Füßen und Beinen sind rote oder braun pigmentierte Flecken sichtbar.

Weitere Informationen finden Sie unter Krampfadern: Symptome.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt von der Hausärztin/dem Hausarzt oder der Fachärztin/dem Facharzt für Innere Medizin. Sie umfasst Anamnese, körperliche Untersuchung, Ultraschall, Plethysmographie, eventuell weiterführende bildgebende Verfahren.

Weitere Informationen finden Sie unter Krampfadern: Diagnose.

Therapie

Eine Heilung ist bei Krampfadern nicht möglich. Die wichtigste und effektivste Maßnahme ist die Therapie mit Kompressionsverbänden, medizinischen Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen. Begleitend oder alternativ werden zur Behandlung von Ödemen pflanzliche Arzneimittel eingesetzt. Weiters können sonstige physikalische Entstauungsmaßnahmen, manuelle Lymphdrainage, apparative Kompression, Hydrotherapie (Kaltwasseranwendungen oder Wechselbäder) etc. hilfreich sein.

Invasive Maßnahmen sind der Venenverschluss durch Verödung, Laser- oder Radiofrequenztherapie oder eine operative Entfernung der Venen (Venenstripping, Crossektomie).

Weitere Informationen finden Sie unter Krampfadern: Therapie

Schwangerschaft

Um Krampfadern in der Schwangerschaft zu vermeiden, sollten Sie zusätzlich zu den allgemein empfohlenen Vorbeugemaßnahmen folgende Tipps beachten:

  • Nicht zu tief sitzen und harte Stuhlkanten vermeiden, Beine nicht übereinanderschlagen.
  • Am Arbeitsplatz oder bei langem Sitzen Beine häufig aktiv bewegen und kurz aufstehen.
  • Nach der Schwangerschaft zirka vier bis sechs Wochen Kompressionsstrümpfe tragen, da in dieser Zeit eine Unterstützung des venösen Rückflusses besonders wichtig ist.

Weitere Informationen finden Sie unter Krampfadern in der Schwangerschaft.

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