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Älteres Paar beim Zubereiten von Salat © WavebreakMediaMicro

Herz-Kreislauf-Erkrankungen & Ernährung

Prinzipiell unterscheidet sich die empfohlene Ernährung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht von jener zur Vorbeugung. Lediglich die Intensität der Maßnahmen sollte ausgeprägter sein. Diese sogenannte fettmodifizierte Kost orientiert sich im Wesentlichen an den Empfehlungen zur gesunden Ernährung gemäß der Österreichischen Ernährungspyramide. Bei Personen mit Arteriosklerose bzw. bereits erfolgten Herz-Kreislauf-Vorfällen ist es wichtig, bestehendes Übergewicht abzubauen. Ungeeignet sind hierfür einseitige Diäten oder extreme Fastenkuren, da eine Belastung für Herz und Kreislauf nicht ausgeschlossen werden kann . . .

So verbessern Sie das Fettsäuremuster in der Ernährung

Bluthochdruck senken

In den meisten Fällen von Herz-Kreislauf-Problemen liegt erhöhter Blutdruck (Hypertonie) vor. Neben einer eventuell bestehenden medikamentösen Behandlung kann eine Änderung der Lebensgewohnheiten zu einer Senkung des Blutdrucks beitragen. Dazu werden Körpergewichtsreduktion, Steigerung der körperlichen Aktivität, Nichtrauchen, moderater Umgang mit Salz sowie eine Reduktion des Alkoholkonsums empfohlen. Eine Gewichtsabnahme von zehn Kilogramm senkt bei Übergewichtigen den systolischen Blutdruck um fünf bis 20 mmHg.

Risikofaktor Homocystein

Homocystein – eine Aminosäure, die im Körper gebildet wird – hat möglicherweise gefäßschädigende Wirkung. Vermutlich begünstigt es über eine Förderung der Oxidation des „bösen“ LDL-Cholesterins die Entstehung der Arteriosklerose. Weiters kann es durch Erhöhung der Blutgerinnungsneigung zu einer gesteigerten Thrombose-Gefahr führen. Es gibt viele wissenschaftliche Hinweise, dass ein erhöhter Homocysteinspiegel ein von erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und Zigarettenrauchen unabhängiger Risikofaktor für einen Herzinfarkt ist. Um die Schäden durch diese Aminosäure einzudämmen, ist eine ausreichende Versorgung an Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure erforderlich. Diese Zufuhrsmenge ist mit reichlich Gemüse, Obst und Getreidevollkornprodukten erreichbar.

Weitere Informationen finden Sie unter Vitaminen.

Das sollten Sie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen beachten

  • Bestehendes Übergewicht (BMI > 25) normalisieren. Eine Verminderung des Körpergewichts trägt zur Entlastung des Herzens und zur Senkung erhöhten Blutdrucks bei. Normalgewicht wirkt zudem positiv auf die Blutfettwerte.
  • Achten Sie auf gesunde Fette und beschränken Sie den Fettanteil auf maximal 30 Prozent der Nahrungsenergie. Das bedeutet für eine erwachsene Frau ca. 60 Gramm Fett täglich und für einen erwachsenen Mann ca. 80 Gramm Fett. Dabei sollte der Anteil gesättigter Fette reduziert werden (maximal 7–10% der Gesamtenergie). Das gelingt, indem man fettreiche tierische Lebensmittel und tierische Fette reduziert. Der Anteil einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren hingegen sollte erhöht werden (Monoenfettsäuren 10–15%, Polyenfettsäuren 7–10% der Nahrungsenergie).
  • Die Zufuhr an Transfettsäuren sollte gering gehalten werden.
  • Fettarme Zubereitungsmethoden wie Dünsten oder Garen helfen beim Fettsparen.
  • Achten Sie auf versteckte Fette z.B. in Fleisch, Wurst, Käse oder Milchprodukten.
  • Achten Sie auf regelmäßige Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren (Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure). Greifen Sie hierfür häufiger zu fettreichen Fischen wie Hering, Makrele, Lachs, Sardine oder Thunfisch. Empfohlen werden zwei Fischmahlzeiten pro Woche.
  • Bevorzugen Sie pflanzliche Öle: Speziell Oliven- oder Rapsöl sind empfehlenswert, aber auch Maiskeim- oder Sonnenblumenöl.
  • Achten Sie auf einen regelmäßigen und reichlichen Verzehr pflanzlicher Lebensmittel, v.a. Getreidevollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln sowie Obst und Gemüse.
  • Raffinierte Kohlenhydrate wie Zucker, Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben einen ungünstigen Einfluss auf den Triglyzerid-Spiegel und sollten daher in gemäßigtem Ausmaß gegessen werden (unter zehn Prozent der aufgenommenen Nahrungsenergie).
  • Um eine ausreichende Antioxidantien- sowie Folsäurezufuhr zu gewährleisten, sollte auf eine abwechslungsreiche und vielseitige Obst- und Gemüseauswahl geachtet werden.
  • Salz sparsam verwenden: Kräuter und salzfreie Gewürze verbessern den Geschmack von Speisen. Da Salz als Konservierungsmittel dient, enthalten Konserven und Fertiggerichte teils sehr hohe Salzmengen. Beschränken Sie den Salzkonsum auf maximal fünf Gramm pro Tag (Empfehlung laut WHO). Weitere Informationen zum Salzsparen finden Sie unter Ernährungstipps sowie unter Kräuter & Gewürze.
  • Alkoholkonsum in Absprache mit der/dem behandelnden Ärztin/Arzt.

Hinweis Die hier angeführten Empfehlungen zur Prävention bestimmter Krankheiten bzw. für die Ernährung bei bestimmten Krankheiten sind als Basis für individuell abgestimmte Maßnahmen zu verstehen. Sie können eine persönliche Beratung oder Diagnose durch eine Ärztin/einen Arzt oder eine Diätologin/einen Diätologen nicht ersetzen.


Weitere Informationen finden Sie unter:

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