Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Mann und Frau beim Training © Picture-Factory

Herz-Kreislauf-Erkrankungen & Bewegung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Österreich die häufigste Todesursache. Bewegung hilft einer Erkrankung vorzubeugen und bei einer bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankung negative Folgen zu vermeiden. Zu dem Erkrankungskreis zählen sämtliche Erkrankungen des Herzens und des Blutkreislaufes, z.B. Herzinfarkt (Myokardinfarkt), Herzstillstand, Schlaganfall, koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, chronische Herzinsuffizienz oder Angina pectoris. Häufiges Kennzeichen sind Durchblutungsstörungen des Herzens, des Gehirns oder anderer Organe, die durch einen teilweisen oder vollständigen Verschluss von Blutgefäßen ausgelöst werden . . .

Herz-Kreislauf-Erkrankungen können als akutes Ereignis oder als chronische Erkrankung auftreten. In jedem Fall ist nach der medizinischen Abklärung der Symptome und der Diagnostik eine medizinische Behandlung notwendig. Bestimmte Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck) können medikamentös behandelt werden. Bei anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind operative Eingriffe (z.B. Bypass-Operationen) notwendig. Bei bestimmten Indikationen kann eine Rehabilitation mit Trainingstherapie ärztlich verordnet werden, um den Heilungserfolg zu verbessern.

Bewegung beugt vor

Der Entstehung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung kann durch einen gesunden Lebensstil vorgebeugt werden. Regelmäßige Bewegung spielt dabei eine wichtige Rolle. Zu den positiven Wirkungen von Bewegung zählen u.a.

Kardiologische Rehabilitation und Training

Herz-Kreislauf-Erkrankungen können plötzlich als akutes Ereignis auftreten, z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall, oder sich als chronische Erkrankung über einen längeren Zeitraum entwickeln. Die kardiologische Rehabilitation hat das Ziel, Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, durch verbesserte Lebensgewohnheiten das Fortschreiten der Erkrankungen zu begrenzen oder umzukehren. In der kardiologischen Rehabilitation und Prävention ist die Trainingstherapie eine wichtige Maßnahme. Andere Maßnahmen sind z.B. psychotherapeutische Betreuung, Ernährungsschulungen oder Entspannungstraining.
Bei bestimmten Indikationen wird eine Rehabilitation ärztlich verordnet. Indikationen laut den Richtlinien für die ambulante kardiologische Rehabilitation sind u.a.

  • Zustand nach einem akutem Koronarsyndrom,
  • Zustand nach einer Bypassoperation oder nach anderen Operationen am Herzen, 
  • Zustand nach Herz- oder Lungentransplantation, 
  • stabile koronare Herzkrankheit,
  • pulmonale Hypertonie,
  • Herzinsuffizienz oder
  • Zustand nach Herzstillstand.

Ablauf der kardiologischen Rehabilitation

Vor Beginn der Reha erhebt die Ärztin/der Arzt verschiedene Vorbefunde, um daraus gezielte Bewegungsmaßnahmen ableiten zu können. Zu den Befunden zählen unter anderem: Ruhe-EKG, Ruheblutdruck, Ergometrie, Laboruntersuchungen, Körpergewicht, Bauchumfang.

Während der Rehabilitation werden regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen durchgeführt, in denen unter anderem die aktuellen Risikofaktoren erhoben werden. Am Ende der ambulanten Reha findet eine Abschlussuntersuchung statt.

Kardiologische Rehabilitation kann ambulant oder stationär erfolgen und läuft in vier Phasen ab:

  • Phase I: Frühmobilisation nach dem Akutereignis im Krankenhaus.
  • Phase II: stationäre oder ambulante Rehabilitation (vier bis sechs Wochen). Eine ambulante Reha kann in bestimmten Fällen nach einem Akutereignis oder bei anderen Anzeichen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung durchgeführt werden.
  • Phase III: ambulante Rehabilitation (sechs bis zwölf Monate), wohnortnahe, wenn möglich berufsbegleitend.
  • Phase IV: Bewegung in der Eigenverantwortung der Patientinnen/Patienten, lebenslang (Langzeitsekundärprävention), z.B. in Herzgruppen, Sportvereinen, mit selbstständigem Training etc.

Maßnahmen der Trainingstherapie

Die Trainingstherapie wird unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt und umfasst in der Regel aerobes Ausdauertraining (z.B. am Fahrradergometer, Laufband, Crosstrainer, Aquajogging) und Krafttraining. Die individuelle Trainingsbelastung wird mittels eines Leistungstests (Ergometrie) erhoben und ärztlich festgelegt. Die Trainingsempfehlungen sehen zusätzlich zum strukturierten Training auch moderate körperliche Aktivität (Gehen, Stiegensteigen etc.) vor.  

Wohin kann ich mich wenden und wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die kardiologische Rehabilitation wird von spezialisierten Einrichtungen stationär und ambulant angeboten. Mehr Informationen zu stationären Reha-Einrichtungen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen finden Sie im Reha-Kompass, zu ambulanten Reha-Einrichtungen auf der Website der Arbeitsgemeinschaft für ambulante kardiologische Rehabilitaiton (AGAKAR). Die Sozialversicherungsträger übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten.

Nach der Rehabilitation sollten Patientinnen und Patienten – sofern von ärztlicher Seite nichts dagegen spricht – selbstständig Bewegung betreiben, um ihre Gesundheit zu stärken. Bewegungsangebote finden Sie über www.fitsportaustria.at.

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse