Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Frau cremt sich ein © Martinan

Psoriasis: Therapie

Psoriasis ist ursächlich nicht heilbar. Allerdings kann mit geeigneten Therapien meist eine langfristige Symptomfreiheit erreicht werden. Häufig wird in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung ein Stufenplan angewendet. Primäre Therapieziele sind das Abklingen von Entzündungen sowie die Hemmung der übermäßigen Zellvermehrung der Oberhaut und in der Folge das Abheilen der Hautläsionen . . .

Verschiedene Therapiemöglichkeiten

Folgende Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung:

  • Basistherapie mit rückfettenden und pflegenden Cremes, Salben oder Lotionen,
  • lokale äußerliche Therapie,
  • Phototherapie (Behandlung der Haut mit bestimmten Wellenlängen natürlichen und künstlichen UV-Lichts),
  • innerliche (systemische) Therapie in Form von Tabletten, Injektionen oder Infusionen sowie
  • sonstige Therapien.

Häufig wird in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung ein Stufenplan angewendet. Dabei beginnt die Behandlung mit der lokalen (topischen) Therapie, geht schließlich zur Phototherapie und letztlich zur systemischen Therapie über. Die Behandlung wird individuell auf die Patientin/den Patienten sowie den Krankheitsverlauf abgestimmt und bei Bedarf gewechselt.

Stufenschema der Psoriasisbehandlung

  • Sind nur wenige kleiner Körperareale erkrankt, werden äußerliche Therapien durchgeführt. Bei zunehmender Ausdehnung oder nicht ausreichendem Ansprechen wird meist eine Photo-Therapie ergänzt.
  • Ist die Psoriasis großflächig oder sprechen äußerliche und Photo-Therapie nicht ausreichend an, werden eventuell eine innerliche und eine äußerliche Therapie kombiniert.
  • Kommt es hierbei zu keiner Besserung oder bestehen Unverträglichkeiten bzw. Gegenanzeigen, kann auf Biologika (neue zielgerichtete systemische Arzneimittel) zurückgegriffen werden. Fast immer wird bei mittelschweren bis schweren Formen eine kombinierte Therapie durchgeführt.
  • Nach einer medikamentösen Therapie oder einer Phototherapie bedarf die Haut einer Basistherapie, um den erreichten guten Zustand der Haut zu stabilisieren. Hierfür kommen rückfettende und pflegende Cremes, Salben oder Lotionen ohne Wirkstoffe zur Anwendung. Sie verbessern den Zustand der Haut und helfen, die beschwerdefreie Zeit zu verlängern. Die Basistherapie ist wichtiger Bestandteil jedes Therapiekonzeptes bei Schuppenflechte.

Was kann man selbst tun?

Wer sich gemeinsam mit der Ärztin/dem Arzt für eine Therapie entschieden hat, kann selbst wesentlich zum Gelingen der Behandlung beitragen:

  • Wichtig ist, sich möglichst genau an den Therapieplan zu halten.
  • Die Ärztin/der Arzt sollte über Unverträglichkeiten oder andere Besonderheiten im Verlauf der Behandlung informiert werden. Auch vermeintliche Kleinigkeiten können wichtig sein.
  • Manche Faktoren können nachweislich einen ungünstigen Einfluss auf die Behandlung nehmen. So gilt es, Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum, starkes Übergewicht, Stress, starke mechanische Belastungen der Haut und Sonnenbrände möglichst zu vermeiden.
  • Frauen mit Psoriasis sollten sich bei bestehendem Kinderwunsch bzw. einer geplanten oder bereits eingetretenen Schwangerschaft unbedingt mit ihrer Ärztin/ihrem Arzt besprechen, da einige Psoriasistherapien während und teilweise auch längere Zeit vor einer Schwangerschaft nicht verabreicht werden dürfen.
Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse