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Psoriasis an den Ellenbogen © Farina3000

Psoriasis: Symptome

Psoriasis kann sich an allen Körperteilen entwickeln. Am häufigsten betroffen sind die Kopfhaut, Knie, Ellbogen und Rumpf gefolgt von Nägeln, Handflächen, Fußsohlen, Achselhaut, Leistengegend und Genitalbereich. Das Gesicht ist eher selten betroffen. Oft treten die Hautveränderungen symmetrisch an beiden Körperhälften auf. Sie können stark jucken, bluten und schmerzen. Das Erscheinungsbild der Psoriasis ist ausgesprochen vielgestaltig, daher werden verschiedene Formen unterschieden . . .

Symptome und häufig betroffene Stellen

80 Prozent der Betroffenen leiden an Psoriasis vulgaris. Sie wird auch als Psoriasis vom Plaquetyp bezeichnet. Diese Form beginnt meist plötzlich als kleinfleckig über den Körper verstreuter Hautausschlag, häufig begleitet von Juckreiz. Die Herde (Plaques) sind stark gerötet und schuppen zunächst noch wenig. In den meisten Fällen vergrößern sich im Lauf der Zeit die Herde sehr langsam und kontinuierlich, bis sie schließlich zusammen fließen. Die Herde entwickeln sehr dicke, fest haftende, gelblich bis silbrig glänzende Schuppen und können sehr groß werden.

An macnhen Köperstellen tritt, Psoriasis vulgaris besonders häufig auf. Zu diesen sogenannten Prädilektionsstellen gehören behaarter Kopf, Streckseiten der Arme und Beine (Ellenbogen, Kniescheibe), Rücken und Gesäß. Charakteristisch ist auch die Erkrankung des Nabels und zwischen den Pobacken (Analfalte). Es können aber auch andere Körperfalten sowie Hände und Füße erkranken. Lediglich die Schleimhaut ist nie betroffen. An den betroffenen Stellen kommt es häufig zu Juckreiz, Spannungsgefühl sowie trockener und rissiger Haut, oft verbunden mit Schmerzen. Neben der Psoriasis vulgaris gibt es eine Reihe weiterer Formen.

Verlauf der Psoriasis

Die Erkrankung kann in jedem Alter erstmals auftreten, meist jedoch zwischen 15 und 35 Jahren. Bei den meisten Betroffenen kommt es zu einem schubartigen chronischen Verlauf, mit individuell sehr unterschiedlichen Varianten. Ein über Jahre gleichbleibender Befall der Prädilektionsstellen ist ebenso möglich wie eine schnelle Ausbreitung der Hautveränderungen über große Teile der Körperoberfläche. Die Häufigkeit der Schübe ist individuell variabel. Außerdem können sich im Lauf der Jahre Phasen geringer und hoher Krankheitsaktivität abwechseln. Zwischen den Schüben können lange Phasen völliger Beschwerdefreiheit liegen.

In leichten Fällen wird die Krankheit manchmal nur als kosmetisch störend wahrgenommen. In schweren Fällen ist die Lebensqualität oft deutlich eingeschränkt. Die Krankheit ist derzeit nicht heilbar. Eine angemessene Behandlung kann die Hautsymptome deutlich lindern und die Lebensqualität verbessern.

Mögliche Begleiterkrankungen

Die Psoriasis ist eine systemische – das heißt den gesamten Organismus betreffende – Erkrankung. Sie umfasst Hautsymptome, eine mögliche Gelenksbeteiligung (Psoriasisarthritis) sowie charakteristische Begleiterkrankungen (Komorbiditäten). Dazu den typischen Komorbiditäten zählen andere chronisch entzündliche Erkrankungen mit möglicherweise überlappenden Krankheitsmechanismen, die gehäuft bei Psoriasisbetroffenen auftreten. Dazu gehören:

  • Rheumatoide Arthritis (zirka vierfach häufiger).
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (zirka zweifach häufiger).
  • Metabolische Veränderungen wie Fettstoffwechselstörungen, Diabetesneigung, Adipositas und arterielle Hypertonie.
  • Ein erhöhtes Risiko von Herz- und Gefäßfolgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall und eine erhöhte Sterblichkeit mit einer um drei bis vier Jahre verkürzten Lebenserwartung wird insbesondere für jüngere Patientinnen/Patienten mit schwerer Schuppenflechte angenommen.
  • Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang mit bestimmten psychischen Störungen, darunter Affektstörungen und Depressionen.
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