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Junge Frau cremt Gesicht ein © ruigsantos

Haut: Funktionen

Die Haut ist elastisch, schützt vor Zug, Druck, Verletzungen, vor Wind und Wetter und vor dem Austrocknen. Sie hält außerdem Schmutz und Keime fern und ist für das Immunsystem sowie den Stoffwechsel wichtig – z.B. für die Bildung von Vitamin D. Damit uns die Haut gut „verteidigen“ kann, verfügt sie über einen speziellen Aufbau . . .

Wichtige Schutzfunktion

Unsere Körperhülle besteht aus verschiedenen Zellen mit unterschiedlicher Funktion. Die äußerste Schicht der Haut besitzt einen „Erneuerungsmechanismus“ und schirmt bis zu einem gewissen Grad vor Sonnenstrahlen ab:

  • Die Oberhaut erneuert sich ständig – ungefähr im Vier-Wochen-Rhythmus. Die sogenannten Basalzellen werden dafür neu gebildet, verlieren an Flüssigkeit, werden nach außen verschoben und verhornen. In Form von Hautschüppchen trennt sich der Körper dann letztendlich von ihnen, während neue Zellen nachkommen.
  • Melanozyten, pigmentbildende Zellen in der Oberhaut, werden durch UV-Strahlen angeregt, den Farbstoff Melanin vermehrt zu produzieren. Die Haut wird braun und verdickt sich (sogenannte Lichtschwiele). Diese Vorgänge dienen der Haut als Schutz. Der Zeitraum, in dem die Haut uns vor Schädigungen der UV-Strahlung schützt, ist die sogenannte Eigenschutzzeit der Haut. Je mehr Melanin vorhanden ist, desto länger ist diese „natürliche Pufferzeit“. Zu lange Aufenthalte in der Sonne oder im Solarium bzw. zu intensive UV-Strahlung können allerdings zu Schädigungen führen – das Risiko für Hautkrebs steigt.

Austauschfunktion & Temperaturregulation

Die Haut ist außerdem an der Aufrechterhaltung der Körpertemperatur beteiligt. Sie gibt Wärme ab – z.B. durch Verdunstung von Schweiß. Die Hülle des Körpers schützt auch vor dem Verlust von Flüssigkeit und ist daher für den Wasserhaushalt des Körpers wichtig.

Gegen das Auskühlen des Körpers isoliert das Unterhautfettgewebe. Bei Kälte wird zudem die Hautdurchblutung reduziert. Zwar bilden wir immer noch die Gänsehaut, beispielsweise wenn uns fröstelt, und stellen dadurch die Haare auf. Ganz so effektiv wie in der Tierwelt ist dieser Mechanismus jedoch nicht. Obwohl die Haut ein guter Isolator ist, kann sie Substanzen aufnehmen, wie etwa Medikamente in Form von Salben, Cremen, Pflastern oder Sprays.

Sinnesfunktion & Kommunikation

Druck, Schmerz, Temperatur: All diese Wahrnehmungen liefert uns die Haut, u.a. durch verschiedene Rezeptoren, die mit entsprechenden Nervenfasern verknüpft sind. Sie sagen uns, ob ein Gegenstand rau oder glatt ist, sich kalt oder warm anfühlt, und teilen uns durch Schmerz mit, wenn wir uns verletzt haben. An manchen Hautstellen sind wir besonders empfindlich, wie etwa an Fingerspitzen oder im Gesicht. Bereits ganz leichte Berührungen werden als Kitzeln wahrgenommen, z.B. wenn sich eine Mücke auf die Haut setzt. Kälte- und Wärmerezeptoren der Haut liefern Informationen über die jeweilige Temperatur. Als Spiegelbild des Inneren „verrät“ sie zudem Emotionen oder den gesundheitlichen Zustand – beispielsweise dann, wenn wir erröten oder kreidebleich sind.

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