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Gesicht mit Akne © soupstock

Akne: Erscheinungsbild

Meist finden sich bei Akne die Hautveränderungen im Gesicht (insbesondere im Bereich von Stirn, Wangen, Schläfen und Kinn), Nacken und Dekolleté, auf der Brust und am Rücken. Bei stark ausgeprägter Akne entstehen große, mitunter schmerzhafte entzündliche Knoten und Abszesse sowie Krusten und Narben. Besonders schwere Verlaufsformen der Akne können sogar Fieber und Gelenksentzündungen auslösen . . .

Besonderheiten der Aknehaut

Durch normale Hautporen werden Talg, Schweiß und andere Substanzen der Haut ausgeschieden. Das an die Hautoberfläche fließende Hautfett (Talg = Sebum) ist dafür verantwortlich, dass die Haut immer gut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt ist und nicht austrocknet.

Typisch für Akne sind folgende Hautveränderungen:

  • Pickel (kleine Eiterbläschen),
  • Mitesser (Komedonen),
  • Papeln (meist gerötete Hauterhabenheiten),
  • Pusteln (größere eitergefüllte Bläschen) sowie
  • fettige Haut.

Bei Akne kommt es in den Talgdrüsenfollikeln zu einer verstärkten Produktion von Talg (Seborrhoe) und zu einer gesteigerten Verhornung (Hyperkeratose). Vermehrt abgestorbene Hautzellen aus dem Talgdrüsenfollikel bilden einen stabilen Hornpropf am Follikelausgang. Der Talg wird dadurch am Abfließen an die Hautoberfläche behindert, staut sich und weitet den Talgdrüsenfollikel aus. Dies führt zur Ausbildung eines Mitessers (Komedo) als primäre Hautveränderung der Akne.

Zunächst entsteht meist ein geschlossener Komedo. Dieser Talg-Horn-Propf ist als hautfarbene, stecknadelkopfgroße, halbkugelige Erhabenheit erkennbar und bietet einen guten Nährboden für Bakterien. Er neigt zu Entzündung und Eiteransammlung, da der Druck nicht nach außen entweichen kann. Ein geschlossener Komedo kann sich auch in einen offenen Komedo umwandeln. Die Follikelöffnung klafft auf, dadurch wird ein schwarzer Mittelpunkt sichtbar. Hierbei handelt es sich nicht um Schmutz, wie vielfach vermutet wird, sondern um einen durch Sauerstoff oxidierten pigmentierten Horn-Lipid-Pfropf.

Mitesser können sich zurückbilden, meistens kommt es jedoch zu entzündlichen Veränderungen. Dies ist zum Teil durch die Stoffwechselaktivität von Bakterien, v.a. von auch in der gesunden Hautflora vorkommendem Propionibacterium acnes, im Talgfollikel bedingt. Die Keime bauen Fettsubstanzen aus dem gestauten Talg ab, die dabei entstehenden Stoffwechselprodukte locken Entzündungszellen an. In der Folge können sich Papeln (meist gerötete Erhabenheiten) und Pusteln (Eiterbläschen) im Bereich des Talgdrüsenfollikels entwickeln.

Fettige Haut entsteht, wenn die Talgdrüsen zu viel Körperfett (Talg = Sebum) produzieren. Die oberste Schicht der Haut (Hornschicht) verdickt sich und die Hautporen erweitern sich. Die Haut wirkt oft schlecht durchblutet und blass. Außerdem glänzt sie ölig und neigt dazu, Mitesser und Pickel zu bilden, da die Talgdrüsenporen oft verstopft sind.

Bei einer gesunden Hautpore kann der von der Talgdrüse produzierte Talg abfließen. Durch eine Verstopfung der Pore mit Hautschuppen staut sich Talg an. Daraus resultieren eine Entzündung und die Ansammlung von Eiter in der Pore. 

Verlauf der Akne

Versuche, die Akne alleine zu bekämpfen, führen meist zu einer Verschlimmerung der Hauterkrankung: Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Pickel und Mitesser (Komedonen) unsachgemäß ausgedrückt werden, die Haut zu intensiv gereinigt oder desinfiziert wird oder Hautunreinheiten mit ungeeignetem Make-up kaschiert werden.

In den meisten Fällen bilden sich die Symptome einer Akne mit der Zeit von selbst zurück. 15 bis 30 Prozent der Aknepatientinnen und -patienten benötigen aufgrund von Schweregrad oder Dauer der Erkrankung eine medizinische Therapie.

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