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Autounfall © benjaminnolte

Schleudertrauma: Ursachen & Symptome

Das Schleudertrauma (Peitschenschlagphänomen, Beschleunigungstrauma der Halswirbelsäule, HWS-Distorsion) entsteht in der Regel im Rahmen eines Unfalls durch unerwartete Krafteinwirkung im Bereich der Halswirbelsäule. Meist treten einige Stunden danach Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) auf. Wie schwer ein Schleudertrauma ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab . . .

Ursachen

Ein Schleudertrauma kann entstehen, wenn plötzlich eine starke Gewalt auf die Halswirbelsäule von hinten oder – seltener – von vorne bzw. der Seite einwirkt. Dadurch wird das Kopf-Hals-Segment gegenüber dem Oberkörper beschleunigt. Der Kopf wird ruckartig zunächst von vorne nach hinten oder umgekehrt bzw. seitwärts bewegt und nach dem Aufprall erneut ruckartig in die entgegengesetzte Richtung geschleudert. Durch die unvorhergesehene Krafteinwirkung werden die Weichteile an der Halswirbelsäule verletzt: Die Hals- und Nackenmuskulatur verspannt sich und es kommt zu einer schmerzhaften Steilhaltung der HWS („Steifer Hals“). In schweren Fällen kann es zu Zerrungen und Einrissen der Bänder oder zu Bandscheibenverletzungen kommen.

Schleudertraumen entstehen meist durch Auffahrunfälle im Straßenverkehr. Weitere mögliche Ursachen sind Sportunfälle (v.a. beim Skifahren, Eislaufen, Boxen, Karate, Ringen, Tauchen) oder sogenannte „Vergnügungsunfälle“ wie Achterbahn- oder Autoskooterfahrten.

Symptome

Einige Stunden bis Tage nach dem Unfall können als Folge von Muskelzerrungen und Gewebeschwellungen Schmerzen in der Nackenpartie auftreten und zu Bewegungseinschränkungen („steifer Hals“) führen. Nicht selten klagen Betroffene auch über Schmerzen und ein Schweregefühl im Kopfbereich. Gelegentlich wird auch über Schwindel, Schluck-, Seh- oder Schlafstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus) oder Taubheitsgefühle im Bereich des Gesichts, der Schultern oder der Arme berichtet.

Wie schwer ein Schleudertrauma ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B.:

  • Art und Ausmaß der Gewalteinwirkung;
  • muskuläre Anspannung zum Zeitpunkt des Unfalls;
  • Zustand der Muskulatur (kräftige Muskel sind widerstandsfähiger);
  • angeborene anatomische Unterschiede: stämmige Menschen mit kürzerem Hals sind weniger gefährdet als grazile Menschen mit langem Hals.

Was kann ich selbst tun?

Direkt nach einem Unfall sollte der Halsbereich ruhig gestellt werden. Weiters sollte eine Ärztin/ein Arzt für Allgemeinmedizin aufgesucht werden, insbesondere dann, wenn ein Fremdverschulden vorliegt. Dies empfiehlt sich nicht nur aus medizinischen, sondern auch aus versicherungstechnischen Gründen.

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