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Ältere Frau im Krankenhaus © pressmaster

Schlaganfall bei Frauen

Frauen sind im Durchschnitt 74 Jahre alt, wenn sie einen Schlaganfall erleiden. Männer trifft es meist schon früher, mit ca. 69 Jahren. Dabei verlaufen die Schlaganfälle bei Frauen oft schwerer als bei Männern, denn die Ursache eines Schlaganfalls liegt bei Frauen viel öfter in einer Herzrhythmusstörung. Zudem äußert sich ein Schlaganfall bei Frauen mitunter anders als bei Männern. Oft treten seltenere Symptome auf, bei denen nicht sofort an einen Schlaganfall gedacht wird . . .

Schlaganfall verläuft bei Frauen schwerer

Bei Frauen sind meist größere Hirnareale von einem Schlaganfall betroffen. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass besonders wichtige Funktionen des Gehirns beeinträchtigt sind. Infolgedessen gelingt es Frauen nach akuten Schlaganfällen seltener als Männern, ihr normales Alltagsleben wieder völlig unabhängig zu führen. Nur jede zweite Schlaganfall-Patientin kann innerhalb von drei Monaten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ihre Alltagsaktivitäten wieder vollständig aufnehmen, bei Männern sind es dagegen rund 70 Prozent, wie die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe unter Berufung auf eine amerikanische Studie berichtet.

Zudem sind Frauen öfters von einer besonders problematischen Schlaganfall-Variante betroffen. Denn die Ursache eines Schlaganfalls liegt bei Frauen viel öfter in einer Herzrhythmusstörung, die sich häufig als Vorhofflimmern bemerkbar macht. Dabei entsteht ein Blutgerinnsel im Herzen, das mit dem Blutstrom ins Gehirn geschwemmt wird und ein Blutgefäß blockiert.

Frauen haben häufig andere Symptome als Männer

Die akuten Beschwerden bei einem Schlaganfall hängen davon ab, welche Hirnregion in welchem Ausmaß betroffen ist. Zu den typischen Symptomen zählen z.B. ein plötzliches Schwächegefühl oder Lähmungen in einer Körperhälfte, Sprach- oder Sehstörungen oder starker Schwindel.

Frauen beschreiben aber häufig auch zusätzliche, seltenere Symptome, bei denen nicht sofort an einen Schlaganfall gedacht wird. Dazu zählen plötzliche Kopf- oder Gliederschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit oder auch ganz untypische Anzeichen wie Brustschmerzen, Schluckbeschwerden und Kurzatmigkeit.

Da ein Schlaganfall bei Frauen häufiger mit anderen, untypischen Symptomen als bei Männern verläuft, kann es zu Unterschieden in der medizinischen Versorgung kommen. Manche Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass es nach Einsetzen der Symptome möglicherweise länger dauert, bis Frauen nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus kommen. Die Studienlage ist allerdings nicht eindeutig, wie die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe berichtet.

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