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Trauriger Mann © WavebreakmediaMicro

Schlaganfall: Depression

Mit einem Schlag ist alles anders. Nichts funktioniert mehr wie vorher. Es sind aber nicht immer nur körperliche Behinderungen, die nach einem Schlaganfall das Leben erschweren. In manchen Fällen verändert sich auch die Psyche der Patientinnen und Patienten. Der plötzliche Verlust der eigenen Fähigkeiten, Hilflosigkeit oder die Ungewissheit im Hinblick auf die Zukunft können zu Depressionen führen. Oft ist es schwer, zu erkennen, ob ein Mensch nach einem Schlaganfall nur niedergeschlagen ist oder ob sich bereits eine Depression entwickelt hat. Es ist jedoch wichtig, eine Depression angemessen zu behandeln . . .

Psychische Bewältigung eines Schlaganfalls 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des deutschen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben Forschungsergebnisse zur Behandlung von Depressionen nach einem Schlaganfall analysiert. Dabei weisen sie darauf hin, dass Schlaganfall-Patientinnen und Schlaganfall-Patienten sowie ihre Angehörigen mehr Unterstützung benötigen würden. Denn der Erfolg der Rehabilitation hängt nicht nur von der Motivation der Betroffenen ab. Für den langfristigen Erfolg einer Rehabilitation ist auch eine gute Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten, Pflege- und anderen Fachkräften (z.B. Ergotherapeutinnen/Ergotherapeuten), Betroffenen und ihren Angehörigen wichtig. Forschungen haben gezeigt, dass diese intensive Unterstützung auch helfen kann, Depressionen zu mildern.

Oft ist es schwer, zu erkennen, ob ein Mensch nach einem Schlaganfall nur niedergeschlagen ist oder ob sich bereits eine Depression entwickelt hat. Es ist jedoch wichtig, eine Depression angemessen zu behandeln. Denn durch eine Depression kann sich auch die körperliche Genesung erheblich verzögern.

Informationen zur psychischen Bewältigung eines Schlaganfalls bietet das IQWiG auf www.gesundheitsinformation.de an: Seelischer Umgang mit Schlaganfall.

Wo finden Betroffene und Angehörige Hilfe?

Unter folgenden Links finden Sie Hilfe und Beratung:

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Psychotherapie: Eine Psychotherapie ist grundsätzlich eine private Leistung, die nicht von der Sozialversicherung bezahlt wird. Die Sozialversicherung gewährt jedoch bei sogenannten „krankheitswertigen Störungen“ einen Zuschuss zu den Therapiekosten. Die Abdeckung der Kosten für eine Psychotherapie durch die Sozialversicherung ist in den österreichischen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter Psychotherapie sowie unter Psychotherapie: Leistungen & Kosten

Weitere Informationen erhalten Sie bei den Landesverbänden des österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie. Nach Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Psychologinnen und Psychologen können Sie unter Services suchen.

Selbsthilfegruppen: Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist meistens kostenlos. Einige wenige Selbsthilfegruppen verlangen jedoch einen kleinen Unkostenbeitrag.

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