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Junge Frau im Bett © drubig-photo

Schlaf & Lebensphasen

Wie viel Schlaf benötigt wird, ist individuell verschieden. Auch ob man früh aufsteht und abends früher müde wird oder lieber lange schläft und dafür abends aktiver ist, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Zusätzlich wird der Schlaf-Wach-Rhythmus von äußeren Gegebenheiten beeinflusst (z.B. Lichtexposition, Arbeitszeiten etc.). Auch im Laufe der Jahre ändern sich die Menge des Schlafes, Schlafrhythmus und Schlafgewohnheiten. Säuglinge beispielsweise haben eine hohe Schlafmenge . . .

Schlaf bei Tag & Nacht

Im Großen und Ganzen ist der Organismus meist nachts auf Schlaf und Erholungsprozesse eingestellt, die Leistung hat während des Tages ihren Höhepunkt. Aber auch tagsüber bzw. in der Wachphase kann die Aufmerksamkeit nicht immer und dauerhaft auf gleicher Höhe gehalten werden. Am frühen Nachmittag etwa kommt es zu einem Leistungstief und erhöhter Bereitschaft zur „Schläfrigkeit“ (Mittagsschlaf).

Zu einer erhöhten Schlafbereitschaft kann es im Grunde während des gesamten Tagesverlaufs kommen – auch wenn keine Krankheit vorliegt. Diese „Schläfrigkeit“ unterscheidet sich von den charakteristischen Schlafphasen. Besonders gefährlich kann dabei der sogenannte Sekundenschlaf sein (z.B. beim Autofahren). Denn es kann auf das beeinträchtige Bewusstsein eine verminderte Reaktionsfähigkeit sowie das Eintreten eines Tiefschlafs folgen.

Änderung des Schlafes im Alter

Unterschiedliche Lebensphasen sind durch unterschiedlich „tiefen“ und teils unterschiedlich langen Schlaf gekennzeichnet:

  • Säuglingsalter. Säuglinge beispielsweise haben eine hohe Schlafmenge von ca. 16 bis 18 Stunden. Sie schlafen sowohl am Tag als auch in der Nacht – jedoch nicht durchgehend, sondern mit Unterbrechungen, während denen sie wach sind. Im Laufe der Wochen und Monate passt sich ihr Schlaf-Wach-Rhythmus an, sodass sie am Tag weniger und in der Nacht mehr schlafen. Säuglinge haben außerdem einen hohen Anteil an REM-Schlaf. Weitere Informationen zum Schlaf von Babys und Kleinkindern finden Sie unter Wenn das Traummännlein nicht kommt…
  • Kindheit & Jugend. In der Kindheit nimmt die Schlafmenge etwas ab, auch der Anteil an REM-Schlaf reduziert sich. Im Laufe der Zeit findet der Schlaf schließlich nur noch in der Nacht statt. Jugendliche in der Pubertät brauchen wieder etwas mehr Schlaf. Der Rhythmus ist zusätzlich meist nach hinten verschoben (daher: Müdigkeit in der Früh, späteres Aufstehen, späteres Zubettgehen).
  • Erwachsenenalter. Ist die passende persönliche Schlafdauer einmal gefunden, bleibt sie in der Regel über das Erwachsenenalter konstant. Mit fortschreitenden Lebensjahren ändern sich oftmals Schlafverhalten bzw. -muster. Kurzes Aufwachen in der Nacht wird eher bemerkt. Mit dem Alter steigt die Tendenz, früher zu Bett zu gehen sowie zeitiger zu erwachen/aufzustehen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus verschiebt sich nach vorne, und die Zeiten des Schlafes verteilen sich anders über Tag und Nacht. Während des Tages kann sich ein Schlafbedarf stark äußern (Nickerchen während des Tages). Alte Menschen schlafen nicht unbedingt weniger. Allerdings schlafen sie oft „leichter“, haben weniger Tiefschlaf und können Durchschlafstörungen haben.

Probleme beim Schlaf

Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren können den Nachtschlaf beeinträchtigen. Zudem zeigen sich im Zuge des monatlichen weiblichen Zyklus Schlafprobleme (z.B. zu Beginn der Menstruation). Auch während der Schwangerschaft kann aus verschiedenen Gründen der Schlaf gestört sein – vor allem in den letzten Wochen.

Außerdem wirken sich Erkrankungen (z.B. Herz- und Lungenerkrankungen, Diabetes mellitus), chronische Schmerzen, Magenbeschwerden und/oder nächtliches Wasserlassen (Nykturie) auf den Schlaf aus. Durch mangelnden Aufenthalt im Freien (Licht) und mangelnde Bewegung kann der Schlaf negativ beeinträchtigt werden. Nicht zuletzt beeinflussen dauerhafter Stress, psychische Belastungen sowie Einsamkeit die Schlafqualität und können u.U. zu Schlafstörungen führen.

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