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Herpes Zoster Blutprobe © jarun011

Gürtelrose: Diagnose & Therapie

Die Gürtelrose ist eine Infektionskrankheit die durch das Varicella-zoster-Virus (VZV) ausgelöst wird. Die Gürtelrose tritt vorzugsweise bei älteren Menschen oder Personen mit geschwächter Immunabwehr auf. Durch eine frühzeitige Diagnose und Therapie können langwierige Komplikationen in vielen Fällen verhindert werden. Ziel dieser Behandlung ist es, den Viren möglichst früh Einhalt zu gebieten und einer weiteren Schädigung der Nerven vorzubeugen . . .

Diagnose

Aufgrund der Form des Ausschlages kann meist eine Diagnose gestellt werden. In unklaren Fällen wird eine Blutprobe oder ein Bläschenabstrich genommen und ein Erregernachweis durchgeführt. Bei Verdacht auf eine Post-zoster-Neuralgie werden das Ausmaß der Nervenschädigung, Schmerzcharakter und Schmerzintensität festgestellt.

Therapie

Eine Gürtelrose bildet sich bei zwei Drittel der Betroffenen nach zwei bis vier Wochen wieder zurück, meist auch ohne Behandlung. Dennoch sollte möglichst frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden, um das Komplikationsrisiko zu senken – am besten innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der Hautveränderungen bzw. so lange noch frische Bläschen vorhanden sind. Ziel dieser Behandlung ist es, den Viren möglichst früh Einhalt zu gebieten und einer weiteren Schädigung der Nerven – der Post-zoster-Neuralgie (PZN) – vorzubeugen. Wichtig ist in jedem Fall, auf ausreichend Ruhe und Schonung zu achten.

Akutbehandlung

Die Therapie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und die Dauer der Erkrankung zu verkürzen. Zum Einsatz kommen v.a. folgende Maßnahmen:

  • Antivirale Medikamente (z.B. Brivudin, Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir): Sie sollen eine Virusvermehrung rasch eindämmen und dadurch Komplikationen verhindern.
  • Schmerztherapie (z.B. mit NSAR): Ein frühzeitiger Beginn in den ersten Tagen kann einer PZN vorbeugen.
  • Desinfizierende Puder und hautpflegende Lösungen: Sie können eine Infektion der Bläschen verhindern und Juckreiz lindern.

Behandlung der Post-Zoster-Neuralgie (PZN)

Zum Einsatz kommen medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieoptionen, u.a.:

  • Schmerzmittel;
  • niedrigdosierte Antidepressiva;
  • Antiepileptika;
  • lokale Schmerzlinderung wie z.B. Capsaicin-Pflaster oder Lidocain-Creme;
  • Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS);
  • Psychotherapie.

Wohin kann ich mich wenden?

Bei den ersten Anzeichen einer Gürtelrose sollte eine Ärztin/ein Arzt für Allgemeinmedizin aufgesucht werden. Auch bei anhaltenden Schmerzen nach durchgemachter Gürtelrose sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, um die Chronifizierung von Nervenschmerzen zu verhindern. Dazu können Sie sich an die Hausärztin/den Hausarzt oder eine Fachärztin/einen Facharzt für Neurologie wenden.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB).

Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

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