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Herd mit Gasflammen © bystudio

Vergiftungen: Gase

Gasvergiftungen können sehr gefährlich sein, da sie oft erst relativ spät entdeckt werden. In vielen Fällen ist eine Erste-Hilfe-Leistung durch die Ersthelferin/den Ersthelfer nicht möglich, da die Eigengefährdung zu groß ist. Immer wieder kommt es in österreichischen Haushalten zu Vergiftungen durch z.B. Gasthermen. Inbesondere bei hohen Außentemperaturen, wenn die Abgase der Therme über den Kamin nicht gut entweichen können, besteht Gefahr . . .

Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid ist ein geruchloses, farbloses Gas, das bei Verbrennungsprozessen ohne ausreichenden Sauerstoff entsteht. Beispiele dafür sind schlecht gewartete Gasthermen, defekte Heizöfen und Schornsteinanlagen, Schwelbrände, Autoauspuffabgase etc. Auch bei Vulkanausbrüchen werden große Mengen freigesetzt.

Die Symptome sind abhängig von der Konzentration und Dauer der Einatmung:

  • Leichter Kopfschmerz
  • Unwohlsein
  • Bewusstlosigkeit
  • Steigerung der Atemfrequenz
  • Kreislaufschock
  • Gehirnschäden

Hinweis Auch Betroffene mit geringer Symptomatik sind behandlungsbedürftig, da Spätschäden nicht auszuschließen sind.


Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • Entfernung der Person aus der Gefahrenzone. Achten Sie dabei auf Ihren Eigenschutz, bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Bei zu großer Eigengefahr rufen Sie zuerst die Hilfskräfte wie Feuerwehr (122), Rettung (144) oder Polizei (133).
  • Halten Sie die Atemwege frei. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern.
  • Bei Atemstillstand führen Sie umgehend eine Wiederbelebung durch.
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