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Mann mit Alkohol im Glas © Paolese

Vergiftungen: Drogen & Alkohol

Als Drogen werden Stoffe bezeichnet, die rauschartige Zustände herbeiführen. Besonders gefährlich ist die Kombination mit Alkohol und Medikamenten. Bei einer Beeinträchtigung des Bewusstseins ist es wichtig, die Atemwege freizuhalten. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern . . .

Amphetamine

Amphetamine (Ecstasy, Speed, Pep u.a.) sind künstlich hergestellte Substanzen mit stimulierender und euphorischer Wirkung. Diese sind mit dem in der Natur vorkommenden Stoff Ephedrin verwandt. Aufgrund der billigen Herstellung werden Amphetamine besonders bei Jugendlichen als Partydroge eingesetzt.

Symptome:

  • Unruhe
  • Angst
  • weite Pupillen
  • Bluthochdruck
  • Herzrasen
  • stark erhöhte Atemfrequenz

Bei schwerem Verlauf zusätzlich:

  • Temperaturanstieg
  • Verwirrtheit
  • Krämpfe
  • Herzrhythmusstörungen
  • Kollaps
  • Koma
  • akutes Nierenversagen
  • Wasser in der Lunge
  • Leberversagen

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Wenn die Person ansprechbar ist, beruhigen und überwachen. Nicht alleine lassen!! In unklaren Fällen kontaktieren Sie die Vergiftungsinformationszentrale +43 (0)1 406 43 43.
  • Halten Sie die Atemwege frei. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern.
  • Bei Atemstillstand führen Sie umgehend eine Wiederbelebung durch.
  • Notruf 144 wählen!

Gamma-Hydroxy-Buttersäure

Gamma-Hydroxy-Buttersäure (GHB) (Liquid LSD, KO-Tropfen) wird als Schlafmittel und zum Alkoholentzug eingesetzt. In den letzten Jahren wird sie aber immer öfter als Rauschmittel und in Form von sogenannten „KO-Tropfen“ für kriminelle Handlungen missbraucht.

Symptome:

Diese sind dosisabhängig und entwickeln sich sehr schnell. Bereits nach 15 bis 30 Minuten ist die volle Wirkung erreicht.

Leichte Symptomatik:

  • Gedächnisstörungen
  • niedriger Blutdruck

Mittelschwere Symptomatik:

  • Müdigkeit
  • Bewusstseinstrübung
  • Euphorie

Schwere Symptomatik:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Koma
  • Blutdruckabfall
  • Herzrhythmusstörungen
  • gestörtes Atemmuster

Weitere mögliche Symptome:

  • Kopfschmerzen
  • Verwirrtheit
  • Gangstörungen
  • Zittern
  • Harninkontinenz
  • Unterzuckerung
  • Halluzinationen
  • Atemstillstand

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Wenn die Person ansprechbar ist, beruhigen und überwachen. Nicht alleine lassen!! In unklaren Fällen, kontaktieren Sie die Vergiftungsinformationszentrale +43 (0)1 406 43 43.
  • Halten Sie die Atemwege frei. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern.
  • Bei Atemstillstand führen Sie umgehend eine Wiederbelebung durch.
  • Notruf 144 wählen!

Halluzinogene

Halluzinogene (LSD, Magic Mushrooms, Scopolamin, Lachgas, Ketamin) können Halluzinationen auslösen. Diese Wirkung ist aber von der Droge selbst, der Dosierung und anderen Faktoren abhängig. Durch die Bewusstseinsveränderungen besteht zusätzlich eine hohe Unfallgefahr.

Symptome:

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Wenn die Person ansprechbar ist, beruhigen und überwachen. Nicht alleine lassen!! In unklaren Fällen, kontaktieren Sie die Vergiftungsinformationszentrale +43 (0)1 406 43 43.
  • Halten Sie die Atemwege frei. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern.
  • Bei Atemstillstand führen Sie umgehend eine Wiederbelebung durch.
  • Notruf 144 wählen!

Kokain

Diese Substanz gehört in die Gruppe der Tropan Alkaloide und wird aus dem Cocastrauch isoliert. Besondere Bedeutung erlangte Kokain als Leitsubstanz für viele synthetische Lokalanästhetika wie z.B. Lidocain oder Scandivacain.

Symptome:

Die Symptome können je nach Dosierung von sehr leichten bis zu lebensbedrohlichen Zustandsbildern reichen.

  • Erweiterte Pupillen
  • Euphorie
  • Unruhe
  • Angst
  • Psychosen
  • Herzrasen
  • Herzrhythmusstörungen
  • anfangs Blutdruckanstieg dann Abfall bis zum Schock
  • Durchblutungsstörung in den Herzkranzgefäßen bis zum Herzinfarkt
  • Gehirnblutungen
  • Blutgerinnungsstörung
  • Krämpfe
  • Temperaturerhöhung
  • Koma
  • Atem- und Herzstillstand
  • Nieren- und Leberversagen

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Wenn die Person ansprechbar ist, beruhigen und überwachen. Nicht alleine lassen!! In unklaren Fällen, kontaktieren Sie die Vergiftungsinformationszentrale +43 (0)1 406 43 43.
  • Halten Sie die Atemwege frei. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern.
  • Bei Atemstillstand führen Sie umgehend eine Wiederbelebung durch.
  • Notruf 144 wählen!

Opiate, Opioide

Opiate, Opioide (Buprenorphin, Codein, Fentanyl, Heroin, Methadon, Morphin, Opium, Tramadol) sind in der Anästhesie und Schmerztherapie voll etabliert. Die Substanzen haben allerdings missbräuchlich verwendet ein hohes Suchtpotenzial, dadurch ist der Verbrauch strengen Regeln unterworfen.

Symptome:

  • Koma
  • Pupillenverengung
  • Atemdepression
  • Lungenversagen
  • Verengung der Atemwege

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

Die große Gefahr bei Vergiftungen mit Opiaten ist der Atemstillstand. Deshalb muss bei der betroffenen Person die Atmung engmaschig überwacht werden.

  • Wenn die Person ansprechbar ist, unbedingt überwachen. Nicht alleine lassen!! In unklaren Fällen, kontaktieren Sie die Vergiftungsinformationszentrale +43 (0)1 406 43 43.
  • Halten Sie die Atemwege frei. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern.
  • Bei Atemstillstand führen Sie umgehend eine Wiederbelebung durch.
  • Notruf 144 wählen!

Ethylalkohol (Trinkalkohol)

Die akute Alkoholvergiftung unterscheidet sich aufgrund der Blutalkoholkonzentration in vier verschiedene Stadien.

  • Erregungsstadium: 1–2 Promille
  • Schlafstadium: 2–2,5 Promille
  • Bewusstseinsverlust: 2,5–4 Promille
  • Atemstillstand: über 4 Promille

Symptome:

Die Symptome sind sehr unterschiedlich ausgeprägt und sind von der Alkoholverträglichkeit der Person abhängig. Sie reichen von Rauschzustand bis zum Koma und Atemstillstand. Im Einzelfall kann eine Dosis von drei Promille tödlich sein.

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Halten Sie die Atemwege frei. Bei einem bewusstlosen Menschen in Rückenlage droht die Gefahr des Erstickens. Eine einfache stabile Seitenlagerung kann dies verhindern. Bei Alkoholisierten besteht eine besonders hohe Gefahr des Verschluckens von saurem Magensaft (Erbrechen).
  • Bei Atemstillstand führen Sie umgehend eine Wiederbelebung durch.
  • Notruf 144 wählen!


Nähere Informationen zu Drogen und Alkohol finden Sie unter Abhängigkeit & Sucht.

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