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Berufskrankheiten: Rechtliche Aspekte & Vorbeugung

Der Schutz von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern vor Berufskrankheiten ist gesetzlich geregelt. Kommt es dennoch zu gesundheitlichen Schäden, können sich Betroffene an die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) wenden. Wenn eine Krankheit als Berufskrankheit anerkannt wird, übernimmt die Sozialversicherung sowohl Heilbehandlung und Rehabilitation als auch die finanzielle Entschädigung der Betroffenen.

Versicherung von Berufskrankheiten

Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber sind verpflichtet, durch technische und arbeitshygienische Schutzmaßnahmen das Entstehen von Berufskrankheiten zu verhindern. Genaueres dazu ist dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) zu entnehmen. Dennoch ist es bei manchen Arbeiten nicht zu verhindern, dass die Arbeitenden besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Ihr Risiko wird durch die Sozialversicherung abgefedert.

In Österreich sind rund 4,86 Millionen Personen gegen die Folgen von Berufskrankheiten bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt AUVA gesetzlich versichert. Für VAEB-, BVA-, SVB- oder SVA-Versicherte sind diese Versicherungsträger auch die Unfallversicherer. Wenn eine Krankheit als Berufskrankheit anerkannt wird, übernimmt die Sozialversicherung sowohl Heilbehandlung und Rehabilitation als auch die finanzielle Entschädigung der Betroffenen.

Anerkennung einer Erkrankung als Berufskrankheit

Zur Meldung einer Berufskrankheit bei der AUVA sind Arbeitgeberin/Arbeitgeber und Ärztin/Arzt verpflichtet. Die/der Erkrankte selbst kann diese Meldung nicht machen (Meldung einer Berufskrankheit BVA, Meldung einer Berufskrankheit AUVA, Meldung einer Berufskrankheit SVB).

Wer fürchtet, an einer Berufskrankheit zu erkranken, kann sich aber direkt an die AUVA (bzw. VAEB, BVA oder SVB) wenden oder die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber veranlassen, Kontakt mit dem jeweiligen Unfallversicherungsträger aufzunehmen. Dieser betreut vorbeugend und übernimmt die Kosten für eine Arbeitsplatzevaluierung, regelmäßige Untersuchungen zur Gesundheitsüberwachung sowie für bestimmte gefährdete Berufsgruppen notwendige Impfstoffe.

Die Anerkennung als Berufskrankheit ist relativ selten. Die Erkrankte/der Erkrankte hat unter folgenden Umständen gute Chancen auf Anerkennung ihrer/seiner Erkrankung als Berufskrankheit und im Weiteren auf Rehabilitation und gegebenenfalls auf Rentenzahlung:

  • wenn die Krankheit in der Berufskrankheitsliste enthalten ist,
  • wenn die/der Erkrankte in der entsprechenden Berufsgruppe tätig ist,
  • wenn ihre/seine Erwerbsfähigkeit über eine bestimmte Dauer in einem bestimmten Ausmaß  herabgesetzt ist.

Im Bereich der Pensionsversicherung ist zu erwähnen, dass jeder Antrag auf eine Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension gleichzeitig als Antrag auf Rehabilitation gilt. Vor Auszahlung einer Pension wird immer geprüft, ob eine Wiedereingliederung in das Berufsleben möglich ist. Für die Dauer des Rehabilitationsverfahrens wird Übergangsgeld ausbezahlt.


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