Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Symbolbild Brustschmerz © artstudio_pro

Brustfellentzündung (Pleuritis)

Bei einer Pleuritis ist das Brustfell (Pleura) entzündet. Dazu kommt es aus verschiedenen Gründen. Häufig sind Infektionen die Ursache.

Die Pleura ist eine dünne Gewebsschicht, die der Lunge und der Innenseite der Rippen anliegt. Diese werden auch Lungenfell und Rippenfell genannt. Zwischen den Schichten ist ein sehr kleiner Spalt, der Pleuraspalt, der normalerweise sehr wenig Flüssigkeit enthält.

Bei einer Entzündung kann es zu krankhafter Ansammlung von Flüssigkeit im Pleuraspalt kommen (Pleuritis exsudativa). Man spricht auch vom Pleuraerguss. Auch Luft kann sich ansammeln (sogenannter Pneumothorax). Sammelt sich bei einer Pleuritis kein Pleuraerguss an, bezeichnet man dies als Pleuritis sicca (trockene Form der Pleuritis).

Welche Ursachen hat eine Pleuritis?

Eine Brustfellentzündung kann bei verschiedenen Erkrankungen bzw. Infektionen auftreten, als Symptom (primäre Pleuritis, diese kommt selten vor) oder als Begleiterkrankung, das bedeutet eine Erkrankung, die zusätzlich zur Grunderkrankung besteht (sekundäre Pleuritis). Eine Brustfellentzündung kann auftreten bei:

Eine Brustfellentzündung kann mit einem Erguss, dem Pleuraerguss, einhergehen. Dabei sammelt sich aufgrund krankhafter Prozesse Flüssigkeit an (Pleuritis exsudativa).

Welche Symptome können auftreten?

Je nach Ausprägung und Ursache können die Symptome variieren.

  • Schmerz in der Brust (stärker beim Atmen),
  • Fieber,
  • Dyspnoe (erschwerte Atmung),
  • Husten sowie
  • Pleurareiben (Reibegeräusch beim Abhorchen).

Hinweis Schmerzen im Brust-, Rücken- oder Oberbauchbereich können verschiedene Ursachen haben. Zeigen sich Symptome wie z.B. plötzlicher, einseitiger Schmerz im Brustbereich, starker oder zunehmender Schmerz sowie zusätzlich ausstrahlender Schmerz, einengendes Gefühl im Brustkorb, Atemnot oder Bewusstlosigkeit etc. sofort die Ärztin/den Arzt verständigen (Notruf 144).

Wie wird die Diagnose gestellt?

Im Zuge der Diagnose wird die Krankengeschichte besprochen (Anamnese). Mithilfe verschiedener körperlicher Untersuchungen (z.B. Abklopfen und Abhören) und verschiedener Tests werden die Symptome abgeklärt. Wesentlich ist unter anderem das Erkennen der zugrunde liegenden Erkrankung, sofern diese nicht bereits bekannt ist. Durchgeführt und veranlasst werden können je nach individuellen Voraussetzungen unter anderem:

  • Röntgen des Brustbereiches,
  • CT des Brustbereiches,
  • Ultraschall (z.B. Herz),
  • MRT,
  • Laboruntersuchungen (Blutuntersuchungen z.B. arterielle/kapilläre Blutgaswerte, Antikörperbestimmung, Untersuchung des Sputums), je nach Erregerverdacht ev. Punktion bzw. Biopsie und weitere Untersuchung im Labor,
  • Tuberkulintest,
  • Pulsoxymetrie,
  • EKG, etc.

Wie erfolgt die Behandlung?

Zu den Maßnahmen der Behandlung zählt die Behandlung der Grunderkrankung, der Entzündung und der Symptome (Schmerzmittel). Je nach Ursache werden Antibiotika oder pilzhemmende Mittel angewendet. Weitere Informationen zur Behandlung der Grunderkrankung finden Sie unter Krankheiten.

Ev. ist es auch notwendig, Luft oder Flüssigkeit aus dem Pleuraraum zu entnehmen. Dafür können Eingriffe vorgenommen werden, z.B. Punktion, Drainage oder Pleurodese (Pleuraverklebung). Weitere Informationen dazu finden Sie unter

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Beschwerden im Brustbereich können Sie sich an folgende Ärztinnen/Ärzte wenden:

  • Hausärztin/Hausarzt
  • Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin (mit Spezialisierung auf Pulmologie oder Kardiologie)

Hinweis Symptome wie Schmerzen im Brustbereich sind für Laien oft schwer zuordenbar. Bei starken Schmerzen, Atemnot etc. sofort handeln und die Rettung 144 verständigen.

Akutbehandlungen sowie Pleurapunktionen (in den meisten Fällen), Drainagen sowie Pleurodesen werden im Krankenhaus durchgeführt.

Beratung & Hilfe

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen