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Sich im EU-Ausland medizinisch behandeln lassen

Frau mit gebrochenem Fuß im Spital © WavebreakMediaMicro

Wer sich in einem anderen EU-Land behandeln lassen möchte, sollte dies sorgfältig planen. Informieren Sie sich zunächst ausführlich über Behandlungsmöglichkeiten, Kostenerstattung sowie über Qualitäts- und Sicherheitsstandards des Gesundheitswesens im Behandlungsstaat.

Kostenerstattung

Im Rahmen der Patientenmobilitätsrichtlinie sind nachfolgende Bedingungen im Hinblick auf eine mögliche Kostenerstattung zu berücksichtigen.

Vorabgenehmigung

Nach der Patientenmobilitätsrichtlinie 2011/24/EU gilt der Grundsatz, dass Kostenerstattungen an sich ohne Vorabgenehmigung zu leisten sind, und zwar in Höhe jener Kosten, die dem Versicherungssystem bei Inanspruchnahme der entsprechenden Leistung in Österreich entstanden wären. Das Vorabgenehmigungssystem ist daher nur als Ausnahme von dieser allgemeinen Regel anzusehen. Ebenso ist über das System der Vorabgenehmigung zur Kostenerstattung sicherzustellen, dass daraus weder Diskriminierungen noch ungerechtfertigte Behinderungen der Patientenmobilität in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung resultieren.

Rezepte für Arzneimittel und Medizinprodukte

Wurde einer Person aus dem EU- oder EWR-Ausland ein Arzneimittel oder Medizinprodukt verschrieben, ist es möglich, diese Verschreibung auch in Österreich einzulösen. Einschränkungen bezüglich der Anerkennung persönlicher Verschreibungen sind nur zulässig, wenn sich diese Einschränkungen auf legitime und begründete Zweifel an Echtheit, Inhalt oder Verständlichkeit einer solchen Verschreibung stützen . . .

Medikamente

Arzneimittel wirken gezielt, um gesundheitliche Beschwerden zu lindern oder Erkrankungen zu heilen. Entscheidend sind die richtige Auswahl und die Dosierung bei der Verschreibung sowie die richtige Anwendung durch die Patientin bzw. den Patienten. Zum Schutz der Gesundheit müssen in Österreich alle Arzneimittel ein strenges Zulassungsverfahren durchlaufen . . . 

Patientenrechte

Eine gute Vertrauensbasis zwischen Patientin/Patient und Ärztin/Arzt ist eine wesentliche Voraussetzung für den Behandlungserfolg. Die gesetzliche Rückendeckung bekommen die Patientinnen und Patienten durch die Patientenrechte. Sie schützen und unterstützen die Betroffenen im Verlauf einer Behandlung in einer Krankenanstalt, bei einer niedergelassenen Ärztin/einem niedergelassenen Arzt oder einer sonstigen Einrichtung des Gesundheitswesens. Die Patientenrechte sind in verschiedenen Gesetzen verankert und stellen sicher, dass Patientinnen und Patienten ihre Ansprüche auch durchsetzen können . . .

Krankenhausaufenthalt

Spitäler versorgen Patientinnen und Patienten, wenn diese akut oder chronisch erkrankt sind und spezielle medizinische Betreuung brauchen. Spitalsambulanzen sind für die Notversorgung rund um die Uhr zuständig. Vor einem geplanten Spitalsaufenthalt gibt es viele Fragen. Je besser Sie sich vorab informieren und vorbereiten, umso reibungsloser ist der Ablauf. Die folgenden Seiten können Ihnen dabei helfen, Ihren Krankenhausaufenthalt und die Zeit nach der Entlassung möglichst gut zu planen . . .

Arztbesuch

In Österreich sorgen rund 16.000 Hausärztinnen und Hausärzte, Fachärztinnen und Fachärzte für die medizinische Versorgung außerhalb der Spitäler. Ihre Aufgabe ist es, Patientinnen und Patienten mit leichten wie schweren Erkrankungen ambulant zu behandeln, sie durch das Gesundheitssystem zu lotsen und sie samt ihrem persönlichen Umfeld, ihren Problemen und Wünschen wahrzunehmen. Erfahren Sie hier, wie Ärztinnen und Ärzte arbeiten und was Sie tun können, um die Behandlung in der Praxis positiv mitzugestalten . . . 

Die e-card

Die e-card ist die österreichische Sozialversicherungskarte und wird seit 2005 flächendeckend eingesetzt. Auf der Chipkarte gespeichert sind Name, Geburtsdatum und die Versicherungsnummer der/des Versicherten, jedoch keine medizinischen Daten. Die e-card ist bei jedem Arztbesuch vorzuweisen. Haben Sie Ihre e-Card vergessen, so heben manche Ärztinnen und Ärzte eine Kaution ein, die Sie zurückerhalten, wenn Sie die e-card nachbringen . . .

Sozialversicherung

Soziale Sicherheit ist eine der wichtigsten Säulen für den Zusammenhalt moderner Gesellschaften. Gemessen am Budget sowie dem betroffenen Personenkreis ist die Sozialversicherung in Österreich die Haupteinrichtung der sozialen Sicherheit. Die Sozialversicherung bietet 8,4 Millionen Menschen Schutz. Die österreichische Sozialversicherung ist in weisungsfreier Selbstverwaltung unter staatlicher Aufsicht organisiert. Derzeit sind 22 Sozialversicherungsträger für die Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung zuständig. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger übt als Dachverband eine Reihe wichtiger Koordinationsfunktionen aus.

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen

Im Mittelpunkt der Aufgaben des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) steht der Schutz der Gesundheit der österreichischen Bevölkerung sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern in Österreich. Das zentrale Ziel der Gesundheitspolitik ist die Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung der Gesundheit sowie die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Menschen in Österreich.

Das Gesundheitswesen im Überblick

Die Sicherung der Gesundheit ist in Österreich eine öffentliche Aufgabe und das Gesundheitssystem ist öffentlich organisiert. Das bedeutet: Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung und gesetzliche Interessenvertretungen (z.B. Kammern, Patientenanwaltschaft etc.) sind für verschiedene Teilbereiche des Gesundheitswesens verantwortlich: z.B. Gesetzgebung, Verwaltung, Finanzierung, Leistungserbringung, Qualitätskontrolle, Ausbildung etc. Die Gesundheitsleistungen werden aber sowohl von öffentlichen als auch von privaten Einrichtungen erbracht.

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