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Meinen Laborbefund verstehen

Blutproben auf Laborformular © Henrik Dolle

Cholesterin, Blutzucker & Co – die Ergebnisse einer Blutuntersuchung sind für Laien oft schwer zu verstehen. Was die Werte in Ihrem Laborbefund bedeuten bzw. auf welche Krankheiten sie hinweisen können.

Lebererkrankungen

Die Leber ist ein zentrales Organ für verschiedene Funktionen des Körpers und erfüllt wichtige Aufgaben in Stoffwechsel, Blutkreislauf und Verdauung. Die vielseitigen Funktionen der Leber werden von den Leberzellen wahrgenommen. Verschiedene Infektionskrankheiten, aber auch Missbrauch von Alkohol, Drogen oder Medikamenten können die Leber schädigen. Hier erfahren Sie mehr über die Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von infektiösen und toxischen Leberkrankheiten . . .

Herzinfarkt

Plötzlich auftretende, starke, drückende oder brennende Schmerzen in der Brust können erste Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. In dieser akuten Notfallsituation zählt jede Minute. Denn verschließt sich eines der großen Herzkranzgefäße, wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Nur durch rasches Handeln können in dieser Situation die Folgeschäden eines Herzinfarktes möglichst gering gehalten werden. Idealerweise sollten vom Notruf bis zur Wiedereröffnung des Herzkranzgefäßes weniger als zwei Stunden vergehen . . . 

Diabetes

Diabetes mellitus – die Zuckerkrankheit – ist eine chronische Stoffwechselstörung, die eine lebenslange medizinische Betreuung erfordert. Dank moderner Therapien und umfassender Behandlungsprogramme können die Betroffenen heute ihre Erkrankung gut in den Griff bekommen. Hier erhalten Sie Antworten auf folgende Fragen: Wie entsteht Diabetes, und welche Formen gibt es? Welche Therapien stehen zur Verfügung, und wo finden die Betroffenen Beratung und Hilfe?

Krankheiten

Die Diagnose einer Erkrankung löst bei vielen Menschen Angst aus. Besonders chronische Krankheiten haben einen großen Einfluss auf das alltägliche Leben. Wissen hilft bei der Bewältigung. Hier erfahren Sie mehr über unterschiedliche Krankheitsbilder.

Untersuchungen

Die moderne Medizin bietet eine Vielzahl an Untersuchungsmethoden, um vom Symptom zur Krankheitsdiagnose zu gelangen. Da bestimmte Untersuchungen jedoch auch mit Angst verbunden sein können, ist es von Vorteil, sich vorab über die verschiedenen Untersuchungsmethoden zu informieren. Das kann dazu beitragen, beruhigter und entspannter ins Krankenhaus bzw. zur Ärztin/zum Arzt zu gehen.

ELGA

ELGA steht für eine moderne und sichere Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im österreichischen Gesundheitswesen. Bereits heute erleichtert ELGA Patientinnen/Patienten sowie berechtigten ELGA-Gesundheitsdiensteanbietern (ELGA-GDA) – das sind behandelnde Ärztinnen/Ärzte, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen sowie Apotheken – den Zugang zu bestimmten Gesundheitsdaten. Ein dadurch verbesserter Informationsfluss unterstützt die medizinische, therapeutische und pflegerische Behandlung und Betreuung der Patientinnen/Patienten. 

Den ELGA-Login-Button finden Sie rechts oben.

Laborbefund: Was ist das?

Im medizinischen Labor werden Blut und andere Untersuchungsmaterialien (Körperflüssigkeiten wie Harn, Sekrete und Punktate, aber auch Stuhl u.v.m.) untersucht. Die Laborwerte liefern Hinweise auf Erkrankungen bzw. Gesundheitsrisiken und helfen der Ärztin/dem Arzt bei Therapieentscheidungen.

Das Fachgebiet der Labormedizin wird im Fachjargon „Medizinische und Chemische Labordiagnostik“ genannt und gehört neben der Radiologie (bildgebende Diagnostik) und der Pathologie zu den sogenannten diagnostischen medizinischen Fachdisziplinen.

Neben der Diagnose von Erkrankungen werden Laborwerte aber in vielen Fällen auch für die ärztliche Beurteilung von Krankheitsverläufen herangezogen.

Was sind Normalwerte?

Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen werden in einem Laborbefund zusammengestellt. Die darin enthaltenen Werte können in unterschiedlicher Form dargestellt sein (hier finden Sie eine kurze Beschreibung). 

Das typische Format eines medizinischen Laborbefundes ist quasi eine Tabelle, wobei in den Zeilen die jeweiligen Laboranalysen aufgelistet sind, und in den Spalten dieses tabellarischen Befundformates finden sich die Untersuchungsergebnisse. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Zahlenwerte, neben denen die entsprechende Einheit und auch der sogenannte Referenzbereich (sprich: die „Normalwerte“) ausgewiesen sind. Bei Referenzbereichs-Verletzungen einzelner Laborwerte kann der entsprechende Wert auch mit einer sogenannte „Pathologiekennzeichnung“ (farbig markiert und/oder mit einem „+“ bzw. „-“) versehen sein.

Laborbefund: Die Blutabnahme

In der Medizin haben Blutuntersuchungen einen hohen Stellenwert. Im Krankenhaus ist die Blutabnahme eine der ersten unangenehmen Erfahrungen für die Patientin/den Patienten. Aber auch bei der Hausärztin/beim Hausarzt wird oft die eine oder andere Blutuntersuchung durchgeführt. Ärztinnen und Ärzte haben ein großes Interesse am Blut ihrer Patientinnen und Patienten, weil diese Körperflüssigkeit quasi einen Spiegel des gesamten Stoffwechsels darstellt.

Daher kann die Untersuchung des Blutes wichtige Hinweise auf Risikofaktoren bzw. Erkrankungen liefern. Darüber hinaus stellt die Blutuntersuchung eine Möglichkeit dar, mit geringem Aufwand, großer Schnelligkeit und hoher Kosteneffizienz eine Vielzahl möglicher Erkrankungen auszuschließen (sofern die entsprechenden Laborwerte normal sind), was als sogenanntes labordiagnostisches „Screening“ bezeichnet wird.

Im Labor: Was mit Blut passiert

Im medizinischen Labor wird zwar in erster Linie Blut, daneben aber auch eine Reihe weiterer Untersuchungsmaterialien (wie Harn, Sperma, Hustenschleim, Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit, Punktate aus Körperhöhlen u.v.m.) entsprechenden analytisch-chemischen bzw. morphologisch diagnostischen Prozessen unterzogen. Zum Einsatz im Labor kommen auf der einen Seite komplexe Laborautomaten, bei denen es sich um mechatronische Systeme handelt, die von professionellen Labormitarbeiterinnen und -mitarbeitern bedient werden. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Automatisation in medizinischen Laboratorien zunehmend verbreitet, wodurch Kosten gespart werden und die insgesamte Performance der Laborarbeit optimiert werden können.

Auf der anderen Seite gibt es in medizinischen Laboratorien aber etliche Arbeitsbereiche, die nicht automatisiert werden können. Dazu zählt beispielsweise Gewebeverarbeitung, medizinische Mikroskopie u.v.m. Das schlussendliche Produkt sämtlicher Laborprozesse stellt am Ende der Laborbefund dar, auf dem die Untersuchungsergebnisse in einem tabellarischen Format dargestellt sind.

Im Labor: Wie gearbeitet wird

Die Arbeit in einem medizinischen Labor wird von hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Dabei wird die analytisch-technische Laborarbeit in erster Linie von Personen mit einem abgeschlossenen dreijährigen Fachhochschul-Studium des Fachbereiches „Biomedizinische Analytik“ (BMA) bzw. von Personen aus dem Fachbereich der „medizinischen Assistenzberufe“ (Fachmodul Laborassistenz – frühere Bezeichnung „Medizinisch technische Fachkraft“) mit einer 1.300 Stunden umfassenden theoretischen und praktischen Ausbildungszeit durchgeführt.

Die medizinische Beurteilung und Interpretation der Laborbefunde fällt in den laborärztlichen Verantwortungsbereich, wobei diese Expertise von Fachärztinnen bzw. Fachärzten für Medizinische und Chemische Labordiagnostik bereitgestellt wird. Die Ausbildung zum Laborfacharzt dauert nach dem abgeschlossenen Studium der Humanmedizin in Österreich zumindest sechs Jahre und wird mit einer entsprechenden Facharztprüfung abgeschlossen.

Im Labor: Qualitätssicherung

Der wichtigste Faktor bei der Erstellung von Labormesswerten ist die Qualität des Untersuchungsergebnisses. Insbesondere steht dabei die analytische Qualität an erster Stelle. Denn das Ziel sind richtige und präzise Laborergebnisse.

Aus diesem Grund steht eine möglichst lückenlose Kenntnis möglicher Fehlerquellen, die im Rahmen des gesamten diagnostischen Prozesses existieren, an vorderster Stelle, um potenzielle Fehler generell zu vermeiden. Denn Fehlerquellen gibt es nicht nur innerhalb des medizinischen Labors, sondern können bereits bei der Blutabnahme vorkommen (z.B. eine Probenverwechslung durch falsches Bekleben der Blutabnahmeröhrchen).

Alle diese Fehler werden unter dem Begriff „Präanalytik“ subsummiert und können dazu führen, dass sich trotz analytischer Richtigkeit und Präzision der Labordiagnostik am Ende ein falscher Befund mit unter Umständen gefährlichen Konsequenzen für die betroffene Patientin bzw. den betroffenen Patienten ergibt.

Was sind „Tumormarker“?

Unter dem Begriff „Tumormarker“  werden im Blut sowie in anderen Körperflüssigkeiten zirkulierende (humorale Tumormarker) bzw. auf Zelloberflächen lokalisierte (zelluläre Tumormarker wie z.B. Hormonrezeptoren beim Mammakarzinom) Makromoleküle subsumiert, die mit bösartigen Tumorerkrankungen in einem diagnostischen Zusammenhang stehen können. Darüber hinaus gelten auch genetische Veränderungen bestimmter Zellen oder Gewebe als „Tumormarker“, sofern diese eine entsprechend diagnostische Relevanz besitzen.

In der Regel sollten „Tumormarker“ aber nicht als Suchtests nach einer bösartigen Erkrankung bei gesunden Personen eingesetzt werden (Ausnahme: PSA-Screening im Rahmen der Prostatavorsorgeuntersuchung). Vielmehr werden „Tumormarker“ zur Verlaufs- und Prognosebeurteilung bei einer bereits nachgewiesenen Malignomerkrankung bzw. zur weiteren diagnostischen Spezifizierung eingesetzt.

Laborbefund & Vorsorgeuntersuchung

Laborwerte können wichtige Hinweise auf Erkrankungen oder Risikofaktoren liefern. Dabei helfen Laborwerte auf der einen Seite, eine von der Ärztin/dem Arzt gestellten Verdachtsdiagnose zu bestätigen.

Auf der anderen Seite kann mithilfe von Laborwerten aber in vielen Fällen das Vorliegen einer bestimmten Erkrankung auch ausgeschlossen werden, wenn beispielsweise ein normaler Laborbefund bei der betroffenen Patientin/dem betroffenen Patienten vorliegt. Das wird in der Medizin als sogenanntes labordiagnostisches „Screening“ bezeichnet, wobei sich der Begriff des „Screenings“ auf Qualität eines Untersuchungsverfahrens bezieht, ein richtiges Ergebnis mit hoher Zuverlässigkeit festzustellen. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung stellen Laborwerte generell ein einfach durchzuführendes diagnostisches Instrumentarium mit hoher Kosteneffizienz dar.

Als Untersuchungsmaterialien kommen in erster Linie Blut, Harn und Stuhl zum Einsatz. Aber auch der sogenannte „Pap-Abstrich“ ist im Hinblick auf die Krebsvorsorge enorm wichtig.

Laborbefund & Krankheitsvorsorge

Für die Vorsorgeuntersuchung werden eine Reihe von Labortests für Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Krebserkrankungen empfohlen. Diese Untersuchungen helfen dabei, Risikofaktoren und Erkrankungen frühzeitig zu entdecken . . .

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