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Projekt „Terminologieserver“

Erfahren Sie mehr zu den Projektzielen und Funktionalitäten.

Im Rahmen einer Vorstudie wurde ein Anforderungsprofil bezüglich der von einer solchen Anwendung geforderten Funktionen erstellt und eine Marktanalyse durchgeführt. Ein wesentliches Bewertungskriterium dabei war die Standardkonformität der Produkte. Unter diesen inhaltlichen Gesichtspunkten, aber auch hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Relation, ging das von der Fachhochschule Dortmund entwickelte Produkt „Terminologieserver auf Basis von CTS2"  hervor. Der herausragende Vorteil dieses Produkts war neben seiner Standardkonformität, dass es als Open-Source-Lösung im Rahmen eines Forschungsprojekts entwickelt wurde und seine Anpassung in Bezug auf noch nicht abgedeckte Anforderungen als relativ leicht durchführbar eingeschätzt wurde.

Kooperationsprojekt

Auf Anregung bzw. mit Unterstützung des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit wurden diese Anpassungs- bzw. Weiterentwicklungsarbeiten im Rahmen eines Kooperationsprojekts durchgeführt, an dem folgende Institutionen beteiligt waren:

Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen dankt allen Beteiligten für die tatkräftige Unterstützung und die erfolgreiche Umsetzung eines in dieser Form bislang nicht durchgeführten grenzüberschreitenden Kooperationsprojekts.

Teil der nationalen eHealth-Infrastruktur

Das vorrangige Projektziel war, dem aus der Errichtung der ELGA resultierenden Bedarf an Terminologien Rechnung zu tragen. Darüber hinaus wurde ein Mehrwert dahingehend angestrebt, dass dieses Werkzeug auch für vergleichbare Anforderungen aus anderen eHealth-Anwendungen und einem erweiterten Benutzerkreis zur Verfügung steht. Nicht zuletzt auch durch die Verknüpfung mit der OID-Verwaltung wurde es somit von einem ursprünglichen ELGA-Teilprojekt zu einem – immer wichtiger werdenden – Bestandteil der nationalen eHealth-Infrastruktur weiterentwickelt.

Der Terminologieserver ist kein Ersatz für die Tätigkeit etablierter Standardisierungsorganisationen. Durch seine Nutzung werden – u.a. auf Basis der von diesen Organisationen verabschiedeten Standards – Terminologien in jenem Detaillierungsgrad entwickelt und verfügbar gemacht, wie sie für die technische Umsetzung von Anwendungen im eHealth-Bereich dringend benötigt werden.

Funktionalität des Expertensystems

Der Terminologieserver ist eine Art Expertensystem, das aufgrund seiner nicht vermeidbaren Komplexität jedenfalls von Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien genutzt werden soll. Darüber hinaus steht er selbstverständlich auch allen Interessierten zur Verfügung, die sich über die Fortschritte der semantischen Interoperabilität im österreichischen Gesundheitswesen informieren möchten. Er bietet dazu folgende Funktionalitäten:

  • Die Publikationsumgebung ist allgemein zugänglich und ermöglicht über eine Webbrowser-Oberfläche die Nutzung des Terminologieservers. Damit können alle veröffentlichten Terminologien (samt Zusatzinformationen – sogenannte Meta-Daten) eingesehen und bei Bedarf manuell in die eigene IT-Umgebung heruntergeladen werden.
    Über Webservices können veröffentlichte Terminologien auch automationsunterstützt bezogen werden bzw. können die in lokalen IT-Systemen vorgehaltenen Terminologien automatisiert mit den veröffentlichten Terminologien synchronisiert (aktualisiert) werden.
    Sowohl der manuelle Export als auch die automatisierte Nutzung von Terminologien erfolgen auf Basis standardisierter Übertragungsformate (z.B. ClaML).
  • Die eigentliche Terminologiearbeit – die Entwicklung, Wartung und Freigabe zur Veröffentlichung – erfolgt in der Kollaborationsplattform des Terminologieservers. Diese redaktionellen Tätigkeiten sind örtlich und zeitlich verteilt durch mehrere Personen möglich und werden im Rahmen themenbezogener Diskussionsgruppen (Arbeitsgruppen) durchgeführt. Für die aktive Mitwirkung bei der Terminologiearbeit bzw. die Verwendung der Kollaborationsplattform ist eine vorhergehende Registrierung erforderlich. Dafür sollte das auf der Publikationsplattform verfügbare Kontaktformular verwendet werden.

zuletzt aktualisiert 03.01.2014
Erstellt vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
Freigegeben durch Redaktion Gesundheitsportal
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