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Patient in der Intensivüberwachung © sudok1

Nach einer Narkose

Das Ende einer Operation und das Erwachen aus der Narkose werden von vielen Menschen als Erleichterung erlebt. Je nach Art der Narkose und des operativen Eingriffs kommt die Patientin/der Patient entweder in den Aufwachraum oder auf die Intensivstation. Zu den wichtigsten Aufgaben im Aufwachraum gehört die postoperative Schmerztherapie. Die Gründe für eine postoperative Verlegung auf eine Intensivstation können vielfältig sein . . . 

Der Aufwachraum

Der Aufwachraum dient zur unmittelbaren Überwachung nach einer Operation. Dort gibt es Überwachungsmöglichkeiten wie im Operationssaal oder auf einer Intensivstation. Das Pflegepersonal kontrolliert mittels Monitoren die Herzfrequenz, den Blutdruck, die Atmung und den Bewusstseinszustand. Der Aufwachraum befindet sich räumlich in der Nähe des Operationssaals. Einerseits, um die Transportwege kurz zu halten, und anderseits, um im Notfall rasch helfen zu können.

Zu den wichtigsten Aufgaben im Aufwachraum gehört die postoperative Schmerztherapie. Die Anästhesistin/der Anästhesist beginnt bereits vor dem Aufwachen aus der Narkose mit der Schmerztherapie. Auf dieser Grundlage baut die weitere Schmerztherapie auf. Das Schmerzempfinden ist sehr unterschiedlich und die entsprechende Behandlung ein sehr individueller Prozess. Dementsprechend unterschiedlich ist auch die Zeitspanne im Aufwachraum, da eine Verlegung erst bei geringen Schmerzen möglich ist. Die Beurteilung erfolgt mittels Visueller Analogskala (VAS). Dabei wird die Patientin/der Patient aufgefordert, ihre/seine Schmerzen in Zahlen zwischen null und zehn zu beschreiben. Null steht für keine Schmerzen, zehn für stärkste vorstellbare Schmerzen.

Zusätzlich sind auch Laborkontrolluntersuchungen, die Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und die Überwachung des Flüssigkeitshaushalts ein Teil der Tätigkeiten im Aufwachraum. Erst wenn der Gesamtzustand der Patientin/des Patienten stabil ist, kommt sie/er auf die Bettenstation.

Die Intensivstation

Eine Intensivstation ist eine hochspezialisierte Abteilung, wo Schwerstkranke, Schwerstverletzte und Patientinnen/Patienten nach schweren Operationen besonders betreut und gepflegt werden. Die Gründe für eine postoperative Verlegung auf eine Intensivstation können vielfältig sein. Nach manchen Eingriffen müssen bestimmte Parameter mittels spezieller Messtechniken unter Verwendung verschiedener Sonden überwacht werden, z.B. Blutdruck in den Arterien, herznahe Venen, Lungenarterien, Druck im Gehirn. Weitere Sonden dienen der Ernährung und Magenentlastung, andere leiten Blut, Wundsekret, Urin, Liquor (Hirn- oder Rückenmarksflüssigkeit) und Luft ab.

Eine andere Aufgabe ist die künstliche Beatmung. Gerade nach einer langen Operationsdauer oder auch aus einem anderen medizinischen Grund kann eine fortgesetzte Beatmung notwendig werden. In diesem Fall bleibt die Patientin/der Patient weiter in Narkose, damit sich der Körper von dem Eingriff oder der Erkrankung besser erholen kann. Manchmal sind Organfehlfunktionen die Ursache für einen Intensivaufenthalt. Dann werden Organfunktionen durch Maschinen ersetzt, z.B. bei der Nierenersatztherapie. Viele Menschen verbinden mit Intensivmedizin negative Gefühle. Diese Annahme ist oft unbegründet. Denn gerade die Intensivmedizin trägt maßgeblich dazu bei, nach schweren Operationen, Erkrankungen und Verletzungen wieder gesund zu werden.

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