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Kuraufenthalt

Gestresst, müde und krank – wenn verschriebene Medikamente und Therapien nicht mehr weiterhelfen, muss die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt beurteilen, ob eine Kur medizinisch notwendig ist, um sich wieder zu regenerieren bzw. zu erholen. Erfahren Sie, wie lange ein Kuraufenthalt dauert und welche Maßnahmen nach erfolgter Antragstellung gewährt werden . . .

Wann ist eine Kur notwendig?

Bei der klassischen Kur handelt es sich um eine medizinische Maßnahme zur Erhaltung und Festigung der Gesundheit bzw. zur Linderung von chronischen Leidenszuständen. Wann eine Kur notwendig ist, entscheidet in der Regel die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt.

Hinweis Im Antrag auf Heilverfahren muss die medizinische Notwendigkeit durch die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt begründet werden. Ausführliche Informationen zur Antragstellung erhalten Sie unter Antrag auf Kuraufenthalt.


Welche Krankheiten können im Rahmen einer Kur behandelt werden?

Zu den Krankheiten, die im Rahmen eines Kuraufenthaltes therapiert werden, zählen:

Kuraufenthalt im Ausland

Bei speziellen Erkrankungen, die in Österreich nicht ausreichend therapiert werden können, kann der Sozialversicherungsträger auch Kuraufenthalte im Ausland gewähren. So gibt es z.B. für Personen mit Psoriasis (Schuppenflechte) die Möglichkeit ans Tote Meer zu fahren. Voraussetzung dafür ist, dass der Sozialversicherungsträger den Aufenthalt bewilligt.

Hinweis Kuraufenthalte sind eine „Maßnahme der Gesundheitsvorsorge“ und daher freiwillige Leistungen, die vom Versicherungsträger gewährt werden können, auf die jedoch kein Rechtsanspruch besteht.


Wie lange dauert ein Kuraufenthalt?

Ein Kuraufenthalt dauert in der Regel 22 Tage. Dies kann nach Bedarf und medizinischer Notwendigkeit auch verlängert werden.

Maßnahmen bei einer Kur

Im Gegensatz zu den „wiederherstellenden“ Rehabilitationsmaßnahmen dient ein Kuraufenthalt der vorbeugenden Erhaltung der Arbeitsfähigkeit. Folgende Maßnahmen können nach erfolgter Antragstellung gewährt werden:

  • stationäre Aufenthalte in Kureinrichtungen (eigene Einrichtungen der Sozialversicherungsträger oder Vertragseinrichtungen)
  • Kostenzuschüsse zu einem Aufenthalt in Kuranstalten

Ziel der Kur

Ziele eines Kuraufenthaltes sind

  • Behebung oder Verbesserung von indikationsbezogenen Funktionseinschränkungen,
  • Verminderung von Risikofaktoren (Sekundärprävention),
  • Erhaltung der Arbeitsfähigkeit,
  • Vermeidung der Pflegebedürftigkeit bzw. Erhaltung oder Verbesserung des Status der Pflegebedürftigkeit.

Kurkostenzuschuss

Zur Bewilligung eines Kuraufenthaltes vom Sozialversicherungsträger ist die Antragstellung über die Ärztin/den Arzt erforderlich, wobei entweder ein stationärer Aufenthalt oder ein sogenannter Kurkostenzuschuss gewährt werden kann. Während bei einem stationären Aufenthalt eine Direktverrechnung mit dem zuständigen Sozialversicherungsträger stattfindet, müssen die Kosten bei der Zuschussgewährung vorerst von den Versicherten selbst getragen werden. Die Rückverrechnung ist erst nach der Kur möglich.

Wohin kann ich mich wenden?

Für einen Kuraufenthalt ist ein Antrag notwendig. Die Antragstellung erfolgt über die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt. Folgende Versicherungsträger sind für die Antragsprüfung zuständig:

  • Pensionsversicherungsträger (z.B. PVA)
  • Krankenversicherungsträger
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